Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner? Unterschied, Vor- und Nachteile, Kosten
Wie beide Trockner funktionieren, was sie an Strom kosten, welche Nachteile der Wärmepumpentrockner hat und wann sich ein Austausch lohnt.
Drei Wärmepumpentrockner mit 8 kg als Beispiel
Wer heute neu kauft, landet in aller Regel bei einem Wärmepumpentrockner. Die drei Geräte zeigen, worauf du achten kannst: Energielabel, Kondensationseffizienz und Pflegeaufwand. Wie sich Wärmepumpen- und Kondenstrockner unterscheiden, erklärt der Ratgeber darunter.
Werbung / Affiliate-Links · Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
8 kg · CBosch Serie 6 WQG235D00
Wärmepumpentrockner mit 8 kg Füllmenge. Laut Herstellerangabe mit „SelfCleaning Kondensator“ (nicht von uns geprüft): Selbstreinigende Trockner spülen ihren Kondensator laut Stiftung Warentest regelmäßig automatisch, die Flusensiebe musst du trotzdem von Hand reinigen.
- Energieeffizienzklasse C (Skala A bis G)
- Kondensationseffizienzklasse B (Skala A bis D)
- Füllmenge 8 kg
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für ein aktuelles Gerät mit 8 kg und neuem Energielabel, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Klassen laut EPREL-Eintrag 2114726, Angebot bei Amazon geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Maße, Anschluss und die Angaben im Datenblatt.
AEG Serie 7000 TR7T65680
Wärmepumpentrockner mit 8 kg Füllmenge. Ob das Gerät einen Feuchtigkeitsmesser hat, wie ihn das UBA empfiehlt, prüfst du im Datenblatt.
- Energieeffizienzklasse C (Skala A bis G)
- Kondensationseffizienzklasse C (Skala A bis D)
- Füllmenge 8 kg
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für ein aktuelles Gerät mit 8 kg und neuem Energielabel, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Klassen laut EPREL-Eintrag 2148804, Angebot bei Amazon geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Maße, Anschluss und die Angaben im Datenblatt.
Midea Serie V5 MDV5EH80WBC
Wärmepumpentrockner mit 8 kg Füllmenge. Das Kältemittel steht im Datenblatt, das UBA rät zu halogenfreiem Propan (R290).
- Energieeffizienzklasse C (Skala A bis G)
- Kondensationseffizienzklasse C (Skala A bis D)
- Füllmenge 8 kg
Warum dieses Beispiel?
Ausgewählt als Beispiel für ein aktuelles Gerät mit 8 kg und neuem Energielabel, kein Testergebnis und keine Empfehlung. Klassen laut EPREL-Eintrag 2622135, Angebot bei Amazon geprüft am 26.09.2026. Prüf vor dem Kauf Maße, Anschluss und die Angaben im Datenblatt.
Energieeffizienzklassen (Skala A bis G) nach dem seit 1. Juli 2025 geltenden Label (Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534). Wir nennen keine Preise, sie ändern sich laufend.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt: Beide Trockner fangen das Wasser aus der Wäsche im Gerät auf. Der klassische Kondenstrockner heizt die Luft mit einem Heizstab, der Wärmepumpentrockner mit einer Wärmepumpe. Laut Umweltbundesamt braucht ein moderner Wärmepumpentrockner 73 bis 97 kWh für 100 Trockengänge, ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh. Neu erlauben die Ökodesign-Regeln seit Juli 2025 im Wesentlichen nur noch Wärmepumpentrockner. Einen funktionierenden Kondenstrockner auszutauschen lohnt sich laut UBA nur bei intensiver Nutzung und schlechter Effizienzklasse.
Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner? In diesem Artikel erfährst du, wie beide Bauarten funktionieren, was sie in Anschaffung und Betrieb kosten, welche Nachteile der Wärmepumpentrockner hat, wann sich ein Austausch lohnt und wie du ihn richtig reinigst. So kannst du die richtige Wahl für deinen Haushalt und deine Bedürfnisse treffen.
Weniger Strom, mehr Pflege, und neu gibt es kaum noch eine Alternative.
- 73 bis 97 kWh statt rund 340 kWh für 100 Trockengänge (Umweltbundesamt).
- Rund 144 bis 158 Euro weniger Stromkosten im Jahr bei 160 Trockengängen und 37 Cent pro kWh (eigene Rechnung).
- Austausch nur bei intensiver Nutzung: ab 705 kg Wäsche im Jahr und alter Klasse C oder schlechter (UBA).
Funktionsweise: Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpentrockner und Kondenstrockner?
Von außen sehen beide Geräte gleich aus. Den Unterschied macht die Art, wie die Luft zum Trocknen erwärmt wird:
- Kondenstrockner erwärmen die Luft laut Umweltbundesamt „wie ein Föhn mit einer Widerstandsheizung“, also mit einem Heizstab. Die Feuchtigkeit kondensiert im Gerät und wird in einem Behälter aufgefangen.
- Wärmepumpentrockner heizen die Luft mit einer Wärmepumpe auf. Die feuchte Luft kondensiert an der kalten Seite der Wärmepumpe, das Wasser landet ebenfalls im Behälter.
Gemeinsam ist beiden Bauarten ein geschlossener Luftkreislauf: Erwärmte, trockene Luft wird durch die Trommel geleitet und nimmt die Feuchtigkeit aus den Textilien auf. Die Feuchtigkeit kondensiert im Gerät und wird in einem Behälter aufgefangen. Der Unterschied liegt in der Funktion, mit der die Luft ihre Wärme bekommt: beim Kondenstrockner über einen Heizstab, beim Wärmepumpentrockner über eine Wärmepumpe.
Rechtlich ist das Wort breiter: Ein Kondensationswäschetrockner ist jeder Trockner, der der Luft „durch Kondensation oder auf andere Weise Feuchtigkeit entzieht“ (Verordnung (EU) 2023/2533, Anhang I). Nach dieser Definition fallen auch Wärmepumpentrockner darunter. Im Alltag meint „Kondenstrockner“ aber meist das Gerät mit Heizstab, und so verwenden wir das Wort hier.
Energieeffizienz im Vergleich: Stromverbrauch und Kosten
Das Umweltbundesamt rechnet mit durchschnittlich etwa 160 Trockengängen im Jahr. Mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent pro kWh (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026) ergibt sich:
| Wärmepumpentrockner | Kondenstrockner mit Heizstab (älter) | |
|---|---|---|
| Pro 100 Trockengänge | 73 bis 97 kWh | rund 340 kWh |
| Pro Trockengang | rund 0,7 bis 1 kWh | rund 3,4 kWh |
| Pro Jahr (160 Trockengänge) | rund 117 bis 155 kWh | rund 544 kWh |
| Stromkosten pro Jahr | rund 43 bis 57 Euro | rund 200 Euro |
Beim Strom und damit bei den Betriebskosten liegt der Wärmepumpentrockner also deutlich unter einem herkömmlichen Trockner ohne Wärmepumpe: laut UBA 73 bis 97 statt rund 340 kWh pro 100 Trockengänge. Nach unserer eigenen Rechnung aus den UBA-Werten braucht der Wärmepumpentrockner rund 390 bis 430 kWh weniger im Jahr, das sind rund 144 bis 158 Euro. Das UBA selbst nennt jährliche Stromkosten „von ungefähr 40 Euro bei sehr effizienten Geräten bis zu rund 200 Euro bei älteren, ineffizienten Trocknern“. Mehr zu Verbrauch, Energielabel und Spartipps steht im Ratgeber Trockner Stromverbrauch, und was eine Kilowattstunde gerade kostet, im Ratgeber Strompreis pro kWh.
Wie viel Strom braucht dein Haushalt insgesamt, und wo liegt der Trockner darin? Rechne es aus, bevor du ein neues Gerät kaufst.
RechnerStromverbrauch berechnenKostenlos, ohne Anmeldung. Vergleich mit ähnlichen Haushalten.Preis: Was kostet ein Wärmepumpentrockner in der Anschaffung?
Die Stiftung Warentest hat Testergebnisse für 52 Wäschetrockner. Die geprüften Wärmepumpentrockner kosten laut Warentest zwischen rund 400 und 1 100 Euro (Stand 01.09.2026). Deshalb hat Warentest nicht nur den Kaufpreis verglichen, sondern die Gesamtkosten über zehn Jahre: Zwischen dem sparsamsten und dem verschwenderischsten Modell liegen „mehrere Hundert Euro Unterschied in den Stromkosten“.
Dass ein Kondenstrockner mit Heizstab günstiger in der Anschaffung ist, liest man oft. Eine belastbare Zahl dazu haben wir in seriösen Quellen nicht gefunden. Das liegt auch daran, dass neue Heizstab-Geräte kaum noch angeboten werden.
Gibt es noch neue Kondenstrockner?
Seit dem 1. Juli 2025 gelten für neu in Verkehr gebrachte Trockner strengere Ökodesign-Regeln (Verordnung (EU) 2023/2533). Der Energieeffizienzindex darf höchstens 85 betragen, Kondenstrockner müssen mindestens 80 Prozent der Feuchtigkeit auffangen, und ein Eco-Programm ist Pflicht. Ein ausdrückliches Verbot von Heizstab-Geräten steht nicht in der Verordnung.
Laut Umweltbundesamt erlauben die Vorschriften aber „im Wesentlichen nur noch Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie“, weil klassische Abluft- oder einfache Kondenstrockner mit Heizstab die Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Wer heute neu kauft, landet in aller Regel bei einem Wärmepumpentrockner.
Vor- und Nachteile von Wärmepumpentrocknern
Vorteile:
- Deutlich weniger Strom: 73 bis 97 statt rund 340 kWh pro 100 Trockengänge (UBA).
- Halogenfreies Kältemittel: Die meisten aktuellen Geräte arbeiten laut UBA mit Propan (R290). Laut Stiftung Warentest enthalten solche Trockner maximal 150 Gramm, so wenig, dass kein gefährliches Gas-Luft-Gemisch entsteht, wenn das Gas entweicht. Ältere Wärmepumpentrockner nutzen laut UBA dagegen häufig teilfluorierte Kohlenwasserstoffe mit hohem Treibhauspotenzial wie R-134a.
Nachteile:
- Mehr Pflege: Am Filter lagern sich laut co2online mit der Zeit Flusen ab, die den Luftstrom behindern. Das kann den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent erhöhen. Dazu kommt das Wärmepumpenfach, siehe unten.
- Die teuerste Effizienz rechnet sich nicht immer: Geräte der Klasse A sind laut Warentest „mitunter noch so teuer, dass ihr niedrigerer Stromverbrauch den hohen Anschaffungspreis auch langfristig nicht wettmachen kann“. Im Test 2026 trug nur ein Modell diese Klasse.
- Unterschiedliche Programmdauer: Die Trocknungszeit kann sich zwischen den Modellen deutlich unterscheiden: Manche Trockner brauchen laut Stiftung Warentest „deutlich länger als die Konkurrenz“. Die Dauer des Eco-Programms steht auf dem Energielabel.
Die Vor- und Nachteile von Kondenstrocknern mit Heizstab ergeben sich spiegelbildlich: Ein Wärmepumpenfach musst du nicht reinigen, Flusensieb und Kondensator aber schon, und der Stromverbrauch ist deutlich höher.
Lohnt es sich, den Kondenstrockner auszutauschen?
Meist nicht, solange er funktioniert. Das Umweltbundesamt rät, Trockner so lange wie möglich zu nutzen und bei Bedarf reparieren zu lassen. Wörtlich: „Nur bei intensiv genutzte[n] Ablufttrocknern der Effizienzklasse D (alte Klassen bis 2021) oder schlechter und Kondensationstrocknern mit elektrischer Widerstandsheizung der Effizienzklasse C oder schlechter lohnt sich der Austausch eines funktionierenden Gerätes.“
- Was „intensiv“ heißt: In der Vergleichsrechnung des UBA ab 705 kg Wäsche im Jahr, normal sind 407 kg.
- Wenn der Trockner defekt ist: Eine Reparatur lohnt sich laut UBA meist, finanziell wie ökologisch. Für die Haushaltskasse lohnt der Austausch nur bei intensiver Nutzung, alter Klasse B oder schlechter und Reparaturkosten ab 320 Euro.
Die alte Effizienzklasse steht auf dem Typenschild oder dem Label deines Geräts. Eine seriöse Zahl, nach wie vielen Jahren sich ein neuer Wärmepumpentrockner rechnet, nennen die Quellen nicht.
Wärmepumpentrockner reinigen: Filter, Siebe, Wärmepumpenfach
- Siebe: Das Umweltbundesamt rät, regelmäßig alle Siebe des Trockners nach Bedienungsanleitung zu reinigen, „da sonst mit längerer Trocknungsdauer und höherem Energieverbrauch zu rechnen ist“.
- Filter: Beim Wärmepumpentrockner können Flusen am Filter den Stromverbrauch laut co2online um bis zu 50 Prozent erhöhen.
- Wärmepumpenfach: Laut Stiftung Warentest gilt es, auch die Lamellen im Wärmepumpenfach im unteren Bereich des Geräts regelmäßig zu reinigen, dafür eignet sich etwa eine weiche Bürste. Vorsicht, die Lamellen verbiegen leicht.
- Selbstreinigung: Selbstreinigende Trockner spülen ihren Kondensator laut Warentest regelmäßig automatisch, die Flusensiebe musst du trotzdem von Hand reinigen.
Worauf du beim Kauf eines Wärmepumpentrockners achtest
- Energielabel: Seit dem 1. Juli 2025 gilt für die Energieeffizienzklasse die Skala A bis G. Vergleiche den Verbrauch in kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm, nicht nur die Klasse. Laut Verbraucherzentrale steht auf dem Label außerdem die Dauer des Eco-Programms, die Lautstärke und die Füllmenge.
- Kondensationseffizienz: Laut Verbraucherzentrale zeigt das Label sie in Prozent, eingeteilt in Klassen von A bis D.
- Kältemittel: Das UBA rät zu Geräten mit halogenfreien Kältemitteln, „in der Regel Propan (R290)“.
- Feuchtigkeitsmesser: „Achten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes darauf, dass es einen Feuchtigkeitsmesser hat“, schreibt das UBA. Dann schaltet der Trockner ab, wenn der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist.
- Füllmenge: Passend zum Haushalt wählen. „Gerät voll beladen. Das bringt bei höchster Effizienz den günstigsten Energieverbrauch“ (UBA).
Über den QR-Code auf dem Label kommst du zum Datenblatt in der EU-Datenbank EPREL. Dort kannst du Modelle direkt vergleichen. Nimm dir dafür Zeit und prüf sorgfältig, welches Gerät für den Einsatz bei dir zuhause am besten geeignet ist und ob es in den Raum passt. Wie viel Strom deine Waschmaschine dazu beiträgt, steht im Ratgeber Stromverbrauch Waschmaschine.
Fünf Tipps für die Entscheidung
- Alten Trockner nicht vorschnell tauschen. Laut UBA lohnt sich das nur bei intensiver Nutzung und schlechter Klasse.
- kWh vergleichen, nicht nur Klassen. Der Verbrauch pro 100 Trockengänge steht auf dem Label.
- Auf R290 achten. Das Kältemittel steht im Datenblatt.
- Filter und Siebe regelmäßig reinigen. Sonst kostet jeder Trockenvorgang mehr Energie.
- Nie per Zeitschaltuhr abschalten. Die Wäsche muss am Ende abkühlen.
Neuer Trockner: Passt auch dein Stromtarif?
Ein Wärmepumpentrockner macht nur einen kleinen Teil deines Stromverbrauchs aus. Wenn die Rechnung insgesamt hoch ist, prüfen wir kostenlos, ob dein Tarif noch passt.
Wir vergleichen Angebote aus unserem Partnernetzwerk, keinen vollständigen Markt. Für dich ist die Prüfung kostenlos; kommt ein Vertrag zustande, erhalten wir eine Vergütung. Wir versprechen keine bestimmte Ersparnis.
Häufig gestellte Fragen: Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner
Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpentrockner und Kondenstrockner?
Beide fangen das Wasser aus der Wäsche im Gerät auf. Der klassische Kondenstrockner erwärmt die Luft mit einer Widerstandsheizung, also einem Heizstab. Der Wärmepumpentrockner heizt die Luft mit einer Wärmepumpe auf, die feuchte Luft kondensiert an deren kalter Seite. Dadurch braucht er deutlich weniger Strom.
Wie viel Strom spart ein Wärmepumpentrockner?
Laut Umweltbundesamt brauchen moderne Wärmepumpentrockner 73 bis 97 kWh für 100 Trockengänge, ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh. Bei 160 Trockengängen im Jahr und 37 Cent pro kWh sind das nach unserer Rechnung rund 390 bis 430 kWh oder rund 144 bis 158 Euro weniger im Jahr.
Was kostet ein Wärmepumpentrockner?
Die von der Stiftung Warentest geprüften Wärmepumpentrockner kosten zwischen rund 400 und 1 100 Euro (Stand 01.09.2026). Warentest vergleicht zusätzlich die Gesamtkosten über zehn Jahre, weil zwischen den Geräten mehrere Hundert Euro Unterschied bei den Stromkosten liegen.
Gibt es noch neue Kondenstrockner?
Seit dem 1. Juli 2025 gelten für neu in Verkehr gebrachte Trockner strengere Ökodesign-Regeln. Ein ausdrückliches Verbot von Heizstab-Geräten gibt es nicht. Laut Umweltbundesamt erlauben die Vorschriften aber im Wesentlichen nur noch Trockner mit Wärmepumpentechnologie.
Lohnt sich der Austausch eines funktionierenden Kondenstrockners?
Meist nicht. Laut Umweltbundesamt lohnt sich der Austausch eines funktionierenden Kondenstrockners mit Heizstab nur bei intensiver Nutzung und der alten Effizienzklasse C oder schlechter. Intensiv heißt in der UBA-Vergleichsrechnung ab 705 kg Wäsche im Jahr.
Welches Kältemittel hat ein Wärmepumpentrockner?
Die meisten aktuellen Geräte arbeiten laut Umweltbundesamt mit Propan (R290). Laut Stiftung Warentest enthalten solche Trockner maximal 150 Gramm, so wenig, dass kein gefährliches Gas-Luft-Gemisch entsteht. Einige Anbieter setzen noch das klimaschädliche R134a ein.
Wie oft muss man einen Wärmepumpentrockner reinigen?
Regelmäßig nach Bedienungsanleitung. Das Umweltbundesamt rät, alle Siebe regelmäßig zu reinigen, sonst dauert das Trocknen länger und der Verbrauch steigt. Laut co2online können Flusen am Filter eines Wärmepumpentrockners den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent erhöhen.
Fazit: Beim Neukauf der Wärmepumpentrockner, beim alten Gerät erst rechnen
Ein Wärmepumpentrockner braucht laut Umweltbundesamt nur etwa ein Viertel des Stroms eines älteren Trockners mit Heizstab (73 bis 97 statt rund 340 kWh pro 100 Trockengänge), nach unserer Rechnung rund 144 bis 158 Euro weniger im Jahr. Neu gibt es im Wesentlichen nur noch Wärmepumpentrockner. Einen funktionierenden Kondenstrockner tauschst du laut UBA aber nur bei intensiver Nutzung und schlechter Effizienzklasse aus. Beim Kauf zählen der kWh-Wert auf dem Label, R290 als Kältemittel und ein Feuchtigkeitsmesser, im Alltag die regelmäßige Reinigung von Filter und Wärmepumpenfach. Beim Neukauf ist der Wärmepumpentrockner damit in der Regel die bessere Wahl, auch die Verbraucherzentralen empfehlen ihn. Gut zu wissen: Sparsam bleibt er nur, wenn du Flusensieb und Filter regelmäßig reinigst.
Quellen und Stand der Angaben
Gesetzestexte · Wortlaut geprüft am 25. September 2026 (Art. 1, 12, Anhang I und II)
Weiterführend · Links geprüft am 26. September 2026 · Wortlaut-Prüfung ausstehend
- Umweltbundesamt: Wäschetrockner – bei Kauf und Nutzung auf Energieeffizienz achten (Stand 12.03.2026)
- Stiftung Warentest: Wäschetrockner im Test (01.09.2026)
- Stiftung Warentest: Kaufberatung Wäschetrockner (01.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Beim Kauf eines Wäschetrockners an den Stromverbrauch denken (Stand 16.12.2025)
- co2online: Stromverbrauch von Trockner und Waschmaschine
- BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (21.08.2026)
- Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534 (Energielabel Wäschetrockner), Labelinhalte laut Verbraucherzentrale
- EU-Produktdatenbank EPREL






