Negative Strompreise: Wann sie entstehen und wer davon profitiert
Ratgeber Strompreise

Negative Strompreise: Wann sie entstehen und wer davon profitiert

An der Börse fällt der Strompreis immer öfter unter null. Hier liest du, warum das passiert, weshalb deine Rechnung trotzdem nicht negativ wird und wann ein dynamischer Tarif für dich sinnvoll ist.

11 Minuten Lesezeit Quellen: Bundesnetzagentur, SMARD, EnWG Aktualisiert am 23. September 2026
Inhaltsverzeichnis
  1. Was sind negative Strompreise?
  2. Warum sie entstehen
  3. Wann sie auftreten
  4. Bekomme ich Geld?
  5. Wer profitiert
  6. Dynamischer Tarif
  7. PV-Anlage
  8. Risiken
  9. Lohnt es sich?
  10. Fünf Tipps
  11. Tarifcheck
  12. Häufige Fragen
  13. Fazit

Kurz gesagt: Negative Strompreise entstehen an der Strombörse, wenn mehr Strom angeboten wird, als gerade gebraucht, gespeichert oder exportiert werden kann – typisch an sonnigen, windigen Wochenenden und Feiertagen. 2025 war der Großhandelspreis in 573 von 8.760 Stunden negativ. Mit einem normalen Festpreistarif merkst du davon nichts. Nur ein dynamischer Stromtarif mit intelligentem Messsystem gibt den Börsenpreis weiter – und auch dann bleiben Netzentgelte, Steuern und Umlagen, sodass dein Strom günstiger, aber praktisch nie kostenlos wird.

Das Wichtigste in Kürze
  • Wo: am Großhandelsmarkt (Day-Ahead und Intraday), nicht auf deiner Rechnung.
  • Wie oft: 2025 in 573 Stunden, 2023 noch in 301 Stunden (Bundesnetzagentur).
  • Wer profitiert: Haushalte mit dynamischem Tarif und steuerbaren Verbrauchern wie E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher.
  • Voraussetzung: ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Seit 2025 muss jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten (§ 41a EnWG).
  • Photovoltaik: Für neue Solaranlagen entfällt die Vergütung, solange der Spotmarktpreis unter null liegt. Der Förderzeitraum verlängert sich dafür.

Was sind negative Strompreise?

Ein Strompreis ist negativ, wenn Erzeuger an der Strombörse dafür bezahlen, dass jemand ihren Strom abnimmt. Das klingt paradox, hat aber einen einfachen Grund: Strom muss in jedem Moment genau so verbraucht werden, wie er erzeugt wird. Ist zu viel im Netz, kostet es manche Kraftwerke mehr, ihre Leistung zu drosseln, als für ein paar Stunden draufzuzahlen. Der Preis folgt dabei dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: Entsteht ein Überangebot an Strom, fällt er – im Extremfall unter null.

Gehandelt wird am Day-Ahead-Markt (Strom für den nächsten Tag) und am Intraday-Markt (kurzfristig am selben Tag). Seit Oktober 2025 wird am Day-Ahead-Markt in Viertelstunden gehandelt, deshalb weist SMARD solche Minuspreise inzwischen je Viertelstunde aus. Der negative Strompreis betrifft also zunächst nur den Großhandel – was davon bei dir ankommt, hängt von deinem Tarif ab. Wie der Preis am Day-Ahead-Markt entsteht, zeigt unser Ratgeber Day-Ahead-Strompreis.

So oft war der Börsenstrompreis negativ
202269 Stunden
2023301 Stunden
2024 (Schaltjahr, 8.784 Stunden)457 Stunden
2025 (8.760 Stunden)573 Stunden
2. Quartal 20251.380 Viertelstunden
2. Quartal 20261.006 Viertelstunden
Tiefster Preis im 2. Quartal 2026−500 €/MWh
Quellen: Bundesnetzagentur, Jahresmeldungen zum Strommarkt vom 04.01.2023, 03.01.2024 und 05.01.2026; SMARD, Der Strommarkt im 2. Quartal 2026. Abgerufen am 23.09.2026.

Warum werden Strompreise negativ?

Minuspreise sind kein Zeichen für „wertlosen“ Strom, sondern für ein kurzes Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch. Mehrere Dinge kommen dabei zusammen:

  • Viel Strom aus erneuerbaren Energien: An sonnigen und windigen Tagen speisen Tausende Wind- und Solarparks gleichzeitig ein. Die Einspeisung aus Photovoltaik lag 2025 laut Bundesnetzagentur bei 74,1 TWh, deutlich mehr als im Vorjahr.
  • Wenig Nachfrage: Am Wochenende, an Feiertagen und über Mittag laufen weniger Fabriken und Büros.
  • Konventionelle Kraftwerke: Manche lassen sich nicht flexibel herunterfahren oder müssen für Netzstabilität und Wärmeversorgung weiterlaufen.
  • Fehlende Flexibilität: Speicher, Export und steuerbare Verbraucher reichen nicht aus, um den Überschuss aufzunehmen.
  • Feste Vergütungen: Viele ältere Wind- und Solaranlagen erhalten ihre Einspeisevergütung oder Marktprämie unabhängig vom Börsenpreis und haben deshalb keinen Anreiz, die Stromproduktion zu drosseln.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien im Zuge der Energiewende ist die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen deutlich gestiegen – von 69 im Jahr 2022 auf 573 im Jahr 2025. Das Gegenstück gibt es auch: In knappen Stunden steigt der Preis stark. Im 2. Quartal 2026 lag der Höchstwert am Day-Ahead-Markt bei 747,10 €/MWh, in 86 Viertelstunden über 300 €/MWh. Wer den Börsenpreis direkt zahlt, trägt beide Seiten.

Wann treten negative Strompreise auf?

Minuspreise häufen sich in den sonnenreichen Monaten und dort in den Mittagsstunden. Besonders oft treten sie an Wochenenden und Feiertagen auf, wenn hohe Solarerzeugung auf niedrigen Verbrauch trifft. In der dunklen Jahreszeit sorgt eher starker Wind für Überschüsse, etwa nachts oder über die Weihnachtsfeiertage.

Ob die Preise heute oder morgen negativ werden, siehst du am Vortag: Die Day-Ahead-Preise für den Folgetag stehen jeweils mittags fest und sind auf SMARD, der Datenplattform der Bundesnetzagentur, frei einsehbar. Viele Anbieter dynamischer Tarife zeigen sie auch in ihrer App an.

Einordnung

Mehr Minusstunden bedeuten nicht automatisch billigeren Strom im Jahresschnitt. 2025 stieg der durchschnittliche Day-Ahead-Preis trotzdem um 13,8 Prozent auf 89,32 €/MWh. Einzelne Minusstunden sagen also wenig über deine Jahresrechnung aus.

Bekomme ich bei negativen Strompreisen Geld?

Mit einem normalen Festpreis- oder Grundversorgungstarif: nein. Du zahlst deinen vereinbarten Arbeitspreis, egal was an der Börse passiert. Die Kosten der Beschaffung sind darin schon eingerechnet.

Mit einem dynamischen Stromtarif wird der Börsenpreis Stunde für Stunde oder Viertelstunde für Viertelstunde an dich weitergegeben. Fällt er unter null, sinkt dein Preis in diesem Zeitraum. Ein großer Teil deines Strompreises hängt aber gar nicht an der Börse und bleibt bestehen:

  • Netzentgelte
  • Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen
  • Entgelt für den Messstellenbetrieb
  • Aufschlag und Grundgebühr des Anbieters
  • Mehrwertsteuer
Modellrechnung: Warum negativ nicht kostenlos heißt
Börsenpreis in der Stunde−5,0 ct/kWh
Übrige Bestandteile netto (Annahme)+22,0 ct/kWh
Zwischensumme netto17,0 ct/kWh
Endpreis mit 19 % Mehrwertsteuerca. 20,2 ct/kWh
Modellrechnung mit frei gewählten Annahmen, kein Tarifangebot. Die festen Bestandteile unterscheiden sich je nach Netzgebiet und Anbieter.

Der Strom wird in solchen Stunden also deutlich günstiger, aber in aller Regel nicht kostenlos – und schon gar nicht bekommst du Geld dafür, dass du ihn verbrauchst. Wie sich dein Arbeitspreis zusammensetzt, erklärt unser Ratgeber zum Arbeitspreis Strom.

Wer von negativen Strompreisen profitiert

Profitieren kannst du nur, wenn du deinen Stromverbrauch flexibel in günstige Stunden verschiebst. Das lohnt sich vor allem bei großen Strommengen:

Elektroauto

Ein E-Auto braucht viele Kilowattstunden und steht oft Stunden am Stück. Mit einer steuerbaren Wallbox lädst du automatisch, wenn der Preis fällt. Was Wallbox und Installation kosten, zeigt unser Ratgeber Wallbox Kosten.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe kann in günstigen Stunden Warmwasserspeicher und Gebäude vorheizen – innerhalb der Grenzen von Komfort und Technik. Nicht jede Wärmepumpe lässt sich nach Börsenpreis steuern. Ob ein separater Tarif passt, klärt unser Ratgeber zum Wärmepumpentarif.

Batteriespeicher

Ein Speicher kann günstigen Netzstrom aufnehmen und später abgeben. Ob sich das rechnet, hängt von Kaufpreis, nutzbarer Kapazität, Wirkungsgrad und Ladezyklen ab. Einzelne Minusstunden rechtfertigen allein keinen Speicherkauf. Mehr dazu unter Stromspeicher Kosten.

Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine

Diese Geräte lassen sich per Startzeitvorwahl oder Smart Plug verschieben. Weil sie pro Durchgang nur wenig Strom brauchen, bleibt der Spareffekt klein. Ohne E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher ist das Potenzial eines dynamischen Tarifs meist begrenzt.

Was du für einen dynamischen Stromtarif brauchst

Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant Kunden mit intelligentem Messsystem einen Vertrag mit dynamischem Tarif anbieten (§ 41a Abs. 2 EnWG). Ohne dieses Messsystem kann dein Stromverbrauch nicht viertelstundengenau abgerechnet werden. Ob dein Zähler schon passt und was ein Smart Meter kostet, erklärt unser Ratgeber zur Smart-Meter-Pflicht.

  • Intelligentes Messsystem vorhanden oder bestellbar? Ein digitaler Zähler ohne Gateway reicht nicht.
  • Wie wird der Börsenpreis weitergegeben? Stündlich oder viertelstündlich, mit welchem Aufschlag je kWh?
  • Grundgebühr und Messkosten? Beide fallen jeden Monat an, egal wie günstig einzelne Stunden sind.
  • Preisobergrenze? Prüfe, ob und wie der Tarif das Risiko hoher Börsenpreise begrenzt.
  • Steuerung? Gibt es eine App oder Schnittstelle, die Wallbox, Wärmepumpe oder Speicher automatisch schaltet?

Welche Anbieter dynamische Tarife haben und wie sie sich unterscheiden, findest du im Vergleich dynamischer Stromtarife. Ob sich so ein Tarif für deinen Haushalt eignet, prüfst du in zwei Minuten mit unserem Eignungscheck.

Negative Strompreise und deine PV-Anlage

Für Betreiber von Solaranlagen hat das Ganze eine Kehrseite. Nach § 51 EEG verringert sich der anzulegende Wert – also die Grundlage für Einspeisevergütung und Marktprämie in der Direktvermarktung – auf null, solange ein negativer Spotmarktpreis gilt. Für die Einspeisung in diesen Zeiten gibt es dann kein Geld.

  • Ausnahme kleine Solaranlagen: Unter 100 kW gilt die Regel erst ab dem Ende des Kalenderjahres, in dem ein intelligentes Messsystem eingebaut wird. Für Steckersolargeräte und andere Kleinstanlagen unter 2 kW gilt eine eigene Übergangsregel.
  • Ausgleich: Der Vergütungszeitraum verlängert sich um die betroffenen Zeiten (§ 51a). Bei Solaranlagen wird die Zeit halbiert und über ein Kontingent an sonnenreichen Viertelstunden hinten angehängt.
  • Bestandsanlagen: Für sie gilt die ältere Gesetzesfassung, sie sind also nicht automatisch betroffen. Wer freiwillig in die neue Regel wechselt, bekommt 0,6 Cent je kWh mehr (§ 100 Abs. 47).

Für dich heißt das: In solchen Stunden lohnt es sich, den eigenen Solarstrom selbst zu verbrauchen, statt ihn einzuspeisen – etwa für E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher. Die aktuellen Sätze findest du in unserem Ratgeber zur Einspeisevergütung.

Welche Risiken ein dynamischer Tarif hat

Wer von negativen Preisen profitieren will, holt sich auch die teuren Stunden ins Haus. Die wichtigsten Risiken:

  • Preisspitzen: Im 2. Quartal 2026 lag der Großhandelspreis in 86 Viertelstunden über 300 €/MWh, in der Spitze bei 747,10 €/MWh. Wer dann kochen, heizen oder laden muss, zahlt drauf.
  • Überschätzte Flexibilität: Kochen, Duschen und Licht lassen sich kaum verschieben. Ohne große steuerbare Verbraucher bleibt der Vorteil klein.
  • Zusatzkosten: Smart-Meter-Entgelt, Grundgebühr und Aufschläge können einen Teil der Ersparnis aufzehren.
  • Technik: Wallbox, Wärmepumpe und Tarif-App müssen zusammenspielen. Prüfe die Schnittstellen vor dem Wechsel.

Die entscheidende Größe ist deshalb nicht die spektakulärste Minusstunde, sondern deine gesamte Jahresrechnung im Vergleich zu einem guten Festpreistarif. Wie sich die Preise langfristig entwickeln, liest du unter Strompreisentwicklung.

Lohnt sich ein dynamischer Tarif für dich?

Schnelle Einordnung

E-Auto mit steuerbarer WallboxGroße Lademengen lassen sich automatisch in günstige Stunden legen.

eher ja

Wärmepumpe mit Speicher oder PufferspeicherVorheizen in günstigen Stunden möglich, wenn die Steuerung mitspielt.

prüfen

Batteriespeicher mit NetzladungNur sinnvoll, wenn der Preisunterschied die Speicherverluste deutlich übersteigt.

prüfen

Wohnung ohne große steuerbare VerbraucherWenig verschiebbarer Verbrauch, dafür volles Preisrisiko.

eher Festpreis
Grobe Orientierung, keine Einzelfallberatung. Entscheidend sind dein Verbrauch, dein Zähler und die Tarifkonditionen.

Wie ein dynamischer Tarif im Detail funktioniert und worauf du beim Abschluss achtest, erklärt unser Ratgeber Dynamischer Stromtarif.

Tipps & Tricks aus der Praxis

Fünf Tipps, um günstige Stunden zu nutzen

  1. Große Verbraucher zuerst. E-Auto, Wärmepumpe und Speicher bringen mehr als jede Waschmaschine.
  2. Automatisch statt von Hand. Lass Wallbox oder Energiemanager nach Preis schalten, statt täglich Kurven zu beobachten.
  3. Komfortgrenzen festlegen. Heizung und Warmwasser müssen auch in teuren Stunden funktionieren.
  4. Day-Ahead-Preise ansehen. Die Preise für morgen stehen mittags fest – auf SMARD oder in der Tarif-App.
  5. Jahresrechnung vergleichen. Rechne nach zwölf Monaten gegen einen guten Festpreistarif, nicht gegen einzelne Minusstunden.

Festpreis oder dynamisch? Jetzt Tarif prüfen

Ob sich ein dynamischer Tarif für dich lohnt, hängt von Verbrauch, Zähler und steuerbaren Geräten ab. Wir vergleichen Stromtarife aus unserem Partnernetzwerk für deinen Haushalt, kostenlos und ohne Verpflichtung.

Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.

Häufige Fragen zu negativen Strompreisen

Die wichtigsten Antworten zu Ursachen, Tarifen und PV-Anlagen.

Warum gibt es negative Strompreise?

Weil kurzfristig ein Überangebot an Strom entsteht: Viel Strom aus erneuerbaren Energien trifft auf geringe Nachfrage, und konventionelle Kraftwerke laufen weiter. Der Preis folgt Angebot und Nachfrage und fällt dann unter null.

Wie oft waren die Strompreise 2025 negativ?

Laut Bundesnetzagentur in 573 von 8.760 Stunden. 2024 waren es 457, 2023 noch 301 Stunden.

Bekomme ich bei negativen Strompreisen Geld zurück?

Mit einem Festpreistarif nicht. Mit einem dynamischen Tarif sinkt dein Preis in diesen Zeiten, Netzentgelte, Steuern, Umlagen und Messkosten bleiben aber. Deine Rechnung wird deshalb praktisch nie negativ.

Wann sind negative Strompreise am häufigsten?

Vor allem an sonnigen Wochenenden und Feiertagen über Mittag. In der dunklen Jahreszeit eher bei starkem Wind, etwa nachts oder über die Feiertage.

Brauche ich für einen dynamischen Tarif einen Smart Meter?

Ja. Für die viertelstundengenaue Abrechnung ist ein intelligentes Messsystem nötig. Seit 2025 muss jeder Stromlieferant Kunden mit einem solchen System einen dynamischen Tarif anbieten (§ 41a EnWG).

Was bedeuten negative Strompreise für meine PV-Anlage?

Für neue Solaranlagen entfällt nach § 51 EEG die Vergütung, solange der Spotmarktpreis unter null liegt. Unter 100 kW gilt das erst, sobald ein intelligentes Messsystem eingebaut ist. Der Vergütungszeitraum verlängert sich dafür.

Lohnt sich ein Batteriespeicher wegen negativer Preise?

Allein deswegen meist nicht. Entscheidend sind Kaufpreis, nutzbare Kapazität, Wirkungsgrad, Ladezyklen und der langfristige Preisunterschied zwischen günstigen und teuren Stunden.

Wo sehe ich, ob der Strompreis heute negativ ist?

Auf SMARD, der Datenplattform der Bundesnetzagentur, stehen die Day-Ahead-Preise für den Folgetag. Viele Anbieter dynamischer Tarife zeigen sie auch in ihrer App.

Fazit

Negative Strompreise sind ein Marktsignal: In manchen Stunden gibt es mehr Strom, als das System aufnehmen kann – 2025 in 573 Stunden. Bei dir kommt davon nur etwas an, wenn dein Tarif den Börsenpreis weitergibt und du Verbrauch gezielt verschieben kannst. Selbst dann bleiben Netzentgelte, Steuern und Umlagen, der Strom wird also günstiger, aber nicht kostenlos. Mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher kann sich ein dynamischer Tarif lohnen; ohne große steuerbare Verbraucher ist ein guter Festpreistarif oft die planbarere Wahl.

Christian Grünefeld · Ganter Energie

Ganter Energie vermittelt Strom- und Gastarife für Haushalte und Gewerbe. Die Zahlen stammen von der Bundesnetzagentur und SMARD, die Rechtsangaben aus EnWG und EEG, Stand 23.09.2026. Maßgeblich sind die Bedingungen deines Vertrags.

Quellen und Stand der Angaben

Alle Quellen abgerufen am 23.09.2026. Börsenwerte sind Großhandelspreise und keine Endkundenpreise.