Stromverbrauch Kühlschrank: Wie viel ist normal – und wann lohnt ein neues Gerät?
Ein Kühlschrank läuft 8.760 Stunden im Jahr und fällt trotzdem kaum auf. Hier siehst du, welcher Verbrauch normal ist, was er kostet und ab wann sich ein neues Gerät wirklich rechnet.
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Kurz gesagt: Ein sparsamer Kühlschrank ohne Gefrierfach braucht heute etwa 50 bis 120 Kilowattstunden im Jahr, eine Kühl-Gefrier-Kombination rund 150 bis 240 kWh. Geräte aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren liegen oft beim Zwei- bis Dreifachen. Bei 37 Cent je Kilowattstunde kosten 150 kWh rund 56 Euro im Jahr.
Der Kühlschrank gehört zu den Haushaltsgeräten, die ständig eingeschaltet bleiben. Er läuft 365 Tage im Jahr, Tag und Nacht – und fällt trotzdem kaum auf, weil er leise ist und nur wenig Leistung auf einmal zieht. Genau deshalb lohnt der Blick auf die Jahreszahl: Beim Stromverbrauch eines Kühlschranks entscheidet nicht die Wattzahl, sondern wie viele Kilowattstunden über das ganze Jahr zusammenkommen.
In diesem Ratgeber findest du Richtwerte nach Gerätetyp und Baujahr, die Rechnung von Kilowattstunden zu Euro, eine Einordnung deines eigenen Messwerts und einen Tauschrechner. Der zeigt dir, ob sich ein neues Gerät über die Stromkosten überhaupt bezahlt macht – oder ob dein alter Kühlschrank ruhig weiterlaufen darf.
Das Wichtigste in Kürze
- Sparsame Kühlschränke ohne Gefrierteil verbrauchen 50 bis 70 kWh im Jahr (co2online); ein Klasse-D-Gerät mit rund 150 Litern sollte laut Verbraucherzentrale nicht über 90 kWh liegen.
- Kühl-Gefrier-Kombinationen liegen je nach Größe und Alter bei rund 150 bis 240 kWh; Geräte aus dem Jahr 1990 im Schnitt bei 689 kWh.
- Die Kosten rechnest du so: Jahresverbrauch in kWh × dein Arbeitspreis. 150 kWh × 0,37 Euro = 55,50 Euro.
- Einen Austausch empfiehlt das Umweltbundesamt aus Klimasicht erst ab rund 240 kWh (Kühlschrank) bzw. 340 kWh (Kombi) im Jahr – finanziell laut UBA-Grafik ab etwa 460 bzw. 560 kWh.
Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank?
Ein moderner, sparsamer Kühlschrank verbraucht etwa 50 bis 120 kWh im Jahr, eine Kühl-Gefrier-Kombination rund 150 bis 240 kWh. Wie viel es bei dir genau ist, hängt vor allem von drei Dingen ab: vom Gerätetyp (mit oder ohne Gefrierfach), vom Nutzinhalt in Litern und vom Baujahr. Ein Gefrierfach oder ein eigenes Gefrierteil kostet spürbar mehr Energie, weil dort minus 18 Grad statt plus 7 Grad gehalten werden müssen.
Die folgende Tabelle bündelt die Richtwerte aus drei unabhängigen Quellen. Die Kosten sind mit einem beispielhaften Arbeitspreis von 37 Cent je Kilowattstunde gerechnet. Dieser Rechenwert orientiert sich am BDEW-Haushaltsdurchschnitt 2026, ist aber kein individuell ermittelter Arbeitspreis. Für deine eigene Rechnung setzt du besser den Arbeitspreis von deiner Stromrechnung ein.
| Gerät | kWh pro Jahr | kWh pro Tag | Kosten im Jahr bei 37 ct/kWh | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Sparsamer Kühlschrank ohne Gefrierteil | 50–70 | 0,14–0,19 | 18,50–25,90 € | co2online |
| Kühlschrank Klasse D, rund 150 Liter | höchstens 90 | bis 0,25 | bis 33,30 € | Verbraucherzentrale |
| Kühlschrank ohne Gefrierfach, 200 Liter, Baujahr 2020 (Durchschnitt) | 116 | 0,32 | 42,92 € | VZ NRW, Kurzstudie 2022 |
| Kühlschrank mit Gefrierfach, 165 Liter, Baujahr 2020 (Durchschnitt) | 169 | 0,46 | 62,53 € | VZ NRW, Kurzstudie 2022 |
| Sparsame Kühl-Gefrier-Kombination | rund 150 | 0,41 | 55,50 € | co2online |
| Kühl-Gefrier-Kombination, 300 Liter, Baujahr 2020 (Durchschnitt) | 235 | 0,64 | 86,95 € | VZ NRW, Kurzstudie 2022 |
| Altgerät Baujahr 2002 | bis zu 330 | bis 0,90 | bis 122,10 € | co2online |
| Kühlschrank ohne Gefrierfach, 200 Liter, Baujahr 1990 (Durchschnitt) | 351 | 0,96 | 129,87 € | VZ NRW, Kurzstudie 2022 |
| Kühl-Gefrier-Kombination, 300 Liter, Baujahr 1990 (Durchschnitt) | 689 | 1,89 | 254,93 € | VZ NRW, Kurzstudie 2022 |
Kühl-Gefrier-Kombination oder Kühlschrank mit Gefrierfach?
Eine Kühl-Gefrier-Kombination hat zwei getrennte Bereiche mit meist deutlich mehr Gefriervolumen als das kleine Fach im Kühlschrank. Deshalb liegt ihr Stromverbrauch höher. Vergleiche daher nie eine Kombi mit einem einfachen Kühlschrank, sondern immer Geräte gleicher Bauart und ähnlicher Größe. Ein eigenständiger Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe folgt eigenen Regeln – Aufstellort, Vereisung und Füllgrad wirken dort anders – und ist nicht Teil dieser Einordnung.
Stromverbrauch pro Tag und pro Stunde: Watt ist nicht gleich kWh
Ein durchschnittlicher neuer Kühlschrank braucht pro Tag etwa 0,3 bis 0,5 kWh – im Mittel entspricht das einer Dauerleistung von nur 13 bis 21 Watt. Trotzdem zeigt ein Messgerät oft deutlich mehr Watt an, sobald der Kompressor anspringt. Das ist kein Widerspruch: Ein Kühlschrank arbeitet in Intervallen. Der Kompressor läuft eine Weile, schaltet ab, und die Temperatur steigt langsam wieder an, bis er erneut startet.
co2online rechnet in einem Beispiel mit 90 Watt Leistungsaufnahme und rund zwölf Minuten Laufzeit pro Stunde. Das ergibt rund 1.750 Betriebsstunden und etwa 158 kWh im Jahr. Wie hoch die Leistungsaufnahme in Watt bei deinem Modell tatsächlich ist und wie oft es taktet, zeigt nur eine Messung. Deshalb gilt:
- Die Wattzahl auf dem Typenschild oder im Messgerät sagt, wie viel Leistung in dem Moment fließt, in dem der Kompressor läuft.
- Die Kilowattstunden sagen, wie viel Energie über einen Zeitraum verbraucht wurde. Nur sie landen auf deiner Stromrechnung.
- Umrechnen: Jahreswert in kWh ÷ 8,76 ergibt die mittlere Leistung in Watt. 150 kWh im Jahr entsprechen also im Schnitt rund 17 Watt, 24 Stunden am Tag.
Wenn du den tatsächlichen Stromverbrauch deines Kühlschranks ermitteln willst, misst du ihn mit einem Zwischenstecker-Messgerät mindestens sieben Tage lang und rechnest auf ein Jahr hoch – so empfiehlt es die Verbraucherzentrale. Wie das Schritt für Schritt geht, steht in der Anleitung Stromverbrauch messen. Welches Gerät dafür taugt, klärt die Kaufberatung zum Strommessgerät; viele Verbraucherzentralen verleihen Messgeräte auch.
Was kostet ein Kühlschrank an Strom?
Die Stromkosten eines Kühlschranks berechnest du mit einer einfachen Formel: Jahresverbrauch in kWh mal Arbeitspreis in Euro je kWh. Das Umweltbundesamt beziffert die Spanne auf 20 bis 80 Euro im Jahr, je nach Modell, Alter und Strompreis. Was dein Gerät jährlich kostet, hängt also stark vom Baujahr ab – alte Kombigeräte können deutlich darüber liegen.
Beispiel: 150 kWh × 0,37 €/kWh = 55,50 € im Jahr – das sind rund 4,60 € im Monat.
Wichtig für die eigene Rechnung: Der Grundpreis deines Stromtarifs fällt unabhängig vom Verbrauch an. Er gehört nicht in die Kosten eines einzelnen Geräts und sinkt auch nicht, wenn dein Kühlschrank sparsamer wird. Was dein Arbeitspreis bedeutet und wo er auf der Rechnung steht, erklärt der Beitrag zum Arbeitspreis Strom. Für mehrere Geräte oder Monatswerte hilft der Stromkostenrechner.
Energielabel: Was die kWh-Angabe wirklich bedeutet
Auf dem EU-Energielabel steht der Jahresenergieverbrauch in kWh pro Jahr – er ist der beste Vergleichswert zwischen zwei Geräten, aber keine Garantie für deinen Verbrauch zu Hause. Seit dem 1. März 2021 tragen Kühlgeräte im Handel das überarbeitete Label mit der Skala A bis G. Grundlage ist die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2016.
Das Label zeigt neben der Energieeffizienzklasse den Jahresstromverbrauch, das Volumen von Kühl- und Gefrierbereich in Litern, das Geräusch in dB(A) mit Geräuschklasse sowie einen QR-Code zur europäischen Produktdatenbank. Der jährliche Energieverbrauch wird unter genormten Bedingungen ermittelt: Nach den EU-Vorgaben wird bei 16 und bei 32 Grad Umgebungstemperatur gemessen und der Mittelwert auf das Jahr umgerechnet. Deine Küche ist aber kein Prüflabor. Aufstellort, eingestellte Temperatur und wie oft die Kühlschranktür aufgeht, verschieben den tatsächlichen Wert.
Klimaklasse beachten
Im Produktdatenblatt steht die Klimaklasse. Sie sagt, für welche Raumtemperatur ein Gerät ausgelegt ist: SN für 10 bis 32 Grad, N für 16 bis 32 Grad, ST für 16 bis 38 Grad und T für 16 bis 43 Grad. Wer einen Kühlschrank in einen kalten Keller oder eine sehr warme Dachwohnung stellt, sollte vorher prüfen, ob die Klimaklasse dazu passt.
Die neue Skala ist bewusst strenger angelegt als die alten Plus-Klassen, ein Buchstabe von heute lässt sich deshalb nicht mit einem Etikett von früher vergleichen. Vergleiche deshalb im Laden die Kilowattstunden, nicht die Buchstaben – und nur zwischen Geräten gleicher Größe und Bauart.
Was beeinflusst den Stromverbrauch eines Kühlschranks?
Neben Baujahr und Größe beeinflussen vor allem Temperatur, Aufstellort, Eisschicht und Türdichtung den Stromverbrauch. Einige dieser Faktoren kannst du in fünf Minuten ändern – und so weniger Strom verbrauchen:
- Temperatur: 7 Grad auf der obersten Ebene reichen laut Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt aus, im Gefrierfach minus 18 Grad. Jedes Grad kälter erhöht den Stromverbrauch um circa 6 Prozent (Verbraucherzentrale).
- Eisschicht: Eine 1 Zentimeter dicke Eisschicht im Gefrierfach erhöht den Verbrauch um 10 bis 15 Prozent. Regelmäßig abtauen hilft.
- Aufstellort: Nicht in die Sonne, nicht direkt neben Herd, Heizung, Spül- oder Waschmaschine. Die Lüftungsgitter brauchen Luft, sonst muss der Kompressor länger laufen.
- Türdichtung: Eine rissige oder verhärtete Dichtung lässt ständig Wärme hinein. Das Gerät läuft dann auffällig oft oder dauerhaft.
- Alter: Die Kurzstudie der Verbraucherzentrale NRW setzt einen altersbedingten Mehrverbrauch von 1 Prozent pro Lebensjahr an. Ein 15 Jahre altes Gerät verbraucht demnach rund 15 Prozent mehr als bei der Auslieferung.
Wie viel dir das im Einzelfall bringt, lässt sich ohne Messung nicht seriös beziffern. Die Prozentwerte beziehen sich jeweils auf den Verbrauch deines Geräts – bei einem sparsamen Kühlschrank sind 6 Prozent nur wenige Kilowattstunden, bei einer alten Kombi entsprechend mehr. Allgemeine Spartipps für den ganzen Haushalt findest du in unserem Ratgeber Strom sparen im Haushalt. Ob dein Haushalt insgesamt viel verbraucht, prüfst du mit unserem Stromverbrauchsrechner.
Ist dein Kühlschrank auffällig? So ordnest du deinen Wert ein
Miss sieben Tage, rechne auf ein Jahr hoch und vergleiche den Wert mit Geräten gleicher Bauart. Aus der Wochenmessung wird der Jahreswert: gemessene kWh ÷ 7 × 365. Ergeben sich zum Beispiel 3,2 kWh in einer Woche, sind das rund 167 kWh im Jahr. Die folgende Übersicht hilft dir bei der Einordnung.
Kühlschrank ohne Gefrierfach unter rund 120 kWh im JahrDas entspricht dem Durchschnitt aktueller Geräte.
UnauffälligKühl-Gefrier-Kombination zwischen 150 und 240 kWhTypischer Bereich für Geräte der letzten Jahre.
Im RahmenWert deutlich höher als früher oder als ähnliche GeräteTemperatur, Eisschicht, Dichtung und Aufstellort prüfen, dann erneut messen.
Ursache suchenKühlschrank über rund 240 kWh, Kombi über rund 340 kWhLaut Umweltbundesamt ist ein neues Gerät ab hier meist klimafreundlicher.
Tausch prüfenKühlschrank über rund 460 kWh, Kombi über rund 560 kWhLaut UBA-Grafik rechnet sich ein Neugerät ab hier auch finanziell.
Deutlich zu hochLohnt sich ein neuer Kühlschrank? Der Tauschrechner
Trag den Jahresverbrauch deines jetzigen Geräts und den Label-Wert eines möglichen Neugeräts ein. Der Rechner zeigt dir die Differenz in Kilowattstunden und Euro, die einfache Rücklaufzeit und wo dein Gerät im Vergleich zu den Schwellen des Umweltbundesamts liegt.
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Was dieser Rechner nicht kann: Er rechnet nur mit den Stromkosten. Reparatur, Entsorgung, künftige Preisänderungen und die Umweltbilanz der Herstellung sind nicht enthalten. Der Label-Wert des Neugeräts ist ein Normwert unter Prüfbedingungen – zu Hause kann der Verbrauch höher oder niedriger liegen. Der Grundpreis deines Tarifs ist bewusst nicht enthalten, weil er sich durch kein Gerät ändert.
Wann lohnt sich der Austausch eines alten Kühlschranks?
Ein Austausch lohnt sich meist erst bei deutlich erhöhtem Verbrauch – nicht allein wegen des Alters. Das Umweltbundesamt rät, Kühl- und Gefriergeräte grundsätzlich so lange wie möglich zu nutzen, weil auch die Herstellung eines neuen Geräts Energie und Rohstoffe kostet. Aus Klimasicht wird ein Tausch gegen ein sparsames Neugerät laut UBA erst ab rund 240 kWh im Jahr sinnvoll, bei einer Kühl-Gefrier-Kombination ab rund 340 kWh. Die UBA-Grafik nennt für ihre zehnjährige Vergleichsrechnung mit einem Klasse-A-Neugerät finanzielle Schwellen von etwa 460 bzw. 560 kWh. Das sind Modellwerte, keine universellen Kaufgrenzen.
Die Kurzstudie der Verbraucherzentrale NRW nennt ein Mindestalter von 15 Jahren, ab dem sich die Prüfung eines Austauschs lohnt. Alter ist aber nur ein Hinweis. Entscheidend ist dein gemessener Wert. Zwei Modellrechnungen zeigen, wie weit die Ergebnisse auseinanderliegen können:
Beide Rechnungen sind Modellrechnungen mit eigenen Annahmen, keine Marktpreise. Sie zeigen aber das Muster: Nur wenn dein jetziges Gerät wirklich viel verbraucht, bezahlt ein Neukauf sich über die Stromkosten. Liegt dein Kühlschrank im normalen Bereich, ist Weiternutzen fast immer günstiger – und besser für die Umwelt. Mit dem Tauschrechner oben setzt du deine eigenen Werte ein.
Wenn ein Ersatz ansteht, hilft dir unsere Kaufberatung für energiesparende Kühlschränke bei der Auswahl: Sie vergleicht sieben Modelle nach Bauart, Größe und Jahresverbrauch und zeigt, welcher Aufpreis sich durch geringere Stromkosten ausgleichen lässt.
Nicht in den Keller stellen
Wer ein neues Gerät kauft und das alte als Getränkekühlschrank im Keller weiterbetreibt, verbraucht am Ende mehr Strom als vorher. Wenn du das Altgerät ersetzt, gib es zur fachgerechten Entsorgung ab – der Handel nimmt Altgeräte beim Kauf eines neuen Geräts in vielen Fällen zurück.
Wenn du ohnehin einen Ersatz brauchst, vergleiche Geräte gleicher Bauart und Größe anhand der kWh-Angabe auf dem Label. Wähle eine passende Größe und vergleiche die tatsächlichen kWh-Angaben: Ein größeres Gerät verbraucht nicht automatisch mehr als jedes kleinere Modell.
Stromverbrauch vom Kühlschrank senken: fünf Handgriffe
- Stell 7 Grad ein – gemessen, nicht geschätzt. Leg ein einfaches Thermometer auf die oberste Ebene. Jedes Grad kälter kostet laut Verbraucherzentrale rund 6 Prozent mehr Strom.
- Taue ab, sobald sich Eis bildet. Schon 1 Zentimeter Eis erhöht den Verbrauch um 10 bis 15 Prozent.
- Prüf die Türdichtung. Klemm ein Blatt Papier in die geschlossene Tür. Lässt es sich an einer Stelle leicht herausziehen, schließt die Dichtung dort nicht mehr sauber.
- Gib dem Gerät Luft. Lüftungsgitter frei halten, nicht direkt neben Herd, Heizung, Spül- oder Waschmaschine und nicht in die Sonne stellen.
- Miss den Zweitkühlschrank. Wenn er nur ein paar Getränke kühlt, zeigt eine Wochenmessung, was er dich wirklich kostet – oft ist Abschalten die einfachste Ersparnis.
Sparsam gekühlt – und was kostet deine Kilowattstunde?
Ein neuer Kühlschrank spart dir im besten Fall einige Dutzend Euro im Jahr. Ein Stromtarif, der nicht mehr passt, kostet oft mehr – und lässt sich ohne Neukauf ändern. Wir vergleichen passende Angebote für deinen Verbrauch, deutschlandweit online, und du erreichst uns jederzeit über WhatsApp.
Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist der Tarifcheck kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung vom Anbieter. Wie wir mit deinen Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen zum Stromverbrauch vom Kühlschrank
Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank im Jahr?
Ein sparsamer Kühlschrank ohne Gefrierteil verbraucht 50 bis 70 kWh im Jahr, ein durchschnittliches Gerät ohne Gefrierfach mit 200 Litern aus dem Jahr 2020 rund 116 kWh. Kühl-Gefrier-Kombinationen liegen bei rund 150 bis 240 kWh. Alte Geräte brauchen deutlich mehr: Eine Kombi aus dem Jahr 1990 kommt im Schnitt auf 689 kWh.
Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank pro Tag?
Ein aktueller Kühlschrank braucht etwa 0,3 bis 0,5 kWh am Tag, besonders sparsame Modelle 0,14 bis 0,25 kWh. Den Tageswert erhältst du, indem du den Jahresverbrauch durch 365 teilst – oder indem du eine Woche misst und durch sieben teilst.
Wie viel Watt hat ein Kühlschrank?
Solange der Kompressor läuft, zeigt ein Messgerät meist einen zweistelligen Wattwert; co2online rechnet beispielhaft mit 90 Watt. Weil der Kompressor nur einen Teil der Zeit läuft, liegt der Mittelwert viel niedriger: 150 kWh im Jahr entsprechen im Schnitt rund 17 Watt. Für die Kosten zählt nur der Verbrauch in Kilowattstunden.
Was kostet ein Kühlschrank im Monat an Strom?
Bei 150 kWh im Jahr und 37 Cent je Kilowattstunde sind es 55,50 Euro im Jahr oder rund 4,60 Euro im Monat. Ein Altgerät mit 330 kWh kostet bei gleichem Preis rund 122 Euro im Jahr, also etwa 10 Euro im Monat. Rechne mit deinem eigenen Arbeitspreis, dann stimmt der Wert für deinen Haushalt.
Ab welchem Verbrauch lohnt sich ein neuer Kühlschrank?
Das Umweltbundesamt empfiehlt den Austausch aus Klimasicht erst ab rund 240 kWh im Jahr bei einem Kühlschrank und ab rund 340 kWh bei einer Kühl-Gefrier-Kombination. Die finanziellen Schwellen von etwa 460 bzw. 560 kWh gelten für die zehnjährige UBA-Modellrechnung mit einem Klasse-A-Neugerät. Für deinen konkreten Kaufpreis und Strompreis kann der Tauschrechner anders ausfallen.
Welche Temperatur ist im Kühlschrank richtig?
Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt empfehlen 7 Grad auf der obersten Ebene und minus 18 Grad im Gefrierfach. Jedes Grad kälter erhöht den Stromverbrauch des Kühlschranks laut Verbraucherzentrale um circa 6 Prozent.
Wie messe ich den Stromverbrauch meines Kühlschranks?
Steck ein Zwischenstecker-Messgerät zwischen Steckdose und Kühlschrank und miss mindestens sieben Tage lang, weil das Gerät in Intervallen arbeitet. Den Jahreswert rechnest du so aus: gemessene kWh ÷ 7 × 365. Viele Verbraucherzentralen verleihen Messgeräte für eine bis zwei Wochen.
Verbraucht ein alter Kühlschrank mehr Strom?
Ja, meist deutlich. Laut Kurzstudie der Verbraucherzentrale NRW verbrauchte ein durchschnittlicher Kühlschrank ohne Gefrierfach mit 200 Litern aus dem Jahr 1990 rund 351 kWh, ein vergleichbares Gerät von 2020 nur 116 kWh. Dazu kommt ein altersbedingter Mehrverbrauch, den die Studie mit rund 1 Prozent pro Lebensjahr ansetzt.
Fazit: Erst den Wert kennen, dann über ein neues Gerät entscheiden
Ein sparsamer Kühlschrank kostet dich im Jahr etwa 20 bis 45 Euro Strom, ein altes Kombigerät kann ein Mehrfaches davon verschlingen. Welcher Fall bei dir vorliegt, zeigt dir eine Woche Messen besser als jede Schätzung. Liegt dein Wert im normalen Bereich, stellst du 7 Grad ein, taust bei Bedarf ab und nutzt das Gerät weiter. Liegt er deutlich über den Schwellen des Umweltbundesamts, rechne den Tausch mit dem Tauschrechner durch. Und wenn die Stromrechnung trotz sparsamer Geräte hoch bleibt, lohnt der Blick auf den Preis, den du je Kilowattstunde zahlst.
Quellen
- Verbraucherzentrale – Den passenden Kühlschrank finden (Stand 07.07.2025), abgerufen am 11.09.2026: sieben Tage messen und hochrechnen, 7 Grad, circa 6 Prozent Mehrverbrauch je Grad, 10 bis 15 Prozent durch 1 Zentimeter Eis, Klasse-D-Gerät mit 150 Litern höchstens 90 kWh
- Umweltbundesamt – Kühlschrank: Mit kleinen Tipps unnötigen Stromverbrauch vermeiden (Stand 14.07.2026), abgerufen am 11.09.2026: 7 und minus 18 Grad, Aufstellort, 20 bis 80 Euro Stromkosten im Jahr, 15 Jahre Nutzungsdauer, Austauschschwellen 240/340 kWh (Klima) und 460/560 kWh (finanziell)
- co2online – Stromverbrauch senken beim Kühlschrank (Stand 04.04.2023), abgerufen am 11.09.2026: 50 bis 70 kWh für sparsame Kühlschränke ohne Gefrierteil, rund 150 kWh für Kombigeräte, bis zu 330 kWh für ein Gerät von 2002, Rechenbeispiel mit 90 Watt und zwölf Minuten Laufzeit pro Stunde
- Verbraucherzentrale NRW – Kurzstudie Stromeffizienz von Kühlgeräten (2022, PDF), abgerufen am 11.09.2026: Durchschnittsverbräuche 1990 und 2020, altersbedingter Mehrverbrauch von 1 Prozent pro Jahr, Prüfung eines Austauschs ab 15 Jahren
- Delegierte Verordnung (EU) 2019/2016 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Kühlgeräten, abgerufen am 11.09.2026: Label mit Skala A bis G ab 1. März 2021, Angaben auf dem Label, Klimaklassen
- BDEW-Strompreisanalyse (Stand 21.08.2026), abgerufen am 11.09.2026: durchschnittlicher Strompreis für Haushalte 2026 von 37,0 ct/kWh
Stand: 11.09.2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung. Alle Verbrauchswerte sind Richtwerte aus den genannten Quellen, die Rechenbeispiele eigene Modellrechnungen ohne Preiszusage. Der tatsächliche Verbrauch deines Geräts lässt sich nur durch Messen feststellen. Eine vollständige Fachprüfung des Beitrags ist nicht ausgewiesen.






