Lastprofil Strom im Gewerbe: SLP, RLM und Lastgang einfach erklärt
SLP, RLM und Lastgang beschreiben unterschiedliche Dinge. Ordne zuerst ein, welche Daten für deine Verbrauchsstelle tatsächlich vorliegen.
Inhaltsverzeichnis
- Schnell erklärt: Was ist ein Lastprofil beim Strom?
- Standardlastprofil: Wie ein SLP beim Strom funktioniert
- Standardlastprofile für Haushalt und Gewerbe: H0, G0 und G25
- RLM: Was bei der registrierenden Lastgangmessung erfasst wird
- Lastgang und Lastgangdaten verständlich erklärt
- SLP, RLM und Lastgang direkt verglichen
- Deinen nächsten Schritt vorbereiten
- Gilt RLM automatisch ab 100.000 kWh?
- Wer macht was? Die Rollen rund um Lastprofil und Messung
- Praxisbeispiel: Lastprofile und Verbrauchsverhalten im Gewerbe
- Welche Daten sind für ein Gewerbestromangebot hilfreich?
- Passende Angebote persönlich prüfen lassen
- Häufige Fragen
- Fazit: Den nächsten Schritt festhalten
Kurz gesagt: Ein Standardlastprofil ist typisiert; RLM bezeichnet ein Messverfahren und der Lastgang die zeitliche Messwertreihe.
Beginne mit Abrechnung und vorhandenen Messdateien. Übernimm die dort ausgewiesene Messart, statt sie allein aus der Branche oder Jahresmenge abzuleiten.
Ein Lastprofil beschreibt die zeitliche Verteilung des Strombezugs. SLP verwendet einen typisierten Verlauf, während zeitbezogene Messdaten den individuellen Bezug abbilden. Die Jahresmenge allein legt das konkrete Verfahren nicht universell fest. Entscheidend sind auch Messtechnik und Marktregeln. Für eine Angebotsprüfung helfen vorhandene Abrechnungen, Messart, Verbrauchsstelle und gegebenenfalls Lastgangdaten.
Schnell erklärt: Was ist ein Lastprofil beim Strom?
Ein Lastprofil zeigt, wie sich der Strombezug über die Zeit verteilt. Bei einem Standardlastprofil wird ein typischer Verlauf zur Bilanzierung verwendet. Bei einer registrierenden Lastgangmessung entstehen dagegen zeitlich aufgelöste Messwerte. Die daraus gebildete Messwertreihe heißt Lastgang.
Das konkrete Verfahren hängt von Messtechnik, Jahresverbrauch, Netzgebiet und Marktregeln ab. Ein Lastprofil kann einen typisierten oder einen tatsächlich gemessenen Verlauf beschreiben.
Standardlastprofil: Wie ein SLP beim Strom funktioniert
Ein Standardlastprofil, kurz SLP, ist ein typisierter Verbrauchsverlauf und keine individuelle Viertelstundenmessung. Das Standardlastprofilverfahren ermöglicht es, Verbrauchsstellen auch dann bilanziell abzubilden, wenn keine registrierende Lastgangmessung vorliegt.
Prognostizierter Verlauf statt individueller Viertelstundenmessung
Beim SLP Strom wird nicht für jede Viertelstunde ein individueller Leistungswert Deines Betriebs gemessen. Stattdessen verwendet der Netzbetreiber einen standardisierten Verlauf, der zu einer bestimmten Kundengruppe passt. Dieser Verlauf beschreibt beispielsweise, zu welchen Tageszeiten der Strombezug typischerweise höher oder niedriger ist.
Für die Bilanzierung wird das Profil mit der Jahresverbrauchsprognose der Verbrauchsstelle kombiniert. So entsteht eine rechnerische Verteilung der erwarteten Energiemenge über das Jahr. Dein tatsächlicher Betrieb kann davon abweichen, weil ein Standardlastprofil immer eine Typisierung und keine exakte Abbildung des einzelnen Unternehmens ist.
Jahresverbrauchsprognose und tatsächliche Verbrauchsmenge
Die Jahresverbrauchsprognose legt fest, welcher Stromverbrauch für einen Profilkunden im kommenden Zeitraum erwartet wird. Nach der aktuellen GPKE-Festlegung basiert sie in der Regel auf dem Vorjahresverbrauch. Bei einer neuen Verbrauchsstelle oder deutlichen betrieblichen Veränderungen können andere plausible Angaben erforderlich sein.
Nach der Ablesung wird die ermittelte elektrische Arbeit mit der profilbasiert bilanzierten Energiemenge verglichen. Daraus entstehende Jahresmehr- oder Jahresmindermengen werden im vorgesehenen Marktprozess abgerechnet.
Wer das Standardlastprofil zuordnet
Das angewendete Standardlastprofil wird nicht vom Stromkunden frei gewählt. Der zuständige Netzbetreiber wendet das Profil- und Bilanzierungsverfahren an und ordnet der Verbrauchsstelle gegebenenfalls ein geeignetes Profil zu.
Die Branche eines Unternehmens kann dabei ein Anhaltspunkt sein, erzwingt aber nicht automatisch ein bestimmtes Profil. Maßgeblich sind die Vorgaben und Verfahren im jeweiligen Netzgebiet sowie die konkreten Daten der Marktlokation.
Profilangabe vorhanden
Intervallwerte vorhanden
Messart unklar
Standardlastprofile für Haushalt und Gewerbe: H0, G0 und G25
Profilbezeichnungen wie H0, G0 oder G25 stehen für typisierte Verbrauchsverläufe bestimmter Kundengruppen. Sie sind keine Tarifnamen und sagen allein noch nicht, welches Profil an Deiner Verbrauchsstelle tatsächlich eingesetzt wird.
Historische Profile H0 und G0 bis G6
H0 bezeichnet das bekannte historische Haushaltsprofil. Für Gewerbe wurden unter anderem G0 bis G6 verwendet. Die verschiedenen G-Profile bildeten typische Verbrauchsmuster ab, etwa allgemeinen Gewerbebedarf oder bestimmte zeitliche Betriebsschwerpunkte.
Diese Profile stammen aus einer älteren Profilgeneration. Netzbetreiber können weiterhin historische, aktualisierte, eigene oder kombinierte Profile verwenden.
Weitere Profilgruppen können etwa Landwirtschaft, Straßenbeleuchtung, Wärmepumpen oder unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen abbilden.
BDEW-Standardlastprofile 2025: Anwendung und Profilgruppen
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlichte 2025 aktualisierte Standardlastprofile Strom:
- H25 für Haushalte,
- G25 für Gewerbe,
- L25 für Landwirtschaft,
- P25 für Haushaltslieferstellen mit Photovoltaikeinfluss und
- S25 für Haushaltslieferstellen mit Photovoltaik- und Speichereinfluss.
Diese standardisierten Lastprofile sollen heutige Verbrauchsmuster besser abbilden.
G25 ist das aktualisierte BDEW-Gewerbeprofil. Anders als bei den historischen G0- bis G6-Profilen stellt der BDEW dabei ein gemeinsames Gewerbeprofil bereit. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Gewerbekunde automatisch das G25 Lastprofil erhält.
Warum Netzbetreiber unterschiedliche Profile verwenden können
Die BDEW-Profile aus 2025 sind freiwillige Branchenhilfen und nicht automatisch bei jedem Netzbetreiber verbindlich. Der BDEW stellt ausdrücklich klar, dass Netzbetreiber die neuen Profile, ältere Profile, eigene Profile oder eine Mischung daraus verwenden können. Vor der Anwendung soll ihre Wirkung im jeweiligen Netz geprüft werden.
Deshalb können vergleichbare Betriebe in verschiedenen Netzgebieten unterschiedlich eingeordnet sein. Verbindlich ist nicht die freie Auswahl des Kunden, sondern das im jeweiligen Bilanzierungsgebiet angewendete Verfahren.
RLM: Was bei der registrierenden Lastgangmessung erfasst wird
Die Abkürzung RLM wird im Markt häufig als „registrierende Leistungsmessung“ verwendet. Die aktuelle gesetzliche Bezeichnung lautet „registrierende Lastgangmessung“. RLM bezeichnet das Messverfahren; der Lastgang ist die daraus entstehende Messwertreihe.
Leistungsmittelwerte und Viertelstundenintervalle
Bei der RLM Strom wird die durchschnittliche Leistung in Viertelstundenintervallen von jeweils 15 Minuten erfasst. Dadurch wird sichtbar, wann eine Verbrauchsstelle Leistung aus dem Netz bezieht und wie sich der Bezug im Tages- oder Wochenverlauf verändert.
Die Messwerte werden durch die vorgesehene Messtechnik erhoben und über die Marktprozesse weitergegeben. Für Lieferanten und Netzbetreiber stehen damit zeitlich aufgelöste Daten zur Verfügung, anstatt den Verbrauch ausschließlich über einen typisierten Verlauf zu verteilen.
Warum RLM kein individuelles Standardlastprofil ist
Eine RLM erzeugt keinen besonderen Typ von Standardlastprofil. Sie liefert individuelle Messwerte der konkreten Verbrauchsstelle. Ein SLP bildet dagegen einen typischen Verlauf einer Gruppe ab.
Deshalb ist die Formulierung „individuelles Standardlastprofil“ missverständlich. Entweder wird eine Verbrauchsstelle anhand eines Profilverfahrens bilanziert oder es liegen zeitlich aufgelöste Messwerte vor, die den individuellen Verlauf abbilden.
SLP
RLM
Lastgang
Lastgang und Lastgangdaten verständlich erklärt
Ein Lastgang ist die zeitlich geordnete Reihe gemessener Verbrauchs- oder Leistungswerte. Lastgangdaten zeigen daher nicht nur, wie viel Strom insgesamt verbraucht wurde, sondern auch, wann bestimmte Bezugsphasen aufgetreten sind.
Der Lastgang als zeitliche Messwertreihe
Prüfe zuerst, ob die Datei Leistung in kW oder Energie je Intervall in kWh ausweist. Ein Mittelwert von 40 kW über 15 Minuten entspricht 10 kWh Energie: 40 kW × 0,25 Stunden. Stehen bereits kWh je Intervall in der Datei, dürfen diese nicht nochmals mit 0,25 multipliziert werden. Kontrolliere außerdem Zeitstempel, Zeitzone und fehlende oder doppelte Intervalle, bevor du Werte addierst.
Der Lastgang Strom ist detaillierter als eine Jahresverbrauchsangabe. Daraus folgt jedoch keine garantierte Einsparung.
Unterschied zwischen Lastgang und Standardlastprofil
Der Lastgang beruht auf individuellen Messwerten. Das Standardlastprofil beruht auf einem typisierten Verlauf. Beide dienen der zeitlichen Einordnung von Strommengen, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrer Datengrundlage.
Ein SLP kann Deinen tatsächlichen Tagesablauf nur näherungsweise abbilden. Lastgangdaten zeigen dagegen den gemessenen Verlauf der Verbrauchsstelle innerhalb der erfassten Intervalle.
Wofür Lastgangdaten verwendet werden können
Lastgangdaten können Lieferanten bei der Kalkulation eines Gewerbestromangebots unterstützen. Sie helfen dabei, die zeitliche Verteilung des Strombezugs nachzuvollziehen und vorhandene Verbrauchsunterlagen korrekt einzuordnen.
Für betriebliche Prüfungen können die Daten Hinweise auf regelmäßige Lastphasen geben. Eine technische Lastganganalyse bleibt eine eigenständige Leistung.
SLP, RLM und Lastgang direkt verglichen
SLP
- Was ist es? Ein standardisiertes Verfahren mit typisiertem Verbrauchsverlauf.
- Datengrundlage: Profil und Jahresverbrauchsprognose statt individueller Viertelstundenmessung.
- Wozu dient es? Zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Strommengen.
- Wichtigste Abgrenzung: Ein SLP ist kein gemessener Lastgang.
RLM
- Was ist es? Ein Messverfahren zur zeitlich aufgelösten Erfassung des Strombezugs.
- Datengrundlage: gemessene Werte in Viertelstundenintervallen.
- Wozu dient es? Zur Bereitstellung individueller Messdaten für Bilanzierung und Abrechnung.
- Wichtigste Abgrenzung: RLM bezeichnet die Messung, nicht die Messwertreihe.
Lastgang
- Was ist es? Die zeitlich geordnete Reihe der erfassten Werte.
- Datengrundlage: die vom Messsystem bereitgestellten Intervallwerte.
- Wozu dient er? Zur Darstellung des individuellen Verbrauchsverlaufs.
- Wichtigste Abgrenzung: Der Lastgang ist das Ergebnis der Messung und kein Standardprofil.
Fünf Handgriffe für deine Unterlagen
- Verbrauchsstelle eindeutig zuordnen
- Messart aus Unterlagen übernehmen
- Dateizeitraum notieren
- Einheit und Intervall prüfen
- Fehlende Daten beim Zuständigen anfragen
Gilt RLM automatisch ab 100.000 kWh?
Nein. 100.000 kWh sind eine wichtige Schwelle, aber keine universelle automatische RLM-Grenze. Für eine korrekte Einordnung müssen Profilverfahren, Messwerterhebung und vorhandene Messtechnik getrennt betrachtet werden.
Was die aktuellen GPKE-Regeln zum Profilverfahren vorgeben
Die GPKE ist eine verbindliche Festlegung der Bundesnetzagentur. Nach GPKE Teil 1, Kapitel 8.3 werden Verbrauchsstellen im Niederspannungsnetz bis einschließlich 100.000 kWh Jahresverbrauch grundsätzlich über Profilverfahren bilanziert. Das gilt jedoch nicht uneingeschränkt, wenn nach dem Messstellenbetriebsgesetz Last- oder Zählerstandsgänge übermittelt werden.
Netznutzer und Netzbetreiber können außerdem im Einzelfall eine niedrigere Profilgrenze vereinbaren, soweit das Messstellenbetriebsgesetz nicht entgegensteht. Die Schwelle darf daher nicht als freie Wahlmöglichkeit des Kunden verstanden werden.
Welche Messung § 55 MsbG oberhalb der Schwelle vorsieht
Bei einem Jahresstromverbrauch von mehr als 100.000 kWh sieht § 55 MsbG eine Zählerstandsgangmessung oder, soweit erforderlich, eine viertelstündliche registrierende Lastgangmessung vor. Oberhalb der Schwelle ist damit nicht ausnahmslos eine klassische RLM vorgeschrieben.
Bis einschließlich 100.000 kWh kann ebenfalls eine Zählerstandsgangmessung relevant werden, sobald die Verbrauchsstelle mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet ist. Die Bilanzierung kann dann auf Viertelstundenwerten beruhen.
Warum Messtechnik und Einzelfall entscheidend bleiben
100.000 kWh: wichtige Grenze, aber keine starre RLM-Automatik
Für deine Anfrage genügt deshalb die Jahresmenge allein nicht. Übernimm die Messart aus den vorhandenen Unterlagen. Fehlt sie, frage den zuständigen Messstellenbetreiber nach dem eingesetzten Messverfahren und den verfügbaren Zeitreihen; die Anwendung des Profilverfahrens klärst du mit dem Netzbetreiber.
Wer macht was? Die Rollen rund um Lastprofil und Messung
Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromlieferant haben unterschiedliche Aufgaben. Eine saubere Rollentrennung ist wichtig, damit aus einer Angebotsprüfung keine technische Mess- oder Netzleistung abgeleitet wird.
Netzbetreiber: Profilverfahren und Netznutzung
Der Verteilnetzbetreiber (VNB) betreibt das Stromnetz und wendet die vorgesehenen Profil- und Bilanzierungsverfahren an. Er ordnet einer Verbrauchsstelle gegebenenfalls das im Netzgebiet verwendete Lastprofil zu und legt bei Profilkunden die Jahresverbrauchsprognose fest.
Messstellenbetreiber: Zähler, Messung und Datenübermittlung
Der Messstellenbetreiber ist für Einbau und Betrieb der Messtechnik, die Messwerterhebung sowie die Aufbereitung und Übermittlung der Messwerte zuständig. Dazu können Arbeitswerte, Zählerstandsgänge oder Lastgangdaten gehören.
Stromlieferant und Bilanzierung
Der Stromlieferant übernimmt die Belieferung und nutzt die verfügbaren Verbrauchs- und Messdaten für Kalkulation, Marktprozesse und Abrechnung. Welche Unterlagen für ein Angebot benötigt werden, hängt unter anderem von Messart und Verbrauchsstelle ab.
Welche Rolle Ganter Energie übernimmt
Ganter Energie erklärt die Begriffe und hilft Dir, vorhandene Unterlagen und Daten für eine Angebotsprüfung zusammenzustellen. Außerdem unterstützt Ganter Energie bei der Prüfung und beim Vergleich von Gewerbestromangeboten.
Ganter Energie ordnet keine Lastprofile zu, betreibt keine Messstellen, baut keine Zähler um und erstellt keine technischen RLM-Lastgänge.
Praxisbeispiel: Lastprofile und Verbrauchsverhalten im Gewerbe
Fiktives Beispiel: Ein Büro bezieht Strom überwiegend werktags während der Arbeitszeit. In einer Bäckerei mit elektrischen Backöfen beginnt eine ausgeprägte Bezugsphase bereits vor Ladenöffnung. Auch bei gleichem Jahresverbrauch unterscheiden sich dadurch die Zeitpunkte des Strombezugs. Die Branche veranschaulicht hier nur ein mögliches Verbrauchsverhalten; sie bestimmt nicht automatisch die Profilzuordnung.
Bei einem Profilverfahren werden beide Verbrauchsstellen anhand des jeweils zugeordneten typisierten Verlaufs und ihrer Jahresverbrauchsprognose bilanziert. Der tatsächliche Tagesablauf kann vom verwendeten Profil abweichen.
Lastgangdaten zeigen den zeitlichen Wirkleistungsbezug. Ob zusätzlich Blindleistung relevant ist, lässt sich erst mit den passenden Mess- und Abrechnungsdaten beurteilen.
Liegen Lastgangdaten vor, werden die gemessenen Bezugsphasen der Verbrauchsstelle sichtbar. Das Beispiel legt jedoch kein Profil oder Messverfahren allein aufgrund der Branche fest.
Welche Daten sind für ein Gewerbestromangebot hilfreich?
Für eine strukturierte Angebotsprüfung sind vor allem Angaben hilfreich, die Verbrauchsstelle, Messung und gewünschten Lieferzeitraum eindeutig beschreiben:
- Jahresverbrauch,
- Zählernummer oder andere verfügbare Identifikationsdaten,
- Marktlokations-ID, sofern vorhanden,
- Netzgebiet beziehungsweise zuständiger Netzbetreiber,
- Messart,
- vorhandener Lastgang beziehungsweise Lastgangdaten,
- gewünschter Lieferbeginn und
- bisherige Abrechnung oder ein bereits vorliegendes Angebot.
Vollständige Unterlagen erleichtern die Prüfung von Annahmen und Angebotsangaben. Preise, Laufzeiten und Vertragsbestandteile ordnest Du im Ratgeber Gewerbestromangebote richtig vergleichen ein.
Passende Angebote persönlich prüfen lassen
Deine Unterlagen sind geordnet und du möchtest konkrete Angebote vergleichen? Wir prüfen passende verfügbare Tarife aus unserem Netzwerk anhand deiner Situation.
Kein vollständiger Live-Marktvergleich und keine Rechts-, Steuer- oder technische Beratung. Eine bestimmte Ersparnis oder ein Bestpreis wird nicht garantiert. Bei erfolgreichem Abschluss oder einer Vermittlung kann Ganter Energie eine Vergütung erhalten.
Angaben aus der Arbeitshilfe werden nicht automatisch übertragen.Datenschutz
Häufige Fragen
Was ist ein Lastprofil beim Strom?
Ein Lastprofil zeigt, wie sich der Strombezug über die Zeit verteilt. Es kann einen typisierten Verlauf für eine Kundengruppe oder einen anhand von Messwerten dargestellten individuellen Verlauf beschreiben.
Was ist der Unterschied zwischen SLP und RLM?
Ein SLP ist ein typisierter Verbrauchsverlauf für die Bilanzierung. RLM ist ein Messverfahren, das zeitlich aufgelöste Werte der konkreten Verbrauchsstelle erfasst.
Ist ein Lastgang dasselbe wie ein Lastprofil?
Nein. Ein Lastgang ist eine zeitlich geordnete individuelle Messwertreihe. Der Begriff Lastprofil ist weiter gefasst und kann auch ein standardisiertes, nicht individuell gemessenes Profil bezeichnen.
Wer legt das Standardlastprofil fest?
Der zuständige Netzbetreiber wendet das Profilverfahren an und ordnet gegebenenfalls das passende Profil zu. Der Stromkunde und Ganter Energie wählen das Profil nicht frei aus.
Ab welchem Verbrauch wird RLM eingesetzt?
Es gibt keine universelle Aussage „ab 100.001 kWh immer RLM“. Oberhalb von 100.000 kWh sieht § 55 MsbG eine Zählerstandsgangmessung oder, soweit erforderlich, eine viertelstündliche registrierende Lastgangmessung vor.
Was bedeuten G0 und G25?
G0 ist ein historisches Standardlastprofil für allgemeinen Gewerbebedarf. G25 ist das 2025 veröffentlichte aktualisierte BDEW-Gewerbeprofil, das Netzbetreiber freiwillig verwenden können.
Welche Daten werden für ein Gewerbestromangebot benötigt?
Hilfreich sind insbesondere Jahresverbrauch, Identifikationsdaten der Verbrauchsstelle, Netzgebiet, Messart, Lieferbeginn sowie eine bisherige Abrechnung. Bei zeitlich aufgelöster Messung können zusätzlich vorhandene Lastgangdaten benötigt werden.
Erstellt Ganter Energie technische Lastgangdaten?
Nein. Ganter Energie unterstützt beim Zusammenstellen vorhandener Unterlagen und beim Vergleich von Gewerbestromangeboten. Messung und Datenbereitstellung gehören zum zuständigen Messstellenbetreiber beziehungsweise zu den vorgesehenen Marktprozessen.
Fazit: Den nächsten Schritt festhalten
Sammle die tatsächlich verfügbaren Daten und kennzeichne offene Angaben. Der Gewerbestrom-Unterlagen-Assistent hilft beim nächsten Schritt.
Christian Grünefeld · Ganter Energie
Gestaltung: 7. September 2026. Fachtext aus der bisherigen veröffentlichten Fassung übernommen; Quellenstand der Fachangaben unverändert. Die Designumstellung ist keine neue vollständige Fachprüfung.
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