Raumtemperatur: Wie warm sollte es in welchem Raum sein?
Ratgeber Heizen

Raumtemperatur: Wie warm sollte es in welchem Raum sein?

Die empfohlene Temperatur für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad, die Zahlen am Thermostat, die Grenze für Schimmel und was ein Grad weniger spart.

8 Minuten Lesezeit Quellen: Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, co2online Aktualisiert am 25. September 2026
Inhaltsverzeichnis
  1. Raumtemperatur je Raum
  2. Wohnzimmer und Arbeitszimmer
  3. Schlafzimmer
  4. Bad, Küche und Flur
  5. Nachts und bei Abwesenheit
  6. Thermostat richtig einstellen
  7. Raumtemperatur messen
  8. Luftfeuchtigkeit und Schimmel
  9. Was ein Grad weniger spart
  10. Mindesttemperatur in der Mietwohnung
  11. Fünf Tipps
  12. Heizkosten senken
  13. Häufige Fragen
  14. Fazit

Kurz gesagt: Die optimale Raumtemperatur liegt im Wohnzimmer bei etwa 20 °C, im Schlafzimmer bei 16 bis 18 °C, in der Küche bei rund 18 °C und im Bad beim Duschen etwas höher. Nachts und bei Abwesenheit reichen etwa 18 °C. Dauerhaft unter 16 °C solltest du nicht gehen, sonst droht Schimmel. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie.

Wie warm es zu Hause sein sollte, ist zum Teil Geschmack. Es gibt aber klare Empfehlungen vom Umweltbundesamt, der Verbraucherzentrale und co2online, die Behaglichkeit, Gesundheit und Heizkosten zusammenbringen. Denn die Raumtemperatur ist der größte Hebel, den du beim Heizen selbst in der Hand hast.

Hier findest du die empfohlene Temperatur für jeden Raum, die Bedeutung der Zahlen am Thermostat, die Grenze für Schimmel, die Mindesttemperatur in der Mietwohnung und eine Rechnung, was ein Grad weniger bringt.

Das Wichtigste in Kürze

Drei Zahlen reichen für die meisten Wohnungen: 20, 18 und 16 Grad.

  • 20 °C in Wohnzimmer und Arbeitszimmer, am Thermostat etwa Stufe 3.
  • 16 bis 18 °C im Schlafzimmer und nachts, rund 18 °C in der Küche.
  • Nicht unter 16 °C, sonst steigt das Schimmelrisiko. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie.

Optimale Raumtemperatur: Tabelle für jeden Raum

Die Empfehlungen der Fachstellen liegen nah beieinander. Diese Tabelle fasst sie zusammen, die Thermostatstufe gilt für klassische Heizkörperthermostate:

RaumEmpfohlene TemperaturThermostat
Wohnzimmer, Arbeitszimmerca. 20 °CStufe 3
Kücheca. 18 °CStufe 2 bis 3
Schlafzimmer16 bis 18 °CStufe 2 bis 2,5
Bad (während der Nutzung)bis ca. 24 °CStufe 4
Flur, wenig genutzte Räumeca. 16 °CStufe 2
Nachts und bei kurzer Abwesenheitca. 18 °CAbsenkung
Mehrere Tage abwesendca. 15 °CStufe 1 bis 2

Quellen der Werte: Verbraucherzentrale (Wohnzimmer 20 °C, Schlafzimmer 18 °C, wenig genutzte Räume 16 °C), Umweltbundesamt (Küche 18 °C, Schlafzimmer 17 °C, Abwesenheit 18 °C bzw. 15 °C) und co2online (Thermostatstufen). Die Stufen sind Richtwerte, denn Hersteller und Einbausituation unterscheiden sich.

Raumtemperatur im Wohnzimmer und Arbeitszimmer

Im Wohnzimmer sitzt du still, liest oder schaust fern. Deshalb empfinden die meisten hier rund 20 Grad Celsius als angenehm. Wer schnell friert, landet eher bei 21 oder 22 Grad, zahlt dafür aber pro Grad rund 6 Prozent mehr Heizenergie. Das Umweltbundesamt empfiehlt, im Wohnbereich möglichst nicht über 20 °C zu heizen. Für das Arbeitszimmer im Homeoffice gilt dasselbe: 20 °C reichen, wenn du am Schreibtisch sitzt.

Wichtig ist nicht nur die Lufttemperatur. Kalte Außenwände oder zugige Fenster lassen einen Raum kälter wirken, als das Thermometer anzeigt. Dann hilft es mehr, Zugluft abzustellen, als das Thermostat höher zu drehen.

Temperatur im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer darf es kühler sein. Die Verbraucherzentrale empfiehlt 18 °C, das Umweltbundesamt 17 °C, co2online ordnet dem Schlafzimmer Stufe 2 zu, also etwa 16 °C. Als Faustregel gelten deshalb 16 bis 18 Grad, das empfinden viele auch für einen erholsamen Schlaf als angenehm. Wer trotzdem in ein warmes Bett steigen will, kann es mit einem Wärmeunterbett oder einer Heizdecke vorwärmen, statt das ganze Schlafzimmer zu heizen.

Kühler als 16 °C sollte es aber nicht dauerhaft werden. In kalten Schlafzimmern schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Atemluft an den Wänden nieder, besonders hinter Schränken an Außenwänden. Lüfte morgens fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster, so rät es das Umweltbundesamt.

Bad, Küche und Flur

  • Bad: Beim Baden oder Duschen darf es wärmer sein. co2online ordnet dem Bad Stufe 4 zu, das sind etwa 24 °C. Außerhalb der Nutzung reicht eine niedrigere Stufe, halte die Tür aber geschlossen, damit die feuchte Luft nicht in kühlere Räume zieht.
  • Küche: Herd, Backofen und Kühlschrank geben Wärme ab. Deshalb reichen laut Umweltbundesamt etwa 18 °C.
  • Kinderzimmer: Tagsüber wie ein Wohnraum, also rund 20 Grad Celsius, nachts wie ein Schlafzimmer.
  • Flur und Abstellraum: Wenig genutzte Räume brauchen nur rund 16 °C. Halte die Türen zu wärmeren Räumen geschlossen.

Raumtemperatur nachts und bei Abwesenheit

Nachts und wenn tagsüber niemand zu Hause ist, reichen laut Umweltbundesamt etwa 18 Grad Celsius. Du kannst die Temperatur also gezielt absenken. Bist du mehrere Tage weg, empfiehlt das Umweltbundesamt rund 15 °C. Ganz herunterdrehen solltest du die Heizung nicht, denn ausgekühlte Wände brauchen lange, bis sie wieder warm sind, und das Schimmelrisiko steigt.

Am einfachsten gelingt die Absenkung mit programmierbaren oder smarten Heizkörperthermostaten. Laut Umweltbundesamt und co2online sparen sie im Schnitt etwa 10 Prozent Heizenergie, weil sie zuverlässig zur richtigen Zeit herunter- und wieder hochregeln.

Thermostat richtig einstellen: Was die Zahlen bedeuten

Die Zahlen am Heizkörperthermostat stehen nicht für Heizleistung, sondern für eine Zieltemperatur im Raum. Das Ventil öffnet, bis die Temperatur erreicht ist, und schließt dann. Nach co2online entsprechen die Stufen ungefähr diesen Werten:

Heizkörperthermostat: Stufen und Raumtemperatur
Stern: ca. 6 °CFrostschutz, etwa für Keller oder lange Abwesenheit im Winter.
Stufe 1: ca. 12 °CTreppenhaus oder Abstellraum.
Stufe 2: ca. 16 °CSchlafzimmer, Flur und wenig genutzte Räume.
Stufe 3: ca. 20 °CWohnzimmer, Arbeitszimmer und Küche.
Stufe 4: ca. 24 °CBadezimmer während der Nutzung.
Stufe 5: ca. 28 °CMaximalstufe, im Alltag nicht nötig.
Zwischen zwei Stufen liegen etwa 4 Grad. Die genauen Werte hängen vom Hersteller und davon ab, wo der Heizkörper sitzt.

Wie gut die Heizung arbeitet, hängt auch vom Heizkörper selbst ab. Gluckert er oder bleibt er oben kalt, hilft Heizung entlüften.

Raumtemperatur richtig messen

Das Gefühl täuscht oft, deshalb lohnt ein Thermometer. So misst du richtig:

  • Stell das Thermometer in die Raummitte, etwa in Sitz- oder Kopfhöhe.
  • Nicht direkt am Heizkörper, am Fenster, an einer kalten Außenwand oder in der Sonne messen.
  • Miss nach dem Lüften erst, wenn sich die Luft wieder erwärmt hat.
  • Ein Gerät mit Hygrometer zeigt gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit, das hilft gegen Schimmel.

Luftfeuchtigkeit und Schimmel: die Untergrenze

Je kälter ein Raum ist, desto weniger Feuchtigkeit kann die Luft halten. Die Feuchtigkeit schlägt sich dann an den kältesten Stellen nieder, oft in Ecken und hinter Möbeln an Außenwänden. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, nicht unter 16 °C zu gehen. Das Umweltbundesamt warnt, dass das Schimmelrisiko unter 16 bis 18 °C deutlich steigt. Ist ein Kellerraum dauerhaft zu feucht, lies unseren Ratgeber zum Luftentfeuchter für den Keller.

Richtwerte für ein gesundes Raumklima

Das Umweltbundesamt empfiehlt, die relative Luftfeuchte im Winter unter 50 Prozent zu halten und ab 60 Prozent mehr zu lüften. Für die Lüftung gilt: Stoßlüfte zwei- bis dreimal am Tag für etwa fünf Minuten statt das Fenster dauerhaft zu kippen, und lass zwischen Möbeln und Außenwand einige Zentimeter Abstand.

Was ein Grad weniger Raumtemperatur spart

Nach Angaben der Verbraucherzentrale und von co2online spart jedes Grad weniger rund 6 Prozent Heizenergie. So sparst du Energie und Geld zugleich:

  • Beispiel: Du zahlst 1.200 Euro Heizkosten im Jahr. Senkst du die Raumtemperatur von 21 auf 20 °C, sind das rechnerisch rund 72 Euro weniger, bei zwei Grad rund 140 Euro.
  • Wohnungen mit Heizkostenverteilern: Hier wirkt die Ersparnis nur auf den Verbrauchsanteil deiner Abrechnung, der Grundkostenanteil nach Fläche bleibt gleich.

Ob deine Kosten insgesamt im normalen Rahmen liegen, zeigt der Ratgeber Heizkosten pro qm. Steigt dein Verbrauch trotz normaler Temperaturen, findest du mögliche Ursachen unter Gasverbrauch zu hoch.

Wie viel Gas du im Vergleich verbrauchst, rechnest du mit dem kostenlosen Gasverbrauch-Rechner aus.

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Mindesttemperatur in der Mietwohnung

Ein Gesetz mit einer festen Zahl gibt es nicht. Die Werte stammen aus der Rechtsprechung. Der Deutsche Mieterbund nennt für die Heizperiode, die spätestens am 1. Oktober beginnt:

  • Tagsüber von 6 bis 24 Uhr: mindestens 20 bis 22 Grad in den Wohnräumen.
  • Nachts: eine Absenkung auf etwa 18 °C ist zulässig.

Erreicht die Heizung diese Werte nicht, informiere deinen Vermieter schriftlich und verlange eine Reparatur. Laut Mieterbund kann bei nur 16 bis 18 °C eine Mietminderung von 20 bis 30 Prozent möglich sein. Lass dich vor einer Minderung beim Mieterverein beraten. Umgekehrt gibt es für Mieter keine grundsätzliche Pflicht zu heizen, die Wohnung darf aber nicht durch Auskühlen Schaden nehmen. Wie deine Heizkosten verteilt werden, erklärt Heizkostenabrechnung prüfen.

Tipps & Tricks aus der Praxis

Fünf Tipps für die richtige Raumtemperatur

  1. Ein Thermometer pro Hauptraum. So weißt du, ob 20 °C wirklich 20 °C sind, statt nach Gefühl zu drehen.
  2. Türen zu kühleren Räumen schließen. Sonst zieht warme, feuchte Luft ins Schlafzimmer und kondensiert dort.
  3. Heizkörper freihalten. Vorhänge und Möbel vor dem Heizkörper stauen die Wärme und verfälschen das Thermostat.
  4. Rollläden nachts schließen. Laut Umweltbundesamt verringert das die Wärmeverluste um etwa 20 Prozent.
  5. Absenkung automatisieren. Programmierbare Thermostate senken nachts und tagsüber zuverlässig ab und sparen im Schnitt etwa 10 Prozent.

Heizkosten senken: Temperatur und Tarif prüfen

Die richtige Raumtemperatur senkt deinen Verbrauch. Mit einem eigenen Gas- oder Heizstromvertrag entscheidet zusätzlich dein Tarif über die Kosten. Wir prüfen kostenlos, ob ein günstigerer Tarif für dich drin ist.

Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis. Eine Rechtsberatung, etwa zur Mindesttemperatur in der Mietwohnung, bieten wir nicht an.

Häufig gestellte Fragen zur Raumtemperatur

Welche Raumtemperatur ist normal?

In genutzten Wohnräumen gelten rund 20 °C als üblich. Die Verbraucherzentrale empfiehlt 20 °C im Wohnzimmer, 18 °C im Schlafzimmer und 16 °C in wenig genutzten Räumen. Das Umweltbundesamt rät, im Wohnbereich möglichst nicht über 20 °C zu heizen.

Wie warm sollte das Wohnzimmer sein?

Rund 20 °C. Das entspricht am klassischen Thermostat etwa Stufe 3. Wer es wärmer mag, sollte wissen: Jedes Grad mehr erhöht den Heizenergieverbrauch um rund 6 Prozent.

Welche Temperatur ist im Schlafzimmer ideal?

Empfohlen werden 16 bis 18 °C. Die Verbraucherzentrale nennt 18 °C, das Umweltbundesamt 17 °C. Unter 16 °C sollte das Schlafzimmer nicht dauerhaft auskühlen, weil sonst Schimmel droht.

Wie warm sollte das Badezimmer sein?

Das Bad darf wärmer sein als die übrigen Räume, vor allem beim Duschen. co2online ordnet dem Bad Stufe 4 am Thermostat zu, das sind etwa 24 °C. Außerhalb der Nutzung reicht eine niedrigere Stufe.

Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?

Nach Angaben von Verbraucherzentrale und co2online rund 6 Prozent Heizenergie pro Grad. Bei 1.200 Euro Heizkosten im Jahr sind das rechnerisch etwa 72 Euro.

Was bedeuten die Zahlen am Heizkörperthermostat?

Die Stufen stehen für Zieltemperaturen, nicht für Heizleistung. Nach co2online entspricht Stufe 1 etwa 12 °C, Stufe 2 etwa 16 °C, Stufe 3 etwa 20 °C, Stufe 4 etwa 24 °C und Stufe 5 etwa 28 °C. Der Stern steht für Frostschutz bei etwa 6 °C.

Ab welcher Raumtemperatur droht Schimmel?

Die Verbraucherzentrale rät, nicht unter 16 °C zu gehen, weil sonst Schimmel droht. Das Umweltbundesamt warnt, dass das Risiko unter 16 bis 18 °C deutlich steigt, vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Welche Mindesttemperatur muss der Vermieter gewährleisten?

Der Deutsche Mieterbund nennt für die Heizperiode tagsüber von 6 bis 24 Uhr mindestens 20 bis 22 °C und nachts etwa 18 °C. Eine gesetzliche Zahl gibt es nicht, die Werte stammen aus der Rechtsprechung.

Lohnt sich eine Nachtabsenkung?

Ja, in den meisten Wohnungen. Das Umweltbundesamt empfiehlt nachts und bei Abwesenheit etwa 18 °C, bei mehrtägiger Abwesenheit 15 °C. Programmierbare Thermostate übernehmen das automatisch und sparen laut Umweltbundesamt etwa 10 Prozent Energie.

Wie messe ich die Raumtemperatur richtig?

Mit einem Thermometer in der Raummitte, etwa in Sitz- oder Kopfhöhe. Nicht direkt am Heizkörper, am Fenster, an der Außenwand oder in der Sonne messen. Ein Thermometer mit Hygrometer zeigt zusätzlich die Luftfeuchtigkeit.

Fazit: 20 Grad reichen meistens

Mit rund 20 °C im Wohnzimmer, 16 bis 18 °C im Schlafzimmer, etwa 18 °C in der Küche und einer Absenkung in der Nacht bist du gut aufgestellt. Unter 16 °C solltest du nicht gehen, damit kein Schimmel entsteht. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie. Ein Thermometer, richtig eingestellte Thermostate und regelmäßiges Stoßlüften bringen dabei mehr als ständiges Nachregeln. Weitere Hebel vom Lüften bis zur Heizungseinstellung findest du im Ratgeber Heizkosten sparen.

Christian Grünefeld · Ganter Energie

Ganter Energie vermittelt Strom- und Gastarife für Haushalte und Gewerbe. Die Angaben hier sind allgemeine Informationen anhand der genannten Quellen, Stand 25.09.2026, und keine Rechtsberatung.

Quellen und Stand der Angaben

Empfehlungen und Richtwerte · Links geprüft am 25. September 2026 · Wortlaut-Prüfung ausstehend