Gaspreisentwicklung 2026: aktueller Stand, Bestandteile und Ausblick
Wo steht der Gaspreis gerade, was ist für 2026 tatsächlich beschlossen – und lohnt es sich, jetzt festzuschreiben? Dieser Beitrag trennt belegte Zahlen von Prognosen und nennt zu jeder Angabe Quelle und Stand.
Inhaltsverzeichnis
- Gaspreisentwicklung 2026: der aktuelle Stand
- Aktuelle Gaspreise für Neukunden und Bestandskunden
- Woraus sich der Gaspreis zusammensetzt
- Die staatlich gesetzten Bestandteile im Einzelnen
- Was sich 2026 geändert hat
- Großhandelspreise: warum hier keine Zahl steht
- Gaspreisentwicklung seit 2021
- Prognose 2026: was belegt ist und was nicht
- Festschreiben oder warten?
- Was eine Preisgarantie wirklich abdeckt
- Warum dein Preis regional abweicht
- Deinen Gaspreis nachrechnen
- Fünf Tipps aus der Praxis
- Gastarif prüfen lassen
- Häufige Fragen zur Gaspreisentwicklung
- Fazit
Die Gaspreisentwicklung verläuft 2026 seitwärts: Eine weggefallene Umlage und ein gestiegener CO2-Preis heben sich weitgehend auf.
- Aktueller Marktschnitt: 11,93 Cent je Kilowattstunde im Einfamilienhaus, 11,17 ct/kWh im Mehrfamilienhaus (BDEW, Stand 24.08.2026).
- Entlastung: Die Gasspeicherumlage entfällt seit dem 1. Januar 2026 – rund 58 Euro im Jahr bei 20.000 kWh.
- Belastung: Der CO2-Preis wurde am 1. Juli 2026 beim Höchstpreis von 65 Euro je Tonne zugeteilt.
- Zum Vorkrisenniveau fehlt weiterhin viel: plus 79,1 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2021 (Destatis).
Gaspreisentwicklung 2026: der aktuelle Stand in Cent pro Kilowattstunde
Die aktuellste Marktübersicht ist die BDEW-Gaspreisanalyse mit Stand 24. August 2026. Danach zahlt ein Haushalt im Einfamilienhaus im Schnitt 11,93 Cent pro Kilowattstunde, im Mehrfamilienhaus 11,17 ct/kWh. Laut BDEW ist das der Gaspreis aktuell, also zum Stichtag der Analyse – gemessen in Cent pro Kilowattstunde Gas einschließlich aller Steuern und Umlagen. Der Unterschied zwischen beiden Wohnformen kommt nicht von einem besseren Tarif, sondern von der Abnahmemenge: Wer mehr Gas bezieht, verteilt den Grundpreis auf mehr Kilowattstunden.
Daneben steht die amtliche Statistik. Das Statistische Bundesamt weist für das 2. Halbjahr 2025 einen Durchschnitt von 12,23 ct/kWh aus, nach 12,13 ct/kWh im 1. Halbjahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 111 vom 31.03.2026). Gegenüber dem 2. Halbjahr 2024 sind das 0,4 Prozent weniger, gegenüber dem ersten Halbjahr 0,8 Prozent mehr.
Dass beide Zahlen auseinandergehen, ist kein Widerspruch. Der BDEW-Wert bildet den Markt zu einem Stichtag ab und enthält neu abgeschlossene Verträge. Die Destatis-Reihe erfasst alle Bestandsverträge eines kompletten Halbjahres und reagiert deshalb träger – und liegt in einer Phase sinkender Neukundenpreise über dem Marktschnitt.
Aktuelle Gaspreise für Neukunden und Bestandskunden
Die Zahlen oben sind Durchschnitte über alle Verträge. Wer die aktuellen Gaspreise vergleichen will, muss zwei Gruppen trennen. Neukunden bekommen in der Regel den günstigeren Arbeitspreis, weil Gasanbieter dort mit kurzfristig eingekaufter Energie kalkulieren. Bestandskunden zahlen dagegen länger die Konditionen ihres Abschlussjahres weiter – nach oben wie nach unten.
Deshalb sagt der Blick auf die Gaspreise für Haushalte im Mittel wenig darüber, was du persönlich zahlst. Der durchschnittliche Gaspreis ist die Messlatte, nicht das Angebot. Gaspreise vergleichen heißt: dein eigener Arbeitspreis gegen konkrete Angebote für deine Postleitzahl, nicht gegen einen Bundesschnitt. Für Verbraucher ist deshalb der eigene Gastarif die einzig belastbare Bezugsgröße; an der Gasversorgung selbst ändert ein Wechsel nichts, geliefert wird weiter über dasselbe Netz.
Woraus sich der Gaspreis zusammensetzt
Wer die Gaspreise verstehen will, muss wissen, welcher Teil überhaupt beweglich ist. Der BDEW schlüsselt den Haushaltspreis in drei Blöcke auf: Beschaffung und Vertrieb machen knapp die Hälfte aus, die Netzentgelte rund ein Fünftel, Steuern, Abgaben und Umlagen rund 30 Prozent.
Die staatlich gesetzten Bestandteile im Einzelnen
Diese vier Posten stehen im Gesetz oder werden behördlich festgesetzt. Sie gelten für jeden Anbieter gleich, ein Wechsel ändert daran nichts:
- Energiesteuer: 5,50 Euro je Megawattstunde für Erdgas zum Verheizen, also 0,55 ct/kWh (Paragraf 2 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 Energiesteuergesetz).
- CO2-Preis: bei 65 Euro je Tonne rund 1,41 ct/kWh brutto, gerechnet mit dem amtlichen brennwertbezogenen Emissionsfaktor von 0,182 kg CO2 je kWh. Details im Beitrag zum CO2-Preis 2026.
- Umsatzsteuer: 19 Prozent. Der ermäßigte Satz auf Gaslieferungen galt nur vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 (Paragraf 28 Absatz 5 Umsatzsteuergesetz) und ist seitdem ausgelaufen.
- Marktgebietsumlagen: spielen 2026 praktisch keine Rolle. Trading Hub Europe weist für den laufenden Zeitraum eine SLP-Bilanzierungsumlage von 0 Euro je Megawattstunde aus, ebenso ein Konvertierungsentgelt von 0; die Konvertierungsumlage liegt bei 0,18 Euro je Megawattstunde, also 0,018 ct/kWh (abgerufen am 21.09.2026).
Dazu kommt die Konzessionsabgabe, die die Kommune für die Nutzung öffentlicher Wege erhebt. Sie ist auf deiner Rechnung ausgewiesen, fällt aber je Gemeinde unterschiedlich aus – einen bundesweiten Wert gibt es dafür nicht.
Was sich 2026 geändert hat: eine Entlastung, eine Belastung
Die beiden wichtigsten Änderungen des Jahres ziehen in entgegengesetzte Richtungen – und genau das erklärt, warum sich beim Endpreis wenig bewegt.
Die Gasspeicherumlage ist weg. Seit dem 1. Januar 2026 entfällt sie; das zugrunde liegende Gesetz trat am 28. November 2025 in Kraft, die Speicherkosten trägt seither der Bund. Zuletzt betrug die Umlage 0,289 ct/kWh, was bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh im Jahr eine Entlastung von knapp 58 Euro bedeutet. Diesen Wert nennen sowohl die Bundesregierung als auch die Bundesnetzagentur.
Der CO2-Preis ist gestiegen und wird nicht mehr festgelegt, sondern versteigert. Für 2026 gilt ein Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Die erste Versteigerung an der EEX am 1. Juli 2026 ging beim Höchstpreis von 65 Euro durch; rund 21,3 Millionen Zertifikaten standen Gebote über knapp 292 Millionen gegenüber (DEHSt, Meldung vom 02.07.2026). Gegenüber dem Festpreis von 55 Euro im Jahr 2025 sind das laut DEHSt plus 0,22 ct/kWh beim Erdgas, bei 20.000 kWh also rund 44 Euro.
Gasspeicherumlage entfälltseit 01.01.2026, zuletzt 0,289 ct/kWh
rund 58 € wenigerCO2-Preis 65 statt 55 Euro je Tonneplus 0,22 ct/kWh laut DEHSt
rund 44 € mehrNetzentgelteBDEW: leicht über Vorjahr, ohne belegte Prozentzahl
offenBeschaffungkeine prüfbare Börsennotierung zitierbar
offenGroßhandelspreise: warum hier keine Zahl steht
In fast jedem Beitrag zur Gaspreisentwicklung steht eine Börsenzahl – meistens ohne Quelle und ohne Stichtag. Bei der Recherche zu diesem Artikel standen sich zwei Angaben gegenüber: einmal ein Niveau von 35 bis 45 Euro je Megawattstunde für Anfang 2026, einmal ein Mehrjahreshoch von 84 Euro je Megawattstunde aus einem Medienbericht vom 14. September 2026. Beide ließen sich nicht gegen eine Notierung von ICE oder EEX prüfen; die EEX gibt ihre Marktdaten erst nach Zustimmung zu eigenen Nutzungsbedingungen frei.
Deshalb steht hier keine Zahl. Belegt ist nur die Richtung, und die kommt vom BDEW: Die Großhandelspreise sind seit der Hochphase der Energiekrise 2022 deutlich gesunken und haben sich auf einem stabileren Niveau eingependelt, liegen aber weiterhin über dem Stand vor der Krise.
Eine Zahl in Euro je Megawattstunde sagt ohne Datum, Produkt und Handelsplatz nichts aus. Der Spotpreis von heute, das Frontjahr und ein Monatsmittel unterscheiden sich deutlich. Wenn ein Ratgeber keine dieser drei Angaben macht, taugt die Zahl nicht als Entscheidungsgrundlage – und schon gar nicht als Prognose für deinen Endpreis, in dem die Beschaffung nur knapp die Hälfte ausmacht.
Gaspreisentwicklung seit 2021: der Abstand zum Vorkrisenniveau
Der wichtigste Langfristbefund steht in einem einzigen Satz des Statistischen Bundesamts: Im 2. Halbjahr 2025 lag der Gaspreis für private Haushalte 79,1 Prozent über dem 2. Halbjahr 2021. Rechnerisch entspricht das einem Ausgangswert von rund 6,8 ct/kWh vor der Energiekrise gegenüber 12,23 ct/kWh heute.
Die Bewegung der letzten beiden Jahre ist dagegen klein: 12,13 ct/kWh im 1. Halbjahr 2025, 12,23 ct/kWh im 2. Halbjahr 2025, ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Wer also auf eine Rückkehr zu den Preisen von 2021 wartet, wartet auf etwas, wofür es in den Daten bisher keinen Anhaltspunkt gibt. Die realistische Frage ist nicht, ob Gas wieder billig wird, sondern ob dein eigener Arbeitspreis zum Marktschnitt passt.
Wer die Gaspreisentwicklung in Deutschland über mehrere Jahre betrachtet, sieht drei Phasen: ruhige Jahre bis 2021, den Ausschlag der Energiekrise 2022 und 2023, und seit 2024 ein Seitwärtsband auf höherem Niveau. Dass die Gaspreise schwanken, bleibt dabei saisonal die Regel: Ein kalter Winter leert die Speicher schneller und treibt den Einkauf, ein milder entlastet ihn. Für Verträge mit Preisgarantie wirkt das erst verzögert, für Neuabschlüsse sofort.
Prognose 2026: was belegt ist und was nicht
Hier lohnt eine saubere Trennung, weil viele Prognosen im Netz von Anbietern stammen, die etwas anderes verkaufen wollen als Gas. Unter den Suchergebnissen zur Gaspreisentwicklung 2026 stehen auffällig viele Wärmepumpen- und Heizungsanbieter. Deren Ausblick fällt für Gas selten optimistisch aus – das ist kein Vorwurf, aber ein Grund, die Herkunft einer Prognose mitzulesen.
Beschlossen und damit sicher: der Wegfall der Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026, der CO2-Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne mit wöchentlicher Versteigerung an der EEX, die Nachkaufmöglichkeit zum Festpreis von 68 Euro und der Umsatzsteuersatz von 19 Prozent.
Nicht belegt und deshalb offen: die Höhe der Netzentgelte 2026 – der BDEW spricht nur von einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr, eine belastbare Prozentzahl nennt er nicht. Ebenso offen ist die weitere Entwicklung am Großhandel. Der BDEW beschreibt sie für 2026 qualitativ: im Januar der tiefste Stand der Beschaffungskosten seit 2021, danach ein Anstieg, im Jahresmittel weiter unter Vorjahr. Wetter im Winter und die Speicherfüllstände entscheiden über den Rest.
Für einen Haushalt mit Gasheizung heißt das in der Summe: Die Heizkosten bleiben 2026 voraussichtlich ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres, solange kein kalter Winter dazwischenkommt. Eine belastbare Zahl für die Veränderung gibt es nicht – wer eine nennt, rechnet mit Annahmen, nicht mit Belegen.
Preisgarantie festschreiben oder warten?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber sie lässt sich in fünf Schritten entscheiden. Der wichtigste kommt zuerst: Du brauchst deinen eigenen Preis, nicht den Durchschnitt.
Was eine Preisgarantie wirklich abdeckt
Genau hier liegt 2026 die häufigste Enttäuschung. Die meisten Angebote werben mit einer eingeschränkten Preisgarantie. Die deckt in aller Regel nur den Energieanteil ab, also Beschaffung und Vertrieb. Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte darf der Anbieter weiterhin weitergeben – und das sind zusammen rund die Hälfte deines Preises.
Für 2026 heißt das konkret: Steigende Netzentgelte und ein höherer CO2-Preis können trotz Preisgarantie auf deiner Rechnung ankommen. Eine Vollpreisgarantie schließt auch diese Posten ein, ist aber seltener und in der Regel teurer. Lies im Vertragstext nach, welche der beiden Varianten gemeint ist, bevor du unterschreibst.
Prüfe bei jedem Angebot mit Preisgarantie zwei Dinge zusammen: den Umfang der Garantie und ihre Laufzeit. Eine Vollpreisgarantie über sechs Monate ist weniger wert als eine eingeschränkte über zwei Jahre, wenn der Energieanteil ohnehin der größte Block ist. Und rechne einen Neukundenbonus heraus, bevor du zwei Angebote vergleichst: Ein einmaliger Bonus senkt den Preis im ersten Jahr rechnerisch um mehrere Cent je Kilowattstunde und verzerrt jeden Vergleich, sobald du länger als ein Jahr bleiben willst.
Warum dein Preis regional abweicht
Zwei Haushalte mit identischem Verbrauch und identischem Anbieter zahlen nicht zwangsläufig dasselbe. Der Grund sind die Netzentgelte: Sie werden je Netzgebiet festgelegt und unterscheiden sich je nach Region deutlich. In dünn besiedelten Gebieten verteilen sich die Netzkosten auf weniger Anschlüsse, entsprechend höher fällt der Anteil aus. Dazu kommt die kommunale Konzessionsabgabe. Wie du beides auf deiner Rechnung findest, steht im Beitrag zu den Netzentgelten Gas.
Deinen Gaspreis nachrechnen
Wenn deine Rechnung in Kubikmetern steht, brauchst du erst die Kilowattstunden, bevor du überhaupt vergleichen kannst.
Fünf Dinge, die bei der Gaspreisentwicklung den Unterschied machen
- Frag bei jeder Zahl nach dem Stand. Gaspreise ohne Datum sind wertlos. In diesem Beitrag steht hinter jeder Angabe die Quelle und der Stichtag.
- Prüfe, wer die Prognose schreibt. Wärmepumpen- und Heizungsanbieter ranken beim Thema weit oben. Ihre Aussagen zu Gas dienen einem anderen Ziel als deiner Tarifentscheidung.
- Ignoriere den Durchschnitt beim Wechsel. Der BDEW-Wert ist ein Marktschnitt, kein Angebotspreis. Verglichen wird dein Preis mit konkreten Angeboten für deine Postleitzahl.
- Die Gasspeicherumlage steht in vielen Ratgebern noch drin. Sie ist seit dem 1. Januar 2026 weg. Taucht sie auf deiner Abrechnung für 2026 noch auf, frag beim Anbieter nach.
- Rechne den Bonus heraus. Ein Neukundenbonus verzerrt den Preis im ersten Jahr. Vergleiche die Kosten über die gesamte Laufzeit, nicht über zwölf Monate.
Gastarif prüfen lassen
Schick uns Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Postleitzahl – wir rechnen nach, wie weit dein Tarif vom Marktschnitt entfernt liegt und ob ein Wechsel sich rechnet.
Bei einem erfolgreichen Abschluss oder einer Vermittlung kann Ganter Energie eine Vergütung aus unserem Netzwerk erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.
Häufige Fragen zur Gaspreisentwicklung
Die häufigsten Fragen zur Gaspreisentwicklung, kurz beantwortet und jeweils mit Quelle und Stand.
Wie hoch ist der Gaspreis 2026?
Im Schnitt 11,93 Cent je Kilowattstunde im Einfamilienhaus und 11,17 Cent im Mehrfamilienhaus. Das sind die Werte der BDEW-Gaspreisanalyse mit Stand 24. August 2026. Die amtliche Statistik für das 2. Halbjahr 2025 weist 12,23 Cent je Kilowattstunde aus.
Wie hat sich der Gaspreis seit 2021 entwickelt?
Er liegt weiterhin deutlich darüber. Das Statistische Bundesamt beziffert den Abstand für das 2. Halbjahr 2025 auf 79,1 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2021. Zwischen den beiden Halbjahren 2025 bewegte sich der Preis dagegen kaum: 12,13 und 12,23 Cent je Kilowattstunde.
Warum fällt der Gaspreis trotz gesunkener Großhandelspreise nicht stärker?
Weil Beschaffung und Vertrieb nur knapp die Hälfte des Endpreises ausmachen. Rund 30 Prozent entfallen auf Steuern, Abgaben und Umlagen, rund ein Fünftel auf Netzentgelte. Ein günstigerer Einkauf schlägt deshalb nur gedämpft durch.
Ist die Gasspeicherumlage 2026 noch fällig?
Nein. Sie ist zum 1. Januar 2026 entfallen, das zugehörige Gesetz trat am 28. November 2025 in Kraft. Zuletzt betrug sie 0,289 Cent je Kilowattstunde, was bei 20.000 Kilowattstunden im Jahr knapp 58 Euro entspricht. Die Speicherkosten trägt seither der Bund.
Wie stark verteuert der CO2-Preis das Gas 2026?
Der CO2-Preis wird seit 2026 versteigert, mit einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Die erste Auktion am 1. Juli 2026 ging beim Höchstpreis von 65 Euro durch. Gegenüber dem Festpreis von 55 Euro im Jahr 2025 sind das laut DEHSt 0,22 Cent je Kilowattstunde mehr, bei 20.000 Kilowattstunden rund 44 Euro.
Wie viel Prozent Mehrwertsteuer gelten auf Gas?
19 Prozent. Der ermäßigte Satz von 7 Prozent galt nur befristet vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 und ist seitdem ausgelaufen.
Soll ich meinen Gaspreis jetzt festschreiben?
Das hängt von deinem eigenen Arbeitspreis ab, nicht vom Durchschnitt. Liegst du deutlich über dem Marktschnitt, lohnt ein Wechsel fast immer. Liegst du nahe dran, ist eine Preisgarantie eine Absicherung gegen Ausschläge, keine Wette auf fallende Preise.
Was deckt eine eingeschränkte Preisgarantie ab?
In der Regel nur den Energieanteil, also Beschaffung und Vertrieb. Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte darf der Anbieter weitergeben. Da diese Posten zusammen rund die Hälfte des Preises ausmachen, kann die Rechnung trotz Garantie steigen.
Warum zahle ich mehr als mein Nachbarort?
Weil die Netzentgelte je Netzgebiet festgelegt werden und regional deutlich auseinandergehen. Dazu kommt die kommunale Konzessionsabgabe. Beide Posten sind auf der Rechnung ausgewiesen und lassen sich durch einen Anbieterwechsel nicht beeinflussen.
Fazit
Die Gaspreisentwicklung ist 2026 unspektakulär, und genau das ist die Nachricht. Der Wegfall der Gasspeicherumlage entlastet einen Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden um knapp 58 Euro, der höhere CO2-Preis belastet ihn um rund 44 Euro. Was unterm Strich bleibt, entscheiden Netzentgelte und Einkauf – zwei Posten, für die es 2026 keine belastbare Jahreszahl gibt. Die Preisentwicklung bei Gas ist damit 2026 vor allem eine Frage der Gegenrechnung, nicht eines Trends. Wer darauf wartet, dass Gas wieder so günstig wird wie 2021, wartet auf etwas, das die Daten nicht hergeben: Der Abstand beträgt weiterhin fast 80 Prozent. Sinnvoller ist der Blick auf die eigene Rechnung. Wie du deinen Preis je Kilowattstunde sauber ermittelst, steht im Beitrag zum Gaspreis pro kWh.
Quellen und weiterführende Informationen
- BDEW-Gaspreisanalyse August 2026, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Stand 24.08.2026 (abgerufen am 21.09.2026)
- Erdgas- und Strompreise für Haushalte im 2. Halbjahr 2025, Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 111 vom 31.03.2026 (abgerufen am 21.09.2026)
- Abschaffung der Gasspeicherumlage, Bundesregierung, Gesetz in Kraft seit 28.11.2025, Wegfall zum 01.01.2026 (abgerufen am 21.09.2026)
- Erste Versteigerung im nEHS erfolgreich durchgeführt, Deutsche Emissionshandelsstelle, Meldung vom 02.07.2026 (abgerufen am 21.09.2026)
- Was bedeutet die neue Versteigerungsphase im nationalen Emissionshandel ab 2026 für Verbraucherpreise?, Deutsche Emissionshandelsstelle (abgerufen am 21.09.2026)
- Paragraf 2 Energiesteuergesetz, Steuertarif, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am 21.09.2026)
- Paragraf 28 Umsatzsteuergesetz, Übergangsvorschriften, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am 21.09.2026)
- Entgelte und Umlagen, Trading Hub Europe (abgerufen am 21.09.2026)






