Tragbare Powerstation: Welche Größe du brauchst – für Stromausfall, Camping und Balkon
Wie du die passende Größe in Wattstunden und Watt ausrechnest, wie lange eine Powerstation typische Geräte versorgt und was sie beim Stromausfall kann und was nicht.
Drei tragbare Powerstations, drei Größenklassen
Welche Powerstation passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Energie du brauchst. Die drei Geräte zeigen die typischen Größenklassen von rund 300 bis rund 2.000 Wattstunden. Wie du die passende Größe ausrechnest, erklärt der Ratgeber darunter.
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BLUETTI Elite 30 V2
Kleine Powerstation mit 288 Wh und 600 W Dauerleistung laut Hersteller. Einen Router mit 12 W versorgt sie rechnerisch rund 20 Stunden (eigene Rechnung mit Faktor 0,85).
- Kapazität 288 Wh (laut Hersteller)
- Dauerleistung 600 W (laut Hersteller)
- Akku LiFePO4, Gewicht 4,3 kg (laut Hersteller)
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für diese Größenklasse, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet. Angaben laut Produktseite bei Amazon, geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Anschlüsse, Gewicht und die Angaben im Datenblatt.
Anker SOLIX C1000 Gen 2
Mittlere Powerstation mit 1.024 Wh und 2.000 W Dauerleistung laut Hersteller. Einen Laptop mit 30 W versorgt sie rechnerisch rund 29 Stunden (eigene Rechnung mit Faktor 0,85).
- Kapazität 1.024 Wh (laut Hersteller)
- Dauerleistung 2.000 W (laut Hersteller)
- Akku LiFePO4, Gewicht 11,3 kg (laut Hersteller)
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für diese Größenklasse, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet. Angaben laut Produktseite bei Amazon, geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Anschlüsse, Gewicht und die Angaben im Datenblatt.
EcoFlow DELTA 2 Max
Große Powerstation mit 2.048 Wh und 2.400 W Dauerleistung laut Hersteller, mit Zusatzakkus laut Hersteller auf bis zu 6 kWh erweiterbar. Einen Verbraucher mit 50 W versorgt sie rechnerisch rund 35 Stunden (eigene Rechnung mit Faktor 0,85).
- Kapazität 2.048 Wh (laut Hersteller)
- Dauerleistung 2.400 W (laut Hersteller)
- Akku LiFePO4, Gewicht 23 kg (laut Hersteller)
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für diese Größenklasse, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet. Angaben laut Produktseite bei Amazon, geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Anschlüsse, Gewicht und die Angaben im Datenblatt.
Kapazität, Dauerleistung, Zellchemie und Gewicht laut Herstellerangaben auf der jeweiligen Produktseite. Wir nennen keine Preise, sie ändern sich laufend.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt: Bei einer tragbaren Powerstation entscheiden zwei Zahlen: Die Kapazität in Wattstunden (Wh) bestimmt, wie lange sie liefert, die Dauerleistung in Watt (W), welche Geräte sie betreiben kann. Im ADAC-Test war die nutzbare Kapazität im Schnitt 10 bis 15 Prozent geringer als angegeben. Als Faustformel rechnest du deshalb Wattstunden mal 0,85 geteilt durch die Watt deines Geräts. Für die reine Notfallvorsorge ist eine Powerstation laut Verbraucherzentrale Sachsen nicht nötig, sinnvoll ist sie vor allem, wenn du sie auch beim Camping oder am Balkon nutzt.
Hier erfährst du, wie du die passende Größe ausrechnest, wie lange eine Powerstation typische Geräte versorgt, was sie beim Stromausfall kann und was nicht, was am Balkonkraftwerk gilt und worauf du beim Kauf, Lagern und Entsorgen achtest.
Wattstunden für die Dauer, Watt für die Geräte, und ehrlich rechnen.
- 10 bis 15 Prozent weniger nutzbar als die angegebene Kapazität (ADAC-Test 2025).
- Faustformel: Laufzeit in Stunden ≈ Wh × 0,85 ÷ Watt, eine 1.024-Wh-Station versorgt 50 W also rund 17 Stunden (eigene Rechnung).
- Nie ins Hausnetz zurückspeisen: Notstrom in die Hausinstallation nur über eine Umschalteinrichtung vom Elektrofachbetrieb.
Was ist eine tragbare Powerstation? Mobile Stromversorgung aus dem Akku
Eine tragbare Powerstation ist ein Akkuspeicher mit eingebautem Wechselrichter. Sie liefert Strom über normale Steckdosen, USB-Anschlüsse und oft einen 12-Volt-Ausgang. Aufgeladen wird sie an der Steckdose, im Auto oder über ein Solarpanel mit Sonnenenergie. Anders als ein Stromerzeuger mit Motor braucht sie keinen Kraftstoff.
Weil sie mobil ist, heißt sie oft auch mobile Powerstation, und Powerstations werden allgemein als mobile Stromspeicher bezeichnet. Eine kleine Powerstation ist kompakt, leicht und flexibel einsetzbar, etwa fürs Camping, im Camper oder im Garten; große Modelle mit rund 2000 Wh sind deutlich schwerer und eignen sich eher als Stromspeicher für einen festen Platz. Die integrierte Elektronik steuert Laden und Ausgänge. Welchen Anschluss ein Modell für Auto, USB-C oder Solarmodule bietet und was zum Lieferumfang der Powerstation gehört, unterscheidet sich je nach Modell. Prüf es vor dem Kauf im Datenblatt.
In Powerstations stecken Lithium-Ionen-Akkus, meist mit Lithium-Eisenphosphat (LFP, oft „LiFePO4“ genannt) oder Nickel-Mangan-Kobalt (NMC). LFP kommt laut Umweltbundesamt ohne Kobalt aus. Angaben zu Ladezyklen, Gewicht und Sicherheit der Zellchemien stammen in der Regel vom Hersteller, einen unabhängigen Vergleich dazu gibt es von ADAC und Stiftung Warentest bisher nicht. Vergleiche die Werte im Datenblatt und achte darauf, unter welchen Bedingungen sie angegeben sind.
Welche Größe brauchst du? Wattstunden, Watt und Akku
Zwei Angaben auf dem Datenblatt entscheiden über die passende Größe:
- Kapazität in Wattstunden (Wh): Sie sagt, wie viel Energie im Akku steckt, also wie lange die Powerstation liefern kann.
- Dauerleistung in Watt (W): Laut ADAC gibt sie an, „wie viel Strom eine Powerstation über längere Zeiträume ausgeben kann, ohne dass sie überlastet wird“. Sie muss zum stärksten Gerät passen, das gleichzeitig läuft.
Boost-Funktionen wie „X-Boost“ bei Ecoflow betreiben stärkere Geräte laut Hersteller, indem sie die Spannung absenken. Das eignet sich laut Ecoflow eher für Heizgeräte und nicht für spannungsempfindliche Geräte. Plane deshalb mit der Dauerleistung, nicht mit dem Boost-Wert und nicht mit der Spitzenleistung aus dem Datenblatt. Entscheidend ist, wie viel Watt Leistung die Station maximal dauerhaft abgibt.
Ein Beispiel: Laufen ein Laptop mit 30 Watt und ein Router mit 12 Watt gleichzeitig, brauchst du rund 42 Watt Dauerleistung. Dafür reicht schon eine Station mit 200 Watt oder einer Leistung von 500 Watt. Für Geräte mit hoher Leistung brauchst du eine leistungsstarke Station; ob etwa 1200 Watt Dauerleistung reichen, zeigt das Typenschild des Geräts.
Wie lange hält eine geladene Powerstation? Laufzeit berechnen
Im ADAC-Test lag die nutzbare Kapazität im Schnitt 10 bis 15 Prozent unter der Herstellerangabe, weil Wechselrichter und Elektronik selbst Strom verbrauchen. Als Faustformel rechnest du: Laufzeit in Stunden ≈ Wattstunden × 0,85 ÷ Watt des Geräts. Eine 1.000-Wh-Station versorgt einen 50-Watt-Verbraucher also rund 17 Stunden. Bei sehr kleinen Lasten kann die Laufzeit deutlich kürzer sein, denn laut ADAC zieht schon der eingeschaltete Wechselrichter teils 30 Watt.
| Gerät | Leistung laut Quelle | Laufzeit an 1.024 Wh (rechnerisch) |
|---|---|---|
| LED-Lampe (Helligkeit einer 60-W-Glühlampe) | rund 10 W (Verbraucherzentrale) | rund 87 Stunden |
| WLAN-Router | im Mittel 11 bis 13 W (Umweltbundesamt) | rund 73 Stunden bei 12 W |
| Laptop | etwa 30 W (co2online) | rund 29 Stunden |
| Sparsamer Kühlschrank | 90 bis 125 kWh im Jahr, grob 0,25 bis 0,35 kWh am Tag (co2online) | rund 2,5 bis 3,5 Tage |
Eigene Rechnung mit Faktor 0,85, ohne zusätzlichen Eigenverbrauch des Wechselrichters. Alte Kühlschränke können ein Vielfaches verbrauchen. Die genauen Werte deiner Geräte findest du auf dem Typenschild oder im Datenblatt, messen kannst du sie mit einer Steckdose mit Strommessung. Smartphones und Tablets lädst du direkt über USB, eine Kühlbox mit 12 Volt über den Autoausgang. Die 230-Volt-Steckdosen schaltest du laut ADAC aus, wenn du sie nicht brauchst, denn eingeschaltet gehen dafür teils schon 30 Watt verloren.
Wie viel Strom brauchen deine Geräte am Tag? Rechne es aus, bevor du dich für eine Größe entscheidest.
RechnerStromverbrauch berechnenKostenlos, ohne Anmeldung. Vergleich mit ähnlichen Haushalten.Powerstation für den Stromausfall: Was sie kann und was nicht
Das BBK rät, die Akkus von Handy und Laptop geladen zu halten, und nennt solarbetriebene Ladegeräte oder eine Powerbank als Hilfe bei Stromausfall, dazu ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio für Behördenmeldungen. Powerstations erwähnt das BBK in seinen Vorsorgetipps nicht. Die Verbraucherzentrale Sachsen hält eine Powerstation für die reine Notfallvorsorge nicht für nötig, sinnvoll ist sie vor allem, wenn du sie auch beim Camping oder am Balkon nutzt. Was du bei einem Ausfall zuerst tust, steht im Ratgeber Stromausfall: was tun?.
- USV-Funktion: Viele Powerstations werben mit einer USV- oder UPS-Funktion, die bei Netzausfall automatisch auf Akku umschaltet. Wie schnell das geht, geben nur die Hersteller an, unabhängige Testwerte dazu gibt es von ADAC und Stiftung Warentest bisher nicht. Für Router oder Rechner kann das praktisch sein. Für medizinische Geräte wie Beatmungs- oder Sauerstoffgeräte verlass dich nicht darauf: Frag den Hersteller des Geräts und kläre mit Arzt oder Pflegedienst, welche Notfalllösung geeignet ist.
- Heizung: Viele Heizungen arbeiten bei Stromausfall nicht, auch wenn sie mit Gas oder Öl heizen. Ob deine Heizung an einer Powerstation laufen kann, klärst du vorab mit einem Elektrofachbetrieb: Die Heizungssteuerung verträgt nur eine dafür geeignete Stromquelle, und Arbeiten an der Hausinstallation, etwa das Umklemmen einer fest angeschlossenen Heizung, darf nur ein Fachbetrieb ausführen. Warum die Gasheizung überhaupt Strom braucht, steht im Ratgeber Gasheizung Stromverbrauch.
- Powerstation oder Stromerzeuger: Stromerzeuger mit Benzin-, Diesel- oder Gasmotor dürfen laut BBK nicht in Innenräumen laufen, denn ihre Abgase können zum Ersticken führen. Eine Powerstation ist dagegen ein Akkuspeicher ohne Verbrennungsmotor und ohne Kraftstoff. Auch hier gilt aber: Lade sie laut Umweltbundesamt möglichst dort, wo ein Rauchmelder hängt, und nicht unbeaufsichtigt, während du schläfst.
Powerstation am Balkonkraftwerk: Was gilt für Solarmodul und Stromspeicher?
Bei einem Balkonkraftwerk darf der Wechselrichter höchstens 800 Voltampere ins Hausnetz einspeisen, angeschlossen werden dürfen bis zu 2000 Watt Modulleistung. Arbeitet ein Speicher mit deinem Balkonkraftwerk am Hausnetz, musst du ihn zusätzlich im Marktstammdatenregister eintragen, und für Steckersolargeräte mit Speicher gibt es noch keine eigene Sicherheitsnorm. Eine Powerstation zwischen Solarmodul und Wechselrichter zu schalten oder selbst ans Hausnetz zu koppeln, solltest du deshalb nur mit einem vom Hersteller dafür freigegebenen System und nach Rücksprache mit einem Elektrofachbetrieb tun.
Warum ein Balkonkraftwerk bei Stromausfall ohne Speicher nichts liefert, erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Inselbetrieb. Fertige Sets mit Speicher vergleicht der Ratgeber Balkonkraftwerk mit Speicher.
Powerstations im Test: Was ADAC und Stiftung Warentest zeigen
Der ADAC hat im Frühjahr 2025 acht Powerstations mit 768 bis 1440 Wattstunden geprüft. Alle lieferten die angegebene Dauerleistung, zwei Geräte fielen aber wegen Sicherheitsmängeln durch: Ihre beiden DC-Eingänge waren nicht voneinander entkoppelt, sodass beim gleichzeitigen Laden über Auto und Solarmodul Schäden am 12-Volt-Bordnetz möglich sind. Achte beim Kauf deshalb nicht nur auf Wattstunden und Dauerleistung, sondern auch darauf, was die Anleitung zum gleichzeitigen Laden sagt.
Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Juli 2023 elf Powerstations mit 400 bis 644 Wattstunden getestet. Fünf schnitten gut ab, die übrigen befriedigend oder ausreichend; ein Modell schaltete beim Dauerleistungstest schon nach 30 Minuten ab. Der Test ist inzwischen über drei Jahre alt, achte deshalb auf das Testdatum.
Kauf einer Powerstation: Worauf du bei Modell, Anschluss und Lieferumfang achtest
- Nutzbare Kapazität: Rechne mit rund 85 Prozent der angegebenen Wattstunden (ADAC: im Schnitt 10 bis 15 Prozent weniger).
- Dauerleistung: Sie muss über der Summe der Geräte liegen, die gleichzeitig laufen. Boost-Werte zählen nicht.
- Laden: Prüf die Ladeleistung beim Aufladen an der heimischen Steckdose und den Solareingang für die Kombination mit einem Solarpanel aus mehreren Solarmodulen, und lies in der Anleitung, ob gleichzeitiges Laden über Auto und Solarmodul erlaubt ist. Beim Laden der Powerstation per Steckdose gilt: Je höher die Ladeleistung, desto schneller ist sie wieder aufgeladen und desto früher lässt sich die Powerstation erneut nutzen.
- Zellchemie: Meist LFP (LiFePO4) oder NMC. Zyklenangaben stammen vom Hersteller, vergleiche sie für jedes Modell im Datenblatt.
- Gewicht: Mit der Kapazität steigt meist auch das Gewicht der Powerstation: Die mittlere Beispielstation mit 1.024 Wh wiegt laut Hersteller 11,3 Kilogramm, die große mit 2.048 Wh 23 Kilogramm. Im ADAC-Test wog das schwerste Gerät 17 Kilogramm und war einhändig schwer zu tragen. Bei einer Powerstation für Camping zählt ein kompaktes, leichtes Gerät mehr als für den Keller.
- Beispiele oben: Die drei tragbaren Powerstations in der Übersicht, BLUETTI Elite 30 V2, Anker SOLIX C1000 Gen 2 und EcoFlow DELTA 2 Max, zeigen je ein Modell pro Größenklasse. Powerstations auf dem Markt gibt es von vielen Herstellern; im ADAC-Test 2025 waren zum Beispiel Geräte der Reihen Jackery Explorer und EcoFlow DELTA 3 dabei. Welches Modell zu dir passt, entscheidet deine Rechnung, nicht der Name.
Powerstation richtig lagern, nachladen und entsorgen
Lagere deine Powerstation am besten etwa halb voll, trocken und bei 10 bis 25 Grad; für eine lange Lebensdauer sollte der Ladestand laut Verbraucherzentrale Sachsen zwischen 20 und 90 Prozent bleiben. Weil sich Akkus mit der Zeit selbst entladen, prüfe den Ladestand regelmäßig und lade rechtzeitig nach, damit sie im Notfall aufgeladen bereitsteht. Wird ein Unwetter angekündigt, lade sie vorsorglich auf, so wie es die Verbraucherzentrale für Powerbanks und Akkus empfiehlt.
Eine ausgediente Powerstation gehört nie in den Hausmüll oder Sperrmüll, sondern als Elektroaltgerät kostenlos zum Wertstoffhof deiner Kommune. Auch Elektrohändler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche, im Laden wie online, müssen Altgeräte aus Privathaushalten kostenlos zurücknehmen; frag vorher nach den Bedingungen. Ist der Akku beschädigt oder aufgebläht, benutze die Powerstation nicht mehr und sag beim Abgeben Bescheid.
Fünf Tipps für die richtige tragbare Powerstation
- Erst Geräte zählen, dann das Modell wählen. Watt mal Stunden, durch 0,85 teilen.
- Mit der Dauerleistung planen. Boost-Werte senken laut Hersteller die Spannung.
- DC-Geräte direkt anschließen. Router oder Lampe mit 12 V oder USB sparen den Eigenverbrauch des Wechselrichters.
- Halb voll lagern, regelmäßig prüfen. Vor Unwetterwarnungen sollte sie voll aufgeladen sein.
- Hausnetz tabu. Einspeisung nur über eine Umschalteinrichtung vom Elektrofachbetrieb.
Powerstation laden: Passt dein Stromtarif?
Eine Powerstation macht nur einen kleinen Teil deines Stromverbrauchs aus. Wenn die Rechnung insgesamt hoch ist, prüfen wir kostenlos, ob dein Tarif noch passt.
Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.
Häufig gestellte Fragen zur tragbaren Powerstation
Welche Größe brauche ich bei einer tragbaren Powerstation?
Rechne zusammen, welche Geräte du wie lange betreiben willst: Watt mal Stunden ergibt die benötigten Wattstunden. Weil laut ADAC im Schnitt 10 bis 15 Prozent weniger nutzbar sind als angegeben, teilst du das Ergebnis durch 0,85. Die Dauerleistung in Watt muss außerdem zum stärksten Gerät passen, das gleichzeitig läuft.
Wie lange hält eine Powerstation mit 1.000 Wattstunden?
Als Faustformel rechnest du Wattstunden mal 0,85 geteilt durch die Watt des Geräts. Eine Station mit 1.024 Wh versorgt einen Verbraucher mit 50 Watt damit rund 17 Stunden, einen Laptop mit 30 Watt rund 29 Stunden (eigene Rechnung). Bei sehr kleinen Lasten kann es deutlich kürzer sein, weil laut ADAC schon der eingeschaltete Wechselrichter teils 30 Watt zieht.
Lohnt sich eine Powerstation für den Stromausfall?
Das BBK nennt für den Stromausfall geladene Akkus, Powerbanks, solarbetriebene Ladegeräte und ein Kurbelradio, Powerstations erwähnt es nicht. Die Verbraucherzentrale Sachsen hält eine Powerstation für die reine Notfallvorsorge nicht für nötig. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn du sie auch beim Camping oder am Balkon nutzt.
Kann ich meine Heizung an eine Powerstation anschließen?
Viele Heizungen arbeiten bei Stromausfall nicht, auch wenn sie mit Gas oder Öl heizen. Ob deine Heizung an einer Powerstation laufen kann, klärst du vorab mit einem Elektrofachbetrieb. Die Heizungssteuerung verträgt nur eine dafür geeignete Stromquelle, und Arbeiten an der Hausinstallation darf nur ein Fachbetrieb ausführen.
Darf ich eine Powerstation über die Steckdose ins Hausnetz einspeisen?
Nein. Wer Notstrom in die Hausinstallation einspeisen will, braucht eine Umschalteinrichtung, die das Haus vorher allpolig vom öffentlichen Netz trennt, damit kein Strom ins Netz zurückfließt. Einbauen darf sie nur ein Elektrofachbetrieb, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.
Kann ich eine Powerstation am Balkonkraftwerk nutzen?
Arbeitet ein Speicher mit deinem Balkonkraftwerk am Hausnetz, musst du ihn im Marktstammdatenregister eintragen, und für Steckersolargeräte mit Speicher gibt es noch keine eigene Sicherheitsnorm. Eine Powerstation zwischen Solarmodul und Wechselrichter oder am Hausnetz solltest du nur mit einem vom Hersteller dafür freigegebenen System und nach Rücksprache mit einem Elektrofachbetrieb betreiben.
Wie lagere ich eine Powerstation für den Notfall?
Lagere sie am besten etwa halb voll, trocken und bei 10 bis 25 Grad. Für eine lange Lebensdauer sollte der Ladestand laut Verbraucherzentrale Sachsen zwischen 20 und 90 Prozent bleiben. Prüf den Ladestand regelmäßig und lade vor einer Unwetterwarnung vorsorglich auf.
Fazit: Erst rechnen, dann die passende Powerstation wählen
Bei einer tragbaren Powerstation zählen die Wattstunden für die Dauer und die Dauerleistung für die Geräte. Rechne mit rund 85 Prozent der angegebenen Kapazität, denn so viel war im ADAC-Test im Schnitt nutzbar. Für die reine Notfallvorsorge hält die Verbraucherzentrale Sachsen eine Powerstation nicht für nötig, das BBK nennt Powerbank, Solarladegerät und Kurbelradio. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn du sie auch beim Camping oder am Balkon nutzt. Ins Hausnetz einspeisen darf sie nur über eine Umschalteinrichtung vom Elektrofachbetrieb.
Quellen und Stand der Angaben
Gesetzestexte und Regeln · Links geprüft am 26. September 2026 · Wortlaut-Prüfung ausstehend
- § 13 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV): Arbeiten an der Anlage
- § 5 Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV): Registrierung von Speichern
- § 10 Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG): Getrennte Erfassung
- Verordnung (EU) 2023/1542 (Batterieverordnung)
- VDN-Richtlinie Notstromaggregate (5. Ausgabe, August 2004)
- DKE: FAQ zu DIN VDE V 0126-95 (17.12.2025)
Weiterführend · Links geprüft am 26. September 2026 · Wortlaut-Prüfung ausstehend
- ADAC: Mobile Powerstations im Test (11.06.2025)
- ADAC: Notstromaggregat (Stand 03.09.2026)
- Stiftung Warentest: Powerstation-Test (20.07.2023)
- Stiftung Warentest: Mobile Stromspeicher im Test (Meldung, Stand 07.01.2026)
- BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall
- BBK: Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe (Stand 01/2019)
- Verbraucherzentrale Sachsen: Marktcheck Notfallvorrat (02/2025)
- Verbraucherzentrale: Was tun bei Stromausfall (Stand 19.01.2026)
- Verbraucherzentrale: Gesetze und Normen für Steckersolar (Stand 06.03.2026)
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Lumen und Watt
- Marktstammdatenregister: FAQ
- co2online: Kühlschrank (04.04.2023)
- co2online: Strom sparen – Tipps und Tricks (28.01.2026)
- Umweltbundesamt: TEXTE 136/2026 (09/2026), Router
- Umweltbundesamt: Stromspeicher (23.03.2026)
- Umweltbundesamt: Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Akkus (24.10.2023)
- Umweltbundesamt: Elektro- und Elektronikgerätegesetz (26.04.2024)
- Ecoflow: X-Boost (Herstellerangabe)
- BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (21.08.2026)






