Gasheizung Stromverbrauch: Wie viel Strom braucht die Heizung?
Wie viel Strom eine Gasheizung im Jahr verbraucht, was das kostet, warum die Heizungspumpe der größte Verbraucher ist und was bei Stromausfall passiert. Mit Pumpen-Check.
Was kostet der Strom für deine Heizungspumpe?
Die Umwälzpumpe ist der größte Stromverbraucher der Gasheizung. Trag ihre Leistung und die Laufzeit ein. Der Check zeigt dir Verbrauch und Kosten pro Jahr und was eine Hocheffizienzpumpe spart.
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So rechnet der Check
Verbrauch in kWh = Leistung in Watt × Laufzeit in Stunden ÷ 1.000. Kosten = Verbrauch × Strompreis. Für den Vergleich setzt der Check eine Hocheffizienzpumpe mit 15 Watt und dieselbe Laufzeit an.
Geregelte Pumpen laufen oft mit weniger als ihrer Höchstleistung. Das Ergebnis ist deshalb eine Obergrenze. Regelung, Zündung und Gebläse der Therme sind nicht eingerechnet.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt: Der Stromverbrauch einer Gasheizung liegt laut co2online bei rund 120 bis 250 kWh im Jahr, wenn die Anlage modern ist und eine Hocheffizienzpumpe hat. Ältere Gasheizungen mit ungeregelter Pumpe brauchen rund 400 bis 700 kWh. Bei 37 Cent pro kWh sind das etwa 44 bis 93 Euro oder 148 bis 259 Euro im Jahr. Den meisten Strom verbraucht die Umwälzpumpe.
Eine Gasheizung heizt mit Gas, braucht aber auch Strom. Ohne Strom laufen weder Pumpe noch Regelung, und der Brenner zündet nicht. Der Stromverbrauch ist klein im Vergleich zum Gasverbrauch, fällt aber jedes Jahr an und steckt in deiner Stromrechnung.
Hier erfährst du, wofür die Heizung Strom braucht, wie viel Strom eine Gasheizung verbraucht, was das kostet, warum die Heizungspumpe der größte Verbraucher ist und wie du den Stromverbrauch senkst. Mit Pumpen-Check zum Selbstrechnen.
Die Pumpe entscheidet, ob die Gasheizung viel oder wenig Strom braucht.
- 120 bis 700 kWh Strom braucht eine Gasheizung im Jahr, je nach Alter und Pumpe (co2online).
- 80 bis 100 Watt und mehr haben alte Heizungspumpen, Hocheffizienzpumpen meist 15 Watt oder weniger (Verbraucherzentrale).
- Bis zu 120 Euro im Jahr spart der Tausch einer alten Pumpe laut Verbraucherzentrale.
Wofür braucht eine Gasheizung Strom?
Das Gas liefert die Wärme, der Strom hält die Anlage in Betrieb. Den Energieverbrauch und den Wirkungsgrad der Heizung bestimmen vor allem Brenner und Gas. Die Heizleistung einer Gastherme wird in kW angegeben, die Pumpe dagegen in Watt. Diese Teile einer Gasheizung brauchen Strom:
- Umwälzpumpe: Sie pumpt das warme Heizungswasser durch Rohre und Heizkörper. Sie ist der größte Stromverbraucher der Gasheizung.
- Regelung und Steuerung: Die Elektronik schaltet den Brenner, regelt die Temperatur und zeigt Störungen an.
- Zündung und Gebläse: Die Zündung entflammt das Gas, das Gebläse führt Luft zu und die Abgase ab.
- Warmwasser: Bereitet die Gasheizung auch warmes Wasser, läuft sie öfter. Eine Zirkulationspumpe für warmes Wasser, falls vorhanden, braucht zusätzlich Strom. Kommt dein warmes Wasser aus einem elektrischen Durchlauferhitzer, zählt dessen Strom extra.
Wie viel Gas deine Heizung im Jahr verbraucht und was normal ist, zeigt der Ratgeber Gasverbrauch.
Wie viel Strom verbraucht eine Gasheizung?
co2online nennt für den Stromverbrauch einer Gasheizung diese Werte (Stand 11.03.2025):
| Haus | pro Tag | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 0,3 bis 2,0 kWh | 10 bis 60 kWh | 120 bis 700 kWh |
| Wohnung | 0,3 bis 1,5 kWh | 10 bis 45 kWh | 120 bis 400 kWh |
Der größte Unterschied liegt im Alter der Anlage: Eine moderne Gasheizung mit Hocheffizienzpumpe braucht laut co2online rund 120 bis 250 kWh im Jahr, eine ältere mit ungeregelter Pumpe rund 400 bis 700 kWh. Den Stromverbrauch deines ganzen Haushalts ordnest du mit dem Stromverbrauchsrechner ein.
Was kostet der Strom für die Gasheizung?
Die Berechnung ist einfach: Stromverbrauch in kWh mal Strompreis. So kannst du die jährlichen Stromkosten abschätzen. Mit dem BDEW-Durchschnittspreis für Haushalte von 37 ct pro kWh ergibt sich:
| Anlage | Strom pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Moderne Therme, Wohnung | 120 kWh | rund 44 Euro |
| Moderne Therme, Einfamilienhaus | 250 kWh | rund 93 Euro |
| Ältere Anlage, ungeregelte Pumpe | 400 kWh | rund 148 Euro |
| Ältere Anlage, großes Haus | 700 kWh | rund 259 Euro |
Eigene Beispielrechnung mit den Verbrauchswerten von co2online. Was du für eine Kilowattstunde zahlst, steht auf deiner Stromrechnung. Wie sich der Preis zusammensetzt, erklärt der Ratgeber Arbeitspreis Strom.
Die Heizungspumpe: der größte Stromverbraucher
Die Umwälzpumpe läuft in der Heizperiode oft rund um die Uhr. Alte ungeregelte Pumpen laufen dabei immer mit derselben Leistung, egal wie viel Wärme gerade gebraucht wird. Sie haben laut Verbraucherzentrale oft 80 bis 100 Watt oder mehr und machen etwa 10 Prozent des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts aus.
Moderne Hocheffizienzpumpen regulieren ihre Drehzahl nach Bedarf und arbeiten dadurch deutlich effizienter als herkömmliche ungeregelte Pumpen. Sie kommen meist mit 15 Watt oder weniger aus und brauchen laut Verbraucherzentrale rund 90 Prozent weniger Strom. energie-experten.org rechnet bei 5.000 Betriebsstunden im Jahr so:
| Pumpe | Leistung | Strom pro Jahr | Kosten bei 37 Cent |
|---|---|---|---|
| Alt, ungeregelt | Ø 84 Watt | 420 kWh | rund 155 Euro |
| Hocheffizienzpumpe | 7 bis 25 Watt | 35 bis 125 kWh | rund 13 bis 46 Euro |
Seit 2013 gelten in der EU Mindestanforderungen an die Effizienz von Heizungspumpen, 2015 wurden sie verschärft. Neue Pumpen dürfen laut Verbraucherzentrale einen Energieeffizienzindex (EEI) von höchstens 0,23 haben, sehr sparsame Modelle liegen unter 0,20. Als Faustregel nennt die Verbraucherzentrale 0,5 bis 1 Watt elektrische Leistung je Heizkörper.
Die Pumpe sitzt meist unter oder in der Therme, bei älteren Anlagen oft am Heizkessel im Keller. Auf dem Typenschild stehen die Leistung in Watt und bei neueren Pumpen der EEI-Wert. Vergleich die Wattzahl mit den Werten in der Tabelle. Im Zweifel fragst du bei der nächsten Wartung den Fachbetrieb.
Der Tausch kostet laut energie-experten.org etwa 300 bis 400 Euro inklusive Einbau (Stand 2022). Das BAFA fördert die Heizungsoptimierung als Einzelmaßnahme. Den Pumpentausch allein fördert es laut co2online aber nicht, er muss mit einem hydraulischen Abgleich kombiniert werden. Den Antrag stellst du vor dem Auftrag. Prüf die aktuellen Bedingungen direkt beim BAFA. Was deine Pumpe im Jahr kostet, rechnest du mit dem Pumpen-Check oben aus.
Stromverbrauch der Gasheizung senken: fünf Hebel
- Hocheffizienzpumpe einbauen: Der größte Hebel bei alten Anlagen. Laut Verbraucherzentrale sparst du bis zu 120 Euro im Jahr.
- Hydraulischen Abgleich machen lassen: Das Heizungswasser verteilt sich dann gleichmäßig. Laut Verbraucherzentrale senkt das auch den Stromverbrauch einer älteren Pumpe deutlich.
- Pumpenstufe prüfen: Bei älteren Pumpen mit Stufenschalter lässt sich die Leistung einstellen. Ob eine niedrigere Stufe reicht, prüft der Fachbetrieb bei der Wartung.
- Sommerbetrieb nutzen: Stell die Heizung außerhalb der Heizperiode auf Sommer- oder Warmwasserbetrieb, damit die Pumpe nicht unnötig das Heizungswasser umwälzt.
- Heizung entlüften: Luft im System stört den Wasserumlauf, Heizkörper werden nur teilweise warm. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Heizung entlüften.
Laut Verbraucherzentrale-Energieberatung lässt sich der Stromverbrauch der Heizung durch eine Optimierung um bis zu 80 Prozent senken. Mehr Energieeffizienz bringt also schon ein kleiner Eingriff. Die passende Raumtemperatur senkt zusätzlich den Gasverbrauch.
Stromverbrauch der Gasheizung messen
Hängt deine Gastherme an einer Steckdose, kannst du ein Strommessgerät oder eine WLAN-Steckdose mit Strommessung dazwischenstecken und den Verbrauch über einige Tage messen. Miss am besten einmal im Winter und einmal im Sommer, denn in der Heizperiode läuft die Pumpe viel länger.
Ist die Therme fest angeschlossen, lässt sich der Verbrauch nicht einfach messen. Eingriffe in die Elektrik gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Wie du die übrigen Geräte im Haushalt misst, zeigt der Ratgeber Stromverbrauch messen.
Gasheizung ohne Strom: Was passiert bei Stromausfall?
Eine Gasheizung funktioniert ohne Strom nicht. Ohne Strom laufen weder die Umwälzpumpe noch die Regelung, und die Zündung entflammt das Gas nicht. Die Heizung bleibt kalt, obwohl Gas vorhanden ist. Das gilt genauso für eine Ölheizung.
Eine Gasheizung mit Notstrom zu betreiben, ist grundsätzlich möglich. Ob und wie das bei deiner Anlage sicher geht, klärst du mit dem Heizungsbauer. Schließ die Therme nicht auf eigene Faust an ein Notstromaggregat oder eine Powerstation an. Was eine tragbare Powerstation beim Stromausfall kann und was nicht, steht in unserem Ratgeber.
Wärmepumpe vs. Gasheizung: Strom ist nicht gleich Strom
Bei der Gasheizung ist der Strom nur Hilfsenergie für Pumpe und Regelung, die Wärme erzeugt das Gas. Gas und Öl sind fossile Energieträger. Eine Wärmepumpe dagegen heizt mit Strom: Sie holt Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und bringt sie mit einem Verdichter auf Heiztemperatur. Im Vergleich zur Gasheizung ist ihr jährlicher Stromverbrauch deshalb um ein Vielfaches höher, dafür fällt der Gasverbrauch weg. Die beiden Stromwerte lassen sich nicht direkt vergleichen.
Wie effizient Wärmepumpen arbeiten, zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie gibt an, wie viele kWh Wärme über das Jahr aus einer kWh Strom entstehen. Der COP ist dagegen ein Messwert unter festen Prüfbedingungen, etwa bei einer bestimmten Außentemperatur. Bei einer Luftwärmepumpe hängt der Stromverbrauch stark von Außentemperatur und Wärmebedarf ab. Eine eigene Photovoltaik-Anlage (PV) kann einen Teil des Stroms liefern.
Für einen fairen Kostenvergleich rechnest du die Energiekosten beider Heizlösungen aus: bei der Gasheizung die kWh Gas mal Gaspreis plus die geringen Stromkosten für Pumpe und Regelung, bei der WP die kWh Strom mal Strompreis. Dazu kommen Anschaffung und Installation. Eine Energieberatung hilft, den Wärmebedarf zu ermitteln und eine Sanierung sinnvoll zu planen. Was eine Wärmepumpe kostet, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten. Was das neue Recht für bestehende Gasheizungen bedeutet, steht im Ratgeber Heizungsgesetz 2026.
Fünf Tipps zum Stromverbrauch deiner Gasheizung
- Typenschild der Pumpe ansehen. Leistung in Watt und EEI zeigen dir, ob sich ein Tausch lohnt.
- Bei der Wartung nachfragen. Der Fachbetrieb prüft Pumpenstufe und Einstellungen ohne großen Aufwand.
- Förderung vor dem Auftrag beantragen. Pumpentausch zusammen mit hydraulischem Abgleich planen.
- Sommerbetrieb einstellen. Außerhalb der Heizperiode muss kein Heizungswasser umgewälzt werden.
- Stromtarif prüfen. Mit eigener Therme laufen Pumpe, Regelung und Haushalt meist über denselben Zähler.
Strom und Gas: Prüf beide Tarife
Deine Gasheizung braucht Gas für die Wärme und Strom für Pumpe und Regelung. Wir prüfen kostenlos, ob für deinen Strom- und Gasverbrauch ein günstigerer Tarif drin ist.
Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.
Häufig gestellte Fragen zum Stromverbrauch der Gasheizung
Wie viel Strom verbraucht eine Gasheizung im Jahr?
Laut co2online braucht eine moderne Gasheizung mit Hocheffizienzpumpe rund 120 bis 250 kWh Strom im Jahr. Ältere Anlagen mit ungeregelter Pumpe kommen auf rund 400 bis 700 kWh.
Was kostet der Strom für eine Gasheizung?
Bei 37 Cent pro kWh kosten 120 bis 250 kWh rund 44 bis 93 Euro im Jahr. Bei einer älteren Anlage mit 400 bis 700 kWh sind es rund 148 bis 259 Euro.
Welches Teil der Gasheizung braucht am meisten Strom?
Die Umwälzpumpe, auch Heizungspumpe genannt. Sie läuft in der Heizperiode oft rund um die Uhr. Dazu kommen Regelung, Zündung und Gebläse der Therme.
Wie viel Watt hat eine Heizungspumpe?
Alte ungeregelte Pumpen haben laut Verbraucherzentrale oft 80 bis 100 Watt oder mehr. Hocheffizienzpumpen kommen meist mit 15 Watt oder weniger aus.
Lohnt sich der Tausch der Heizungspumpe?
Bei einer alten ungeregelten Pumpe meist ja. Laut Verbraucherzentrale spart eine Hocheffizienzpumpe bis zu 120 Euro im Jahr. Der Tausch kostet laut energie-experten.org etwa 300 bis 400 Euro inklusive Einbau.
Funktioniert eine Gasheizung bei Stromausfall?
Nein. Umwälzpumpe, Regelung und Zündung brauchen Strom. Fällt der Strom aus, bleibt die Heizung kalt, obwohl Gas vorhanden ist.
Kann ich die Gasheizung mit Notstrom betreiben?
Das ist nur in Absprache mit einem Fachbetrieb sinnvoll. Er prüft, ob und wie die Therme sicher an eine Notstromversorgung angeschlossen werden kann.
Zahle ich als Mieter den Strom für die Zentralheizung?
Ja, aber über die Heizkosten. Die Kosten des Betriebsstroms einer zentralen Heizungsanlage sind nach § 2 Nr. 4 Buchstabe a der Betriebskostenverordnung umlagefähig. Bei einer eigenen Gastherme in der Wohnung läuft der Strom meist über deinen eigenen Zähler.
Fazit: Die Pumpe entscheidet
Eine Gasheizung braucht je nach Alter rund 120 bis 700 kWh Strom im Jahr, bei 37 Cent pro kWh also etwa 44 bis 259 Euro. Den größten Teil verbraucht die Umwälzpumpe. Läuft bei dir noch eine alte ungeregelte Pumpe, lohnt sich der Tausch gegen eine Hocheffizienzpumpe meist, am besten zusammen mit einem hydraulischen Abgleich und nach Förderantrag. Bei Stromausfall bleibt jede Gasheizung kalt, Notstrom nur mit dem Fachbetrieb.
Quellen und Stand der Angaben
Verbrauch, Pumpe und Förderung · Links geprüft am 26. September 2026 · Wortlaut-Prüfung ausstehend
- co2online: Stromverbrauch einer Gasheizung (11.03.2025)
- Verbraucherzentrale: Heizung optimieren und Heizkosten sparen (Stand 10.02.2026)
- Verbraucherzentrale Energieberatung: Heizung optimieren (10.03.2026)
- energie-experten.org: Hocheffizienzpumpe – Technik, Verbrauch und Kosten (22.07.2022)
- co2online: Förderung Heizungsoptimierung – Fragen und Antworten (09.02.2024)
- BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (21.08.2026)
- blackout-bistdubereit.de: Funktioniert die Gasheizung bei einem Stromausfall? (aktualisiert 01.07.2026)
- § 2 BetrKV – Aufstellung der Betriebskosten, Nr. 4 a Betriebsstrom der Heizung (Wortlaut geprüft am 26.09.2026)






