Photovoltaik Förderung 2026: Zuschüsse, Kredite und Steuervorteile
Photovoltaik · Förderung

Photovoltaik Förderung 2026: Zuschüsse, Kredite und Steuervorteile

Für eine gewöhnliche private Dachanlage stehen vor allem EEG-Vergütung, Förderkredit und Steuererleichterungen bereit. Ob zusätzlich ein regionaler Zuschuss passt, prüfst du vor der Bestellung.

Stand: 13.09.2026 Lesezeit: 10 Minuten Fördersätze der Bundesnetzagentur
Inhalt anzeigen
  1. Förderprogramm, Vergütung, Kredit: was Förderung bei Photovoltaik heißt
  2. Einspeisevergütung nach dem EEG: die eigentliche Förderung
  3. KfW 270: Förderkredit für die Photovoltaikanlage
  4. Steuervorteile für Photovoltaikanlagen: der unterschätzte Teil
  5. Förderung nach Bundesland: Fördermittel von Ländern und Kommunen
  6. Was es nicht mehr gibt: ausgelaufene Programme für Anlage, Batteriespeicher und Wallbox
  7. Die 60-Prozent-Regel: warum Eigenverbrauch beim Solarstrom mehr wert ist
  8. Fünf Irrtümer zur Photovoltaik-Förderung
  9. Fünf Tipps zur Förderung deiner PV-Anlage
  10. Reststromtarif zur neuen Anlage prüfen lassen
  11. Häufige Fragen zur Photovoltaik-Förderung
  12. Fazit: Vor der Bestellung die Förderbedingungen klären

Kurz gesagt: Prüfe bei einer neuen Dachanlage zuerst die EEG-Vergütung, KfW 270 und die Steuerregeln; mögliche regionale Zuschüsse kommen hinzu.

Ein bundesweiter Investitionszuschuss für die gewöhnliche private PV-Dachanlage ist in den hier geprüften Programmen nicht enthalten. Förderung ist trotzdem möglich: als Zahlung für eingespeisten Strom, Finanzierung oder Steuererleichterung. Ob ein kommunaler Zuschuss wichtiger ist als diese Bausteine, hängt von deiner Anlage und dem konkreten Programm ab.

Hier stehen die aktuellen Fördersätze der Bundesnetzagentur, die Konditionen des KfW-Kredits, die beiden Steuerregeln mit ihren Grenzen und der Weg, auf dem du Programme deines Bundeslands und deiner Gemeinde findest. Dazu, was weggefallen ist – damit du nicht nach Programmen suchst, die es nicht mehr gibt.

Das Wichtigste in Kürze

Für neue private Dachanlagen kommen EEG-Einspeisevergütung, KfW-Kredit 270 und Steuererleichterungen infrage. Zusätzliche Zuschüsse hängen vom Standort und der jeweiligen Richtlinie ab. Kläre Förderfähigkeit und Vorhabenbeginn vor der Bestellung. Die Finanzierung ist zurückzuzahlen; der Nullsteuersatz beim Kauf und die Einkommensteuerbefreiung haben unterschiedliche Voraussetzungen. Ein Förderbetrag allein beweist noch keine Wirtschaftlichkeit.

Förderprogramm, Vergütung, Kredit: was Förderung bei Photovoltaik heißt

Die vier Bausteine haben unterschiedliche Zwecke. Der Kredit finanziert die Anschaffung, Steuerregeln beeinflussen Kauf und Betrieb, die EEG-Vergütung betrifft die Einspeisung. Bei zusätzlichen Zuschüssen entscheidet die jeweilige Richtlinie, welche Kombinationen und Kosten förderfähig sind. Eine pauschale Zusage für jede Kombination lässt sich daraus nicht ableiten.

BausteinArtWer zahltWovon es abhängt
Einspeisevergütunglaufende Zahlung, 20 JahreNetzbetreiberInbetriebnahmedatum und Anlagengröße
KfW 270KreditKfW über die HausbankAntrag vor Vorhabenbeginn
NullsteuersatzSteuervorteil beim Kaufentfällt – keine UmsatzsteuerGebäude-/Lieferbedingungen; Vereinfachung bis 30 kWp
Landes- und Kommunalprogrammemeist ZuschussLand, Stadt oder GemeindeWohnort und verfügbare Mittel
Vier Förderbausteine mit unterschiedlichen Voraussetzungen; die jeweilige Richtlinie und das Gesetz entscheiden.

Einspeisevergütung nach dem EEG: die eigentliche Förderung

Die Einspeisevergütung ist ein gesetzlich geregelter Zahlungsanspruch für eingespeisten Strom. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die aktuellen Sätze. Für neue Gebäudeanlagen gelten bei Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 folgende Werte; Rechtsgrundlagen sind insbesondere §§ 48, 49 und 53 EEG.

Fördersätze für Solaranlagen auf Gebäuden

AnlagengrößeVolleinspeisungÜberschusseinspeisung
bis 10 kW12,22 ct/kWh7,70 ct/kWh
bis 40 kW10,24 ct/kWh6,66 ct/kWh
bis 100 kW10,24 ct/kWh5,44 ct/kWh
EEG-Sätze nach BNetzA, Inbetriebnahme 01.08.2026 bis 31.01.2027. Stufen gelten anteilig.

Entscheidend ist die Jahresrechnung aus Eigenverbrauch und Einspeisung. Bei Überschusseinspeisung nutzt du einen Teil selbst, bei Volleinspeisung geht der erzeugte Strom grundsätzlich ins Netz. Vergleiche vermiedene Bezugskosten, Vergütung und zusätzliche Kosten. Ein höherer Vergütungssatz allein macht die Volleinspeisung nicht automatisch wirtschaftlicher.

Die Tabellenstufen gelten für Leistungsanteile: Bei mehr als 10 kW wird nicht die gesamte Erzeugung mit dem niedrigeren Folgesatz abgerechnet. Die BNetzA weist außerdem darauf hin, dass die Erhöhung aus dem Solarpaket I um 1,5 ct/kWh für Anlagen ab 40 kW noch unter beihilferechtlichem Vorbehalt steht.

Vergütungsdauer ist keine Bindung an die Einspeiseart

§ 25 EEG regelt grundsätzlich 20 Jahre, bei gesetzlich bestimmten Werten bis zum Ende des zwanzigsten Zahlungsjahres. Die Einspeiseart ist damit nicht für 20 Jahre festgelegt. Für die erhöhte Volleinspeisevergütung verlangt § 48 Absatz 2a die Mitteilung vor Inbetriebnahme beziehungsweise vor dem 1. Dezember des Vorjahres. Einen Wechsel mit dem Netzbetreiber abstimmen.

Eine Zahlung für jede eingespeiste Kilowattstunde ist nicht uneingeschränkt garantiert: § 51 EEG regelt negative Spotmarktpreise und Ausnahmen, unter anderem für Anlagen unter 100 kW bis zum Ende des Jahres der Ausstattung mit einem intelligenten Messsystem. § 51a sieht für betroffene Anlagen eine Verlängerung des Vergütungszeitraums vor.

KfW 270: Förderkredit für die Photovoltaikanlage

KfW 270 ist ein rückzahlbarer Förderkredit, kein Zuschuss. Finanziert werden unter anderem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Auch Privatpersonen sind antragsberechtigt, wenn sie einen Teil des erzeugten Stroms einspeisen oder verkaufen. Wie Betriebe ihre Solaranlage finanzieren und welche Modelle es gibt, zeigt Photovoltaik für Unternehmen.

  • Bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, höchstens 150 Millionen Euro je Vorhaben.
  • Laufzeiten ab zwei bis zu 30 Jahren; je nach Variante bis zu fünf tilgungsfreie Anfangsjahre.
  • Antrag über einen Finanzierungspartner vor Vorhabenbeginn, insbesondere vor einem bindenden Kaufvertrag. Die KfW beschreibt den Start nach ihrer Zusage.

Vergleiche effektiven Zins, Zinsbindung und Nebenkosten mit einem normalen Darlehen. Die Kondition hängt auch von Bonität und Sicherheiten ab; eine automatische Zinsersparnis gibt es nicht. Tilgungsfrei heißt nicht zinsfrei. Die aktuelle KfW-Produktseite nennt die Bedingungen.

Steuervorteile für Photovoltaikanlagen: der unterschätzte Teil

Umsatzsteuer beim Kauf und Einkommensteuer im Betrieb sind zwei getrennte Prüfungen. Eine Leistungsgrenze aus dem einen Bereich lässt sich nicht einfach auf den anderen übertragen.

Der Nullsteuersatz nach § 12 Absatz 3 UStG betrifft begünstigte Lieferungen an den Anlagenbetreiber und die Installation. Bei höchstens 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die gesetzlichen Voraussetzungen der begünstigten Belegenheit als erfüllt. Das ist keine allgemeine Obergrenze: Auch größere Anlagen auf oder nahe Wohngebäuden können begünstigt sein. Wesentliche Komponenten und geeignete Speicher sind einbezogen; reine Wartung ist davon zu unterscheiden.

Bei der Einkommensteuer nennt § 3 Nummer 72 EStG für begünstigte Gebäudeanlagen bis zu 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp pro Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft. Die einheitliche 30-kWp-Regel gilt für Anlagen, die nach dem 31.12.2024 angeschafft, in Betrieb genommen oder erweitert werden. Für ältere Anlagen gelten die jeweiligen Übergangsregeln. Bei mehreren Anlagen ist die Gesamtgrenze gesondert zu prüfen.

Zwei Steuern, unterschiedliche Voraussetzungen

Ein Angebot mit 0 Prozent Umsatzsteuer beantwortet noch nicht die Frage nach deiner Einkommensteuer. Lass unklare Betreiber-, Gebäude- oder Mehranlagenfälle steuerlich prüfen. Den organisatorischen Ablauf findest du unter PV-Anlage anmelden.

Förderung nach Bundesland: Fördermittel von Ländern und Kommunen

Suche zusätzliche Investitionszuschüsse gezielt bei Land und Kommune. Die KfW verweist dafür auf Landesförderinstitute, die Förderdatenbank und die Gemeinde. Prüfe immer die aktuelle Originalrichtlinie, die Antragsmöglichkeit und verfügbare Mittel. Eine alte Trefferliste oder ein früherer Förderbescheid ist keine Zusage für dein Vorhaben.

Drei Stellen, die verlässlich Auskunft geben:

  • Die Förderdatenbank des Bundes. Sie führt Programme von Bund, Ländern und der EU und lässt sich nach Bundesland und Fördergegenstand filtern.
  • Deine Gemeinde oder Stadt. Kommunale Programme stehen oft nur auf der eigenen Website, manchmal nur im Amtsblatt. Ein Anruf beim Bauamt oder Klimaschutzmanagement ist schneller als jede Suche. Manche Kommunen fördern zusätzlich eine Energieberatung, und einige Programme gelten auch für Balkonkraftwerke – die behandeln wir getrennt unter Balkonkraftwerk Förderung.
  • Dein örtliches Stadtwerk. Einige Stadtwerke fördern PV-Anlagen oder Speicher ihrer Netzkunden.

Kläre den zulässigen Vorhabenbeginn vor der Bestellung. Je nach Richtlinie können Antrag, Bewilligung oder eine ausdrücklich erlaubte Ausnahme maßgeblich sein. Lass dir den zulässigen Ablauf von der Förderstelle bestätigen, bevor du dich bindend verpflichtest.

Was es nicht mehr gibt: ausgelaufene Programme für Anlage, Batteriespeicher und Wallbox

Das KfW-Programm 442 „Solarstrom für Elektroautos“ nimmt keine neuen Anträge mehr an. Es förderte ein Paket aus PV-Anlage, Speicher und Ladepunkt. Bereits zugesagte Zuschüsse sind laut KfW reserviert; eine bestehende Zusage ist von einem neuen Antrag zu unterscheiden.

Ist das gefundene Programm noch nutzbar?

Neue Anträge sind offenOriginalrichtlinie und Budgetstatus lesen.

Bedingungen prüfen

Nur Nachweise für alte Zusagen möglichDas eröffnet keinen neuen Förderantrag.

Kein Neueinstieg

Nur ein alter Ratgeber nennt den ZuschussAktuellen Programmstatus bei der Förderstelle suchen.

Noch ungeklärt
Prüfhilfe: Antragsannahme, alte Zusage und bloße Erwähnung sind unterschiedliche Zustände. Maßgeblich ist die Förderstelle.

Prüfe Ladeinfrastruktur getrennt von der Dachanlage. Der Ratgeber zur Wallbox-Förderung hilft bei der Einordnung.

Die 60-Prozent-Regel: warum Eigenverbrauch beim Solarstrom mehr wert ist

Bei einer jetzt neu in Betrieb genommenen Anlage unter 25 kW in der Einspeisevergütung begrenzt § 9 Absatz 2 EEG die maximale Wirkleistungseinspeisung am Netzanschlusspunkt auf 60 Prozent. Die Übergangsbegrenzung endet erst nach Einbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung sowie erfolgreicher Testung der Ansteuerbarkeit durch den Netzbetreiber. Ein digitaler Zähler allein genügt nicht.

Die Grenze betrifft die momentane Einspeiseleistung, nicht pauschal 40 Prozent deines Jahresertrags. Zeitgleicher Eigenverbrauch kann Einspeisespitzen verringern. Ob ein Speicher dafür wirtschaftlich ist, hängt von Kosten, nutzbarer Kapazität und tatsächlichem Verbrauch ab. Für Bestandsanlagen gelten Übergangsregeln; die Neuanlagenregel nicht ungeprüft übertragen.

Vergleiche dafür die Kosten und Wirtschaftlichkeit eines Stromspeichers. Laufende Entgelte behandelt Netzentgelte bei der PV-Anlage.

Fünf Irrtümer zur Photovoltaik-Förderung

  • „Förderung heißt geschenktes Geld.“ Ein Kredit muss zurückgezahlt werden; die EEG-Vergütung entsteht erst für förderfähige Einspeisung.
  • „Das alte Programm wird im Ratgeber genannt, also kann ich beantragen.“ Prüfe den aktuellen Status direkt bei der Förderstelle.
  • „Der höhere Vergütungssatz entscheidet.“ Rechne Einspeisung, vermiedenen Netzbezug und Mehrkosten gemeinsam.
  • „30 kWp ist bei jeder Steuer dieselbe Grenze.“ Umsatz- und Einkommensteuer haben unterschiedliche Voraussetzungen.
  • „Ein Zuschuss macht jedes Angebot gut.“ Vergleiche die Gesamtkosten und eine Variante ohne Förderung.

Fünf Tipps zur Förderung deiner PV-Anlage

Tipps & Tricks
  1. Förderbedingungen sichern. Speichere die aktuelle Richtlinie mit Datum und Programmnamen bei deinen Angeboten.
  2. Auftrag und Antrag trennen. Lass dir den erlaubten Vorhabenbeginn bestätigen, bevor du bestellst.
  3. Gleiche Angebote vergleichen. Achte auf Anlagenleistung, Speicher, Montage und enthaltene Arbeiten. Richtwerte pro kWp aus aktuellen Angeboten helfen beim Einordnen.
  4. Finanzierung vollständig rechnen. Vergleiche Gesamtkosten und Zinsbindung statt nur Monatsraten.
  5. Reststrom neu kalkulieren. Verwende den erwarteten Netzbezug nach der PV-Inbetriebnahme für den Tarifvergleich.
Ganter Energie Spezial-Tipp

Lege zu jedem Angebot eine kleine Förderakte an: Originalrichtlinie, Datum, erlaubter Vorhabenbeginn und schriftliche Auskunft zur Kombination. Rechne zusätzlich ohne unbestätigten Zuschuss. So erkennst du, ob das Angebot auch dann zu deinem Budget passt, wenn die Förderung ausbleibt.

Reststromtarif zur neuen Anlage prüfen lassen

Mit einer PV-Anlage kann dein Netzbezug sinken. Wir prüfen passende verfügbare Stromangebote aus unserem Netzwerk anhand deines erwarteten Jahresnetzbezugs und deiner Postleitzahl. Du bekommst eine verständliche Einordnung und entscheidest selbst.

Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung vom Anbieter. Informationen zur Verarbeitung deiner Angaben findest du im Datenschutz.

Häufige Fragen zur Photovoltaik-Förderung

Gibt es 2026 einen Zuschuss für eine Photovoltaikanlage?

Für eine gewöhnliche private Dachanlage ist in den hier geprüften Bundesprogrammen kein allgemeiner Investitionszuschuss enthalten. KfW 270 ist ein Kredit. Zusätzliche Zuschüsse können regional bestehen; prüfe die aktuelle Originalrichtlinie und Antragsannahme.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für neue Gebäudeanlagen mit Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 gelten bis 10 kW 7,70 ct/kWh bei Teil- und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Die nächsten Leistungsanteile bis 40 kW erhalten 6,66 beziehungsweise 10,24 ct/kWh.

Wie lange wird die Einspeisevergütung gezahlt?

Grundsätzlich 20 Jahre; bei gesetzlich bestimmten Werten läuft der Zeitraum bis zum Ende des zwanzigsten Zahlungsjahres. Besondere EEG-Regeln, etwa zu negativen Preisen und zur Verlängerung, sind zusätzlich zu beachten. Die Einspeiseart ist nicht für 20 Jahre bindend.

Fördert die KfW Photovoltaik mit einem Zuschuss?

KfW 270 ist ein rückzahlbarer Kredit, kein Zuschuss. Die Beantragung erfolgt vor Vorhabenbeginn über einen Finanzierungspartner. Die konkreten Konditionen und Voraussetzungen stehen auf der aktuellen KfW-Produktseite.

Muss ich beim Kauf Umsatzsteuer zahlen?

Für begünstigte Lieferungen und Installationen gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Absatz 3 UStG. Bis 30 kWp besteht eine gesetzliche Vereinfachung; auch größere Anlagen können die Gebäudebedingungen erfüllen. Der Nullsteuersatz ist von der Einkommensteuerbefreiung zu trennen.

Sind die Einnahmen aus der Anlage steuerfrei?

Begünstigte Gebäudeanlagen können nach § 3 Nummer 72 EStG steuerfrei sein. Für neu angeschaffte, in Betrieb genommene oder erweiterte Anlagen ab 2025 gelten bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp pro Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft. Bestands- und Mehranlagenfälle gesondert prüfen.

Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung – was lohnt sich?

Das ergibt sich aus der Jahresrechnung. Überschusseinspeisung verbindet Eigenverbrauch und Vergütung; Volleinspeisung erhält höhere Sätze, vermeidet aber keinen Haushaltsstrombezug. Vergleiche Erzeugung, nutzbaren Eigenverbrauch und sämtliche Kosten.

Kann ich einen kommunalen Zuschuss und den KfW-Kredit kombinieren?

Eine Kombination kann möglich sein. Prüfe die Bedingungen beider Programme, insbesondere Doppelförderung und Vorhabenbeginn. Eine pauschale Zusage für jede kommunale Förderung gibt es nicht.

Was ist aus dem Programm KfW 442 geworden?

Für KfW 442 können keine neuen Anträge mehr gestellt werden. Bereits zugesagte Zuschüsse sind laut KfW reserviert. Prüfe daher, ob eine Programmseite neue Anträge oder nur die Abwicklung bestehender Zusagen beschreibt.

Fazit: Vor der Bestellung die Förderbedingungen klären

Stelle zuerst fest, welche Förderung für deinen Standort und dein Vorhaben tatsächlich offen ist. Vergleiche danach die Angebote einschließlich Finanzierung und laufender Kosten. Eine alte Programmnennung oder ein hoher Vergütungssatz ersetzt diese Rechnung nicht. Bestelle erst, wenn der förderrechtlich zulässige Ablauf geklärt ist.

Redaktion Ganter Energie
KI-gestützte Recherche und redaktioneller Quellenabgleich. Aktualisiert am 13.09.2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Förder- oder Steuerberatung.

Quellen