Energiekosten in der Gastronomie: Verbrauch, Kosten und Spartipps
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Energiekosten in der Gastronomie: Verbrauch, Kosten und Spartipps

Wofür Restaurants, Cafés und Hotels die meiste Energie brauchen, wie hoch die Energiekosten im Verhältnis zum Umsatz sind und wie du in Küche und Gastraum sparst.

7 Minuten Lesezeit Quellen: DEHOGA, Energiekampagne Gastgewerbe, StromStG Aktualisiert am 30. September 2026
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  1. Energieverbrauch
  2. Kosten einordnen
  3. Energie sparen
  4. Stromsteuer
  5. Strom und Gas
  6. Stromkostenrechner
  7. Prüfen lassen
  8. Häufige Fragen
  9. Fazit
  10. Quellen

Kurz gesagt: In Gastronomie und Hotellerie machen Energiekosten nach Angaben des DEHOGA Sachsen häufig fünf bis zehn Prozent des Umsatzes aus, teils mehr. Die Küche steht laut der Energiekampagne Gastgewerbe oft für ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs, die Kühlung für rund 20 Prozent. Sparen kannst du vor allem mit bewusstem Ein- und Ausschalten der Küchengeräte, gut gewarteter Kühlung, angepasster Lüftung und einem passenden Strom- und Gastarif.

Ob Restaurant, Café, Imbiss oder Hotel: In der Gastronomie laufen Herde, Kombidämpfer, Spülmaschinen, Kühlzellen und Lüftung oft viele Stunden am Tag. Der DEHOGA berichtet, dass die Kosten für Waren, Personal und Energie seit 2022 teilweise um bis zu 40 Prozent gestiegen sind. Wer seine Energiekosten kennt und gezielt senkt, schützt damit direkt seine Marge.

Hier erfährst du, wofür in Küche und Gastraum die meiste Energie draufgeht, wie du deine Energiekosten einordnest, welche Maßnahmen im Alltag wirken und worauf du beim Strom- und Gastarif achten solltest. Wir beraten deutschlandweit online, telefonisch und per WhatsApp.

Das Wichtigste in Kürze
  • Energiekosten: häufig fünf bis zehn Prozent des Umsatzes, teils mehr (DEHOGA Sachsen).
  • Küche: oft ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs (Energiekampagne Gastgewerbe).
  • Kühlung: rund 20 Prozent des Energieverbrauchs in der Gastronomie.
  • Im Hotel entfallen etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs auf die Wärmeerzeugung.
  • Gastronomie zählt nicht zum produzierenden Gewerbe, die Stromsteuer-Entlastung nach § 9b StromStG greift deshalb in der Regel nicht.

Wofür verbraucht die Gastronomie Energie?

Die größten Verbraucher liegen dort, wo gekocht, gekühlt und gespült wird. Die Energiekampagne Gastgewerbe des DEHOGA nennt die Küche als Bereich, der oft für ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich ist, und die Kühlung mit rund 20 Prozent. Dazu kommen Warmwasser, Lüftung, Heizung und Beleuchtung im Gastraum.

  • Küchengeräte: Herde, Backöfen, Kombidämpfer, Fritteusen und Grillplatten, mit Strom oder Gas.
  • Kühlung: Kühlzellen, Tiefkühler, Kühltheken und Getränkekühlung laufen rund um die Uhr.
  • Spülen und Warmwasser: Gewerbespülmaschinen und Warmwasserbereitung für Küche und Sanitärräume.
  • Lüftung: Die Küchenabluft muss große Luftmengen bewegen und oft auch nachheizen.
  • Gastraum: Heizung, Klimaanlage, Beleuchtung und Kaffeemaschine.

Im Hotel verschiebt sich das Bild: Nach Angaben der Energiekampagne entfallen dort etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs auf die Wärmeerzeugung, also Heizung und Warmwasser für Zimmer, Küche und Wäscherei.

Energiekosten in der Gastronomie einordnen

Nach Angaben des DEHOGA Sachsen liegen die Energiekosten in Gastronomie und Hotellerie häufig bei fünf bis zehn Prozent des Umsatzes, teils darüber. Rechne deshalb deine eigene Quote aus: Strom- und Gaskosten eines Jahres geteilt durch den Nettoumsatz. Eigene Rechnung: Ein Restaurant mit 500.000 Euro Umsatz und 40.000 Euro Energiekosten im Jahr kommt auf eine Quote von 8 Prozent.

Beim Stromverbrauch in der Gastronomie gibt es große Unterschiede: Ein kleines Café mit Kaffeemaschine und Kühltheke braucht deutlich weniger Strom als ein Restaurant mit Elektroküche, Kühlräumen und großer Lüftungsanlage. Die jährlichen Stromkosten hängen deshalb vor allem von Küchen- und Kühltechnik, Öffnungszeiten und Auslastung ab. Für Gastronomen lohnt sich ein Blick auf den Gesamtverbrauch in kWh pro Jahr: Mit ihm lassen sich Angebote von Stromanbietern vergleichen und die Stromkosten realistisch kalkulieren. Ein Energieberater kann helfen, die größten Stromfresser im Betrieb zu finden.

Ein zweiter guter Maßstab sind die Energiekosten je Gedeck oder je Übernachtung. Verfolgst du diese Kennzahl Monat für Monat, siehst du sofort, ob neue Geräte, geänderte Öffnungszeiten oder ein neuer Tarif etwas bewirken.

Größere Betriebe mit mehr als 100.000 kWh Strom im Jahr werden in der Regel mit Leistungsmessung abgerechnet. Laufen zum Mittags- und Abendservice alle Geräte gleichzeitig, entsteht eine Lastspitze, die den Leistungspreis bestimmt. Wie du sie senkst, zeigt der Ratgeber Lastmanagement.

Energie sparen in der Gastronomie: Küche und Gastraum

Die Einsparpotenziale sind oft groß, und viele Maßnahmen kosten wenig und wirken sofort. Die Energiekampagne Gastgewerbe hat dafür eigene Leitfäden und Checklisten für Küche, Kühlung, Lüftung und Restaurant veröffentlicht. Die wichtigsten Ansatzpunkte:

Geräte bewusst einschaltenHerde, Fritteusen und Grillplatten erst dann einschalten, wenn sie gebraucht werden, und zwischen den Services herunterfahren.
Kühlung pflegenTürdichtungen prüfen, Verflüssiger sauber halten, Kühlzellen nicht offen stehen lassen und nicht neben Wärmequellen aufstellen.
Spülmaschine voll nutzenNur voll beladen spülen und Programme an den Verschmutzungsgrad anpassen.
Lüftung bedarfsgerecht steuernKüchenabluft nach Betrieb der Geräte regeln statt auf voller Stufe durchlaufen lassen.
Licht und Wärme im GastraumLED-Beleuchtung, Heizung und Klima an Öffnungszeiten koppeln.

Bei Neuanschaffungen lohnt der Blick auf die Energieeffizienz: Induktionsherde, Kombidämpfer mit guter Dämmung und moderne Kühlgeräte senken den Verbrauch dauerhaft. Weitere Ideen für Betriebe findest du unter Energiekosten senken im Unternehmen.

Stromsteuer: Warum die Entlastung meist nicht greift

Die Stromsteuer-Entlastung nach § 9b StromStG gilt für Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft. Gastronomie und Hotellerie gehören nicht dazu, deshalb zahlen die meisten Betriebe den vollen Stromsteuersatz. Umso wichtiger sind ein guter Energiepreis und ein niedriger Verbrauch. Ob in Sonderfällen etwas anderes gilt, etwa bei einer eigenen Produktion, klärst du mit deinem Steuerberater.

Gewerbestrom und Gewerbegas für die Gastronomie

Viele Betriebe kochen mit Gas und heizen damit auch Gastraum und Warmwasser. Vergleiche deshalb Strom und Gas getrennt und immer mit deinem echten Jahresverbrauch. Achte neben dem Strompreis pro Kilowattstunde auf Grundpreis, Laufzeit, Preisgarantie und Kündigungsfrist. Ein Stromtarif mit guten Konditionen senkt die Betriebskosten, ohne dass du an der Küche etwas änderst. Für größere Gastronomiebetriebe kann auch eine strukturierte Energiebeschaffung sinnvoll sein. Kleine Cafés und Imbisse mit bis zu 10.000 kWh Strom im Jahr gelten rechtlich als Haushaltskunden und haben Anspruch auf die Grundversorgung. Wie der Vergleich funktioniert, erklären die Ratgeber Gewerbestrom vergleichen und Gewerbegas vergleichen.

Tipps & Tricks
  1. Lies die Zähler vor und nach einem Ruhetag ab: So siehst du den Grundverbrauch von Kühlung und Standby.
  2. Lege einen Einschaltplan für Küchengeräte fest und hänge ihn sichtbar auf.
  3. Rechne die Energiekosten je Gedeck aus und verfolge sie monatlich.
  4. Lass Kühlanlagen regelmäßig warten, verschmutzte Verflüssiger kosten Strom.
  5. Vergleiche Strom- und Gasvertrag zwei bis drei Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist.
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Häufige Fragen zu Energiekosten in der Gastronomie

Wie hoch sind die Energiekosten in der Gastronomie?

Nach Angaben des DEHOGA Sachsen häufig fünf bis zehn Prozent des Umsatzes, teils mehr. Die genaue Quote hängt von Küche, Öffnungszeiten und Tarif ab.

Was verbraucht im Restaurant am meisten Energie?

Die Küche mit oft einem Viertel des Energieverbrauchs und die Kühlung mit rund 20 Prozent, so die Energiekampagne Gastgewerbe.

Bekommt die Gastronomie die Stromsteuer zurück?

In der Regel nicht. Die Entlastung nach § 9b StromStG gilt für das produzierende Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft, zu denen die Gastronomie nicht gehört.

Wie kann ein Restaurant Energie sparen?

Geräte erst bei Bedarf einschalten, Kühlung warten, Spülmaschine voll beladen, Lüftung bedarfsgerecht regeln und Strom und Gas regelmäßig vergleichen.

Wofür braucht ein Hotel die meiste Energie?

Laut Energiekampagne Gastgewerbe entfallen etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Hotels auf die Wärmeerzeugung.

Brauche ich Gewerbestrom für mein Restaurant?

Für die meisten Restaurants ist ein Gewerbetarif üblich. Kleine Betriebe bis 10.000 kWh gelten als Haushaltskunden und können auch andere Tarife nutzen.

Fazit: Küche, Kühlung und Tarif im Blick behalten

Energiekosten sind in der Gastronomie ein großer Kostenblock, oft fünf bis zehn Prozent des Umsatzes. Die wichtigsten Hebel liegen in der Küche und bei der Kühlung, dazu kommen Lüftung und Warmwasser. Weil die Stromsteuer-Entlastung meist nicht greift, lohnt sich ein regelmäßiger Vergleich von Strom und Gas besonders.

Christian Grünefeld · Ganter Energie

Ganter Energie vermittelt Strom- und Gastarife für Haushalte und Gewerbe und begleitet Unternehmen bei Energiefragen, deutschlandweit online. Die Angaben stammen aus den genannten Quellen des DEHOGA, Stand 30.09.2026. Rechenbeispiele sind eigene Rechnungen. Keine Steuerberatung.

Quellen und Stand der Angaben

Branchenverband · Abgerufen am 30. September 2026

Gesetzestexte · Wortlaut geprüft am 30. September 2026