Trockner Stromverbrauch: Was ein Wäschetrockner pro Jahr kostet
Ratgeber Stromverbrauch

Trockner Stromverbrauch: Was ein Wäschetrockner pro Jahr kostet

Wie viel Strom braucht dein Trockner wirklich? Hier findest du den Verbrauch von Wärmepumpen- und älteren Trocknern pro Trockengang und pro Jahr, die Kosten mit dem aktuellen Strompreis, das neue Energielabel seit Juli 2025 und die Tipps, die am meisten sparen.

7 Minuten Lesezeit Quellen: Umweltbundesamt, EU-Verordnungen, BDEW Aktualisiert am 25. September 2026
Inhaltsverzeichnis
  1. Verbrauch pro Jahr
  2. Abluft, Kondens, Wärmepumpe
  3. Kosten berechnen
  4. Neues Energielabel
  5. Neue Regeln seit 2025
  6. Höher schleudern
  7. Spartipps
  8. Lohnt sich ein Wärmepumpentrockner?
  9. Waschtrockner
  10. Tarifcheck
  11. Häufige Fragen

Kurz gesagt: Ein moderner Wärmepumpentrockner braucht laut Umweltbundesamt etwa 73 bis 97 kWh für 100 Trockengänge, ältere Trockner ohne Wärmepumpe rund 340 kWh. Bei etwa 160 Trockengängen im Jahr und einem Strompreis von 37 Cent pro kWh kostet dich ein Wärmepumpentrockner rund 50 Euro im Jahr, ein altes Gerät rund 200 Euro. Seit dem 1. Juli 2025 gilt für neue Trockner ein neues Energielabel mit der Skala A bis G.

Wie viel Strom verbraucht ein Trockner?

Wie viel Strom ein Wäschetrockner verbraucht, hängt vor allem von der Bauart ab. Das Umweltbundesamt nennt für moderne Wärmepumpentrockner etwa 73 bis 97 kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm. Das sind rund 0,7 bis 1 kWh pro Ladung. Ältere Kondens- oder Ablufttrockner mit Heizstab kommen auf rund 340 kWh pro 100 Trockengänge, also etwa 3,4 kWh pro Ladung. Bei etwa 160 Trockengängen im Jahr, mit denen das Umweltbundesamt rechnet, ergibt sich:

WärmepumpentrocknerÄlterer Trockner ohne Wärmepumpe
Pro 100 Trockengänge73–97 kWhrund 340 kWh
Pro Trockengangrund 0,7–1 kWhrund 3,4 kWh
Pro Jahr (160 Trockengänge)rund 117–155 kWhrund 544 kWh
Kosten pro Jahr bei 37 ct/kWhrund 43–57 €rund 200 €

Die Werte beziehen sich auf das Eco-Programm, mit dem auch das Energielabel gemessen wird. Andere Programme, halbe Ladungen oder ein verstopftes Flusensieb können mehr Strom brauchen.

Ablufttrockner, Kondenstrockner, Wärmepumpentrockner: Wo liegt der Unterschied?

  • Ablufttrockner heizen die Luft mit einem Heizstab auf und geben die feuchte Abluft über einen Schlauch nach außen ab, meist durch ein Fenster. Laut Umweltbundesamt muss der Raum dadurch im Winter mehr geheizt werden.
  • Klassische Kondenstrockner (auch Kondensationstrockner) erwärmen die Luft laut Umweltbundesamt wie ein Föhn mit einer Widerstandsheizung. Die Feuchtigkeit kondensiert im Gerät und wird in einem Behälter aufgefangen. Auch Wärmepumpentrockner arbeiten nach dem Kondensationsprinzip, erwärmen die Luft aber mit einer Wärmepumpe. Den ausführlichen Vergleich mit Vor- und Nachteilen findest du im Ratgeber Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner.
  • Wärmepumpentrockner heizen die Luft mit einer Wärmepumpe auf. Die feuchte Luft kondensiert an der kalten Seite der Wärmepumpe. Laut den Werten des Umweltbundesamts brauchen sie nur etwa ein Viertel des Stroms eines älteren Trockners ohne Wärmepumpe (73–97 statt rund 340 kWh pro 100 Trockengänge).

Stromkosten berechnen: Kosten pro Trockengang und pro Jahr

Die jährlichen Stromkosten berechnest du so: Verbrauch pro Trockengang × Trockengänge pro Jahr × Strompreis. Beispiel mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent pro kWh (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, veröffentlicht am 21.08.2026, Durchschnitt im bisherigen Jahresverlauf 2026, Neukundentarife bei 3.500 kWh Jahresverbrauch, Grundpreis anteilig enthalten):

  • Wärmepumpentrockner (Mitte der UBA-Spanne, 0,85 kWh): 160 × 0,85 kWh = 136 kWh × 0,37 € ≈ 50 € pro Jahr
  • Älterer Trockner ohne Wärmepumpe: 160 × 3,4 kWh = 544 kWh × 0,37 € ≈ 200 € pro Jahr

Pro Trockengang sind das bei 37 Cent pro kWh rund 27 bis 36 Cent mit einem Wärmepumpentrockner und rund 1,26 € mit einem älteren Gerät ohne Wärmepumpe (eigene Rechnung aus den UBA-Werten).

Setz deinen eigenen Arbeitspreis von der Stromrechnung ein. Den Wert für deinen Trockner findest du auf dem Energielabel oder misst ihn mit einem Zwischenstecker mit Strommessung. Für alle Geräte zusammen hilft unser Stromverbrauchsrechner, und was eine Kilowattstunde gerade kostet, steht im Ratgeber Strompreis pro kWh.

Das neue Energielabel: Effizienzklassen von Wäschetrocknern

Seit dem 1. Juli 2025 tragen neue Trockner das EU-Energielabel mit der Skala A bis G (Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534). Darauf siehst du den Verbrauch in kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm, die Kondensationseffizienz in Prozent mit einer Klasse von A bis D, die Dauer des Eco-Programms, die Lautstärke und die maximale Füllmenge. Über den QR-Code kommst du zum Datenblatt in der EU-Datenbank EPREL. Klassen mit Plus-Zeichen gibt es nicht mehr. Laut Verbraucherzentrale gehören die meisten Trockner zur Energieeffizienzklasse C. Ein altes A+++ kannst du nicht eins zu eins in die neue Skala übersetzen. Vergleiche deshalb am besten direkt die kWh-Werte.

Welche Trockner dürfen neu auf den Markt kommen?

Seit dem 1. Juli 2025 gelten auch strengere Ökodesign-Regeln (Verordnung (EU) 2023/2533). Der Energieeffizienzindex eines Haushaltstrockners darf höchstens 85 betragen, Kondenstrockner müssen mindestens 80 Prozent der Feuchtigkeit auffangen, und ein Eco-Programm ist Pflicht. Ein ausdrückliches Verbot von Ablufttrocknern oder Heizstab-Geräten steht nicht in der Verordnung. Laut Umweltbundesamt schaffen klassische Abluft- und einfache Kondenstrockner mit Heizstab diese Grenze aber praktisch nicht mehr. Neu kommen deshalb im Wesentlichen nur noch Wärmepumpentrockner auf den Markt.

Höher schleudern: weniger Restfeuchte, weniger Trocknerstrom

Wasser mit Wärme aus der Wäsche zu holen, braucht viel mehr Energie als Schleudern. Schleudere deine Wäsche deshalb so hoch, wie es der Stoff verträgt. Das Umweltbundesamt nennt 1.400 Umdrehungen als Richtwert, die Verbraucherzentrale 1.400 oder 1.600. Der Mehrverbrauch der Waschmaschine für das höhere Schleudern ist laut Umweltbundesamt zu vernachlässigen. Wie viel Restfeuchte nach dem Schleudern in der Wäsche bleibt, zeigt die Schleudereffizienzklasse der Waschmaschine: Bei Klasse A sind es weniger als 45 Prozent (Delegierte Verordnung (EU) 2019/2014). Mehr dazu im Ratgeber Stromverbrauch Waschmaschine.

Stromverbrauch des Wäschetrockners senken: die wichtigsten Tipps

  • Voll beladen: Laut Umweltbundesamt bringt eine volle Ladung den günstigsten Energieverbrauch. Halbvolle Ladungen solltest du vermeiden.
  • Eco-Programm nutzen: Es ist seit Juli 2025 bei neuen Geräten Pflicht, und darauf beziehen sich die Labelwerte.
  • Flusensieb reinigen: Beim Wärmepumpentrockner kann ein zugesetzter Filter den Stromverbrauch laut co2online um bis zu 50 Prozent erhöhen. Reinige alle Siebe regelmäßig nach Bedienungsanleitung.
  • Hoch schleudern: siehe oben.
  • Ablufttrockner nicht im beheizten Raum: Er bläst warme Luft nach draußen, der Raum muss im Winter nachgeheizt werden. Trocknest du Wäsche ohne Trockner im Keller, behalte die Luftfeuchtigkeit im Blick. Wann ein Luftentfeuchter für den Keller hilft, erklären wir separat.

Lohnt sich ein Wärmepumpentrockner?

Tauschst du einen alten Trockner mit Heizstab gegen einen Wärmepumpentrockner, sparst du nach den Werten des Umweltbundesamts rund 390 bis 430 kWh im Jahr. Das ist unsere eigene Rechnung aus den UBA-Werten bei 160 Trockengängen. Bei 37 Cent pro kWh sind das rund 150 Euro im Jahr. Wie schnell sich ein neues Gerät rechnet, hängt vor allem davon ab, wie oft du trocknest. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz schreibt dazu, dass sich je nach Einsatzhäufigkeit eine Neuanschaffung auch dann lohnen kann, wenn das Altgerät noch funktioniert.

Waschtrockner: Was das Label zeigt

Beim Waschtrockner zeigt das Energielabel (Verordnung (EU) 2019/2014) den Verbrauch für den kompletten Durchgang aus Waschen und Trocknen pro 100 Zyklen, einen reinen Trocknerwert findest du dort nicht. Vergleiche im Zweifel die Datenblätter in der EU-Datenbank EPREL.

Verbrauch eingeordnet: Passt dein Stromtarif?

Ein Wärmepumpentrockner macht mit rund 117 bis 155 kWh im Jahr nur einen kleinen Teil deines Stromverbrauchs aus. Wie viel ein Haushalt insgesamt verbraucht, zeigt der Ratgeber Durchschnittlicher Stromverbrauch. Wenn deine Stromrechnung insgesamt hoch ist, lohnt oft ein Blick auf den Tarif. Wir prüfen kostenlos, ob dein Stromtarif noch passt.

Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.

Häufig gestellte Fragen zum Trockner-Stromverbrauch

Wie viel Strom verbraucht ein Trockner pro Trockengang?

Ein moderner Wärmepumpentrockner braucht im Eco-Programm rund 0,7 bis 1 kWh pro Ladung, ein älterer Trockner ohne Wärmepumpe rund 3,4 kWh. Das ergibt sich aus den Werten des Umweltbundesamts pro 100 Trockengänge.

Was kostet ein Trockner im Jahr?

Bei etwa 160 Trockengängen und 37 Cent pro kWh rund 50 Euro mit einem Wärmepumpentrockner und rund 200 Euro mit einem älteren Gerät ohne Wärmepumpe.

Wie viel Strom verbraucht ein Wärmepumpentrockner?

Laut Umweltbundesamt etwa 73 bis 97 kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm.

Gibt es noch Kondenstrockner mit Heizstab?

Seit dem 1. Juli 2025 gelten für neu in Verkehr gebrachte Trockner strengere Ökodesign-Regeln. Ein ausdrückliches Verbot gibt es nicht, aber klassische Heizstab-Trockner schaffen die Effizienzgrenze laut Umweltbundesamt praktisch nicht mehr.

Was bedeutet das neue Energielabel für Trockner?

Seit dem 1. Juli 2025 gilt die Skala A bis G. Das Label zeigt den Verbrauch in kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm, die Kondensationseffizienz, Programmdauer, Lautstärke und Füllmenge.

Spart höheres Schleudern Strom beim Trocknen?

Ja. Je weniger Wasser in der Wäsche bleibt, desto weniger muss der Trockner verdampfen. Das Umweltbundesamt nennt 1.400 Umdrehungen als Richtwert.

Christian Grünefeld · Ganter Energie

Ganter Energie vermittelt Strom- und Gastarife für Haushalte und Gewerbe. Die Angaben hier sind Orientierung anhand der genannten Quellen, Stand 25.09.2026. Dein tatsächlicher Verbrauch hängt von Gerät, Programm und Nutzung ab.

Quellen und Stand der Angaben

Gesetzestexte · Wortlaut geprüft am 25. September 2026

Weiterführend · Links geprüft am 25. September 2026